In der Prüfung sind Straßenbahnprojekte nach Groß-Zimmern, Weiterstadt und bis nach Riedstadt.
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In der Prüfung sind Straßenbahnprojekte nach Groß-Zimmern, Weiterstadt und bis nach Riedstadt.

Darmstadt

Darmstadt: Mehr Straßenbahnen in den Kreis Darmstadt-Dieburg

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Führende Vertreter der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg haben sich abermals über Verkehrsthemen ausgetauscht.

Beim zweiten „Verkehrsgipfel“, wie Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) und der Erste Kreisbeigeordnete und Kreisverkehrsdezernent Robert Ahrnt (Grüne) das Treffen bezeichneten, wurde über den Radverkehr, den motorisierten Individualverkehr und die Verknüpfung mit dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) gesprochen. Schellhaas sprach am Donnerstag von einem „bunten Strauß“ an Projekten, die Stadt und Kreis gemeinsam vorantreiben wollen.

Die drei Politiker berichteten, dass einige der bereits vor knapp sechs Monaten vereinbarten Projekte trotz der Corona-Krise weiterentwickelt worden seien. So soll noch in diesem Jahr eine Projektgesellschaft zur Planung und Realisierung von neuen Straßenbahnlinien in den Kreis gegründet werden. Parallel dazu sollen einzelne Planungsfragen für Tramlinien nach Weiterstadt und Groß-Zimmern geklärt werden. Zudem werde nun ein neues Straßenbahnverkehrskonzept für Stadt und Kreis den jeweiligen Gremien vorgelegt.

Der erste Verkehrsgipfel zwischen Vertretern der Stadt Darmstadt und dem benachbarten Landkreis Darmstadt-Dieburg fand am 16. Dezember 2019 statt. Dabei ging es vor allem um den öffentlichen Personennahverkehr. 


Eine öffentliche Veranstaltung zur Vorstellung der Ergebnisse des ersten Verkehrsgipfels konnte wegen der Corona-Krise bisher noch nicht stattfinden, ist aber weiterhin geplant.

Der zweite Verkehrsgipfel fand vor einer Woche am Freitag, 29. Mai, im Kreishaus in Darmstadt statt. jjo

In der ersten Jahreshälfte des nächsten Jahres – und somit später als zunächst geplant – sollen nachfrageorientierte Shuttlebusse („On-Demand-Shuttle“) mit 50 Kleinbussen in Darmstadt und 25 weiteren im Landkreis etabliert werden. Betreiber der Fahrzeuge werden das Nahverkehrsunternehmen Heag mobilo in Darmstadt und die Dadina im Landkreis sein. Im Gegensatz zu anderen Großstädten soll das System digital mit dem öffentlichen Nahverkehrsangebot verknüpft werden.

OB Partsch sagte, trotz der drastischen finanziellen Einbußen durch die Corona-Krise solle an der Verkehrswende und den geplanten Ausbauprojekten festgehalten werden. Stadt und Landkreis wollen auch den Ausbau von Radwegen, die aus dem näheren Umland nach Darmstadt führen und täglich stark genutzt werden, voranbringen. Konkret geht es um den Ausbau des Radwegs von Darmstadt nach Roßdorf und von Seeheim nach Darmstadt-Eberstadt.

Zudem soll eine Machbarkeitsprüfung für die Radwegverbindung von Mühltal nach Darmstadt erarbeitet werden. Auch die Verlängerung des Nord-Süd-Schnellradwegs südlich von Darmstadt mit Zubringeroptionen für weitere Kommunen ist in der Planung.

In Darmstadt sollen außerdem durch eine optimierte Ampelsteuerung der Verkehrsfluss verbessert und Autofahrer dazu animiert werden, etwa mit Jobtickets den ÖPNV stärker als bisher zu nutzen. Dies soll auch durch die Ausweitung der Zonen für Anwohnerparken erreicht werden.

Stadt und Landkreis planen auch, Bahn-, Bus- und Straßenbahnhaltestellen zu Mobilitätsstationen auszubauen sowie weitere Park-+-Ride- und Bike-+-Ride-Anlagen mit Ladestationen für E- Bikes zu bauen. Entsprechende Projekte sind in Groß-Umstadt/Wiebelsbach und Mühltal sowie in Reinheim, Bickenbach, Groß-Umstadt und Pfungstadt geplant.

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