Gute Grundsteinlegungstradition: Aktuelle Tageszeitungen steckt Oberbürgermeister Jochen Partsch (re.) in die Kupferkapsel.
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Gute Grundsteinlegungstradition: Aktuelle Tageszeitungen steckt Oberbürgermeister Jochen Partsch (re.) in die Kupferkapsel.

Darmstadt

Darmstadt: In Kranichstein entsteht ein Schulneubau mit Mensa

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Grundstein für Erweiterungsgebäude der Erich-Kästner-Grundschule gesetzt. Kosten steigen um mehr als zwei Millionen Euro auf nun 10,4 Millionen Euro.

Stahlblauer Himmel, strahlender Sonnenschein und strahlende Gesichter: Im Darmstädter Stadtteil Kranichstein ist am Dienstagvormittag – mehr als drei Jahre später als ursprünglich geplant - der Grundstein für das Erweiterungsgebäude der Erich-Kästner-Grundschule gelegt worden. In eine Kupferkapsel steckten Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) und Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) neben den Bauplänen und einigen Münzen auch zwei aktuelle Ausgaben der Frankfurter Rundschau und des Darmstädter Echos.

An der größten Grundschule in Darmstadt werden nach Auskunft von Schulleiterin Sabine Michel-Sturm in 25 Klassen 572 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Bestandsgebäude der Schule, die Ende vorigen Jahres ihr fünfzigjähriges Bestehen feiern konnte, wurden einst als Systembauten errichtet.

Bis Juli 2021 soll der Neubau fertig sein. Der Entwurf stammt von einem Stuttgarter Architekturbüro.

Wegen der weiter steigenden Schülerzahl und dem daraus resultierenden höheren Flächenbedarf wurde bereits vor fünf Jahren ein Wettbewerb für den Erweiterungsbau ausgeschrieben. Den Wettbewerb gewann das Stuttgarter Architekturbüro Dasch, Zürn und Partner. Im März wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Für die Bauleitung ist das Darmstädter Architekturbüro Blumenstein zuständig.

Die Gesamtkosten für den Neubau haben sich in den vergangenen drei Jahren von 8,1 Millionen Euro inklusive der Infrastruktur und der konjunkturbedingten Teuerung auf nun rund 10,4 Millionen Euro erhöht, wie Bürgermeister Reißer sagte. Bis Juli 2021 soll der eingeschossige und freistehende Stahlbeton-Holzbau fertig sein.

In dem Neubau sollen auch eine Mensa, eine Technikzentrale sowie sechs neue Klassenräume eingerichtet werden. Um dem Klimaschutz Rechnung zu tragen, wird das Lager der Küche mit einer Kleinkälteanlage ausgestattet. Darüber hinaus ist an der Südseite des Gebäudes eine bewässerte begrünte Fassade geplant. Die Hybridbauweise und die geplante Photovoltaikanlage unterstützten die Klimaziele der Stadt, sagte OB Partsch. In den Sommerferien sollen auf dem Schulcampus zudem weitere Gebäude saniert werden, um die Energieeffizienz zu verbessern.

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