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Die Zentrale der Sparkasse Darmstadt bleibt am Luisenplatz, der Neubau entsteht im Westen der Stadt.

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Darmstadt: Sparkasse und Volksbank wollen kooperieren

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Die beiden südhessischen Institute wollen Geschäftsstellen gemeinsam betreiben. Die Sparkasse Darmstadt, die 2019 ihr Kundengeschäft ausgebaut hat, plant einen Neubau.

Nach der Frankfurter Volksbank und der Taunus Sparkasse wollen auch die Sparkasse Darmstadt und die Volksbank Darmstadt-Südhessen künftig zusammenarbeiten. Sascha Ahnert, der Vorstandschef der Sparkasse Darmstadt, sprach am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz von einer „verbundübergreifenen Kooperation“. In Abstimmung mit der Führungsspitze der Volksbank kündigten Ahnert und der stellvertretende Vorstandschef Jürgen Thomas an, dass noch in der ersten Jahreshälfte an vier Standorten Geschäfts- und Selbstbedienungsstellen zu gemeinsam betriebenen Standorten umgebaut werden sollen. Drei weitere Standorte, die in der zweiten Jahreshälfte ihren Betrieb aufnehmen könnten, würden derzeit einer Machbarkeitsstudie unterzogen. Vorgesehen sei, Finanzdienstleistungen und Beratungen in Räumlichkeiten anzubieten, die dann von Mitarbeitern beider Institute abwechselnd an zwei Tagen genutzt würden. Die genauen Standorte sollen allerdings erst Ende März bekanntgegeben werden. „Trotz der bestehenden Wettbewerbssituation finden die Planungsgespräche in konstruktiver und kollegialer Atmosphäre statt“, äußerte Thomas.

Die Sparkasse Darmstadt hat 2019 in der anhaltenden Niedrigzinsphase ihr Kundengeschäft weiter ausbauen können. Im Ranking der Sparkassen in Hessen rangiert das Institut an der Spitze.

NEUBAU GEPLANT

In der Darmstädter Weststadtwird die Sparkasse Darmstadt ein neues Verwaltungsgebäude errichten. Es soll auf dem Areal „TZ-Rhein-Main“ an der Ida-Rhodes-Straße im Norden der „Telekom-City“ und südlich der Rheinstraße entstehen. Das Grundstück wurde nach Angaben von Vorstandschef Sascha Ahnert bereits gekauft.

Auf sechs Geschossensollen künftig mehr als 200 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Die Zahl der Standorte wird von derzeit sechs auf zwei reduziert. Im Sommersoll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bis 2022 soll das Gebäude bezugsfertig sein. jjo

Die Bilanzsumme ist um 6,3 Prozent auf 4,92 Milliarden Euro gestiegen. In diesem Jahr soll die Fünf-Milliarden-Marke überschritten werden. Als „Erfolgstreiber“ bezeichnete Vorstandschef Ahnert das Kundenkreditvolumen, das im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zugelegt habe.

Die Kreditzusagen verringerten sich indes von 809 Millionen Euro im Vorjahr auf 785 Millionen Euro. Der Bestand der klassischen Kundeneinlagen erhöhte sich um etwas mehr als zwei Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss beträgt – wie im Vorjahr – 16 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich von 794 auf 783, die der Sparkassen-Geschäftsstellen – inklusive der Selbstbedienungsstellen – von 45 auf 42.

Die Sparkasse Darmstadt wird wieder fünf Millionen Euro an ihre Anteilseigner, die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg, ausschütten, zwölf Millionen Steuern zahlen und hat im vorigen Jahr zwei Millionen Euro an Vereine und Einrichtungen gespendet oder für Sponsoringaktivitäten bereitgestellt.

Ahnert und Thomas berichteten, man habe sich in den vergangenen Monaten auch mit einem neuen Leitbild, einer „Vision“, beschäftigt. Man wolle „heute erkennen, was die Kunden morgen brauchen“ und wolle „aktiv“ auf sie zugehen. „Dein Leben. Deine Freiheit. Deine Sparkasse Darmstadt.“ lautet der neue Slogan.

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