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Screenshot der Anwendung mit Projektleiter Antonio Jorba.

Softwarepaket

Darmstadt: Per Mausclick ins Klassenzimmer

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Die Darmstädter Digitalstadt will Schulen helfen, digitalen Unterricht zu veranstalten. Das Angebot ist kostenlos.

Nach wochenlangem Home-Schooling vermissen viele Kinder und Eltern den persönlichen Kontakt zu Lehrern und den Austausch in der Klasse. Die Digitalstadt Darmstadt  GmbH hat jetzt eine für Schulen kostenlose Lösung realisiert, die das digitale Lernen leichter für Gruppen zugänglich machen soll: Die Software für Videokonferenzen Big Blue Button  gekoppelt mit der Lernplattform Moodle  – beides sind frei verfügbare Open Source Lösungen.

Wie die Digitalstadt am Montag mitteilte, hat die Darmstädter Heinrich Emanuel Merck Schule  das Softwarepaket bereits erfolgreich getestet. „Unsere Schüler können direkt per Mausklick Videokonferenzen zu Lerneinheiten starten, an einem Whiteboard oder auch zeitgleich an einer Präsentation arbeiten“, heißt es aus der Berufsschule. Inzwischen gebe es täglich neue Anfragen von Schulen, sagte Projektleiter Antonio Jorba der Frankfurter Rundschau. Mehr als fünf Schulen wollten das Paket nun nutzen. Dazu gehörten neben Berufsschulen auch Grundschulen, Gymnasien und Gesamtschulen.

Schulen müssen aktiv werden

Schulen hätten die Möglichkeit Moodle über den Bildungsserver des Landes Hessen zu aktivieren, erklärt Digitalstadtsprecherin Sabine Kluge. Sie müssten dafür allerdings „selbst aktiv werden und einen Antrag stellen“.

Man habe in den vergangenen Wochen nach einem nachhaltigen Konzept für das digitale Lernen gesucht, um den lokalen Schulen effizient und nachhaltig unter die Arme zu greifen, äußerten Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) und Schuldezernent Rafael Reißer (CDU). Die digitale Schulausbildung sei fester Programmpunkt der Darmstädter Digitalisierung und gewinne durch Corona an Fahrt, so Reißer.

Digitalstadt mietet Server

Laut Jorba sind für den Betrieb schnelles Internet und eine entsprechende Serverleistung nötig. Dabei sei unerheblich, ob Schulen über schnelle Zugänge verfügten. Denn Moodle laufe bereits auf den Servern des Landes und für Big Blue Button habe die Digitalstadt leistungsstarke Server in Deutschland gemietet. Einziges Problem könnte also der private Zugang zum Internet sein. Doch laufe die Software auch über mobile Geräte, so Jorba.

Moodle ist ein weltweites Softwareprojekt, das bereits von 100 000 Bildungseinrichtungen genutzt wird.

Weitere Informationen unter www.digitalstadt-darmstadt.de

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