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Darmstadt: Konjunktur in Südhessen bleibt stabil, aber gespalten

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Eine Umfrage der IHK Darmstadt registriert gedämpfte Erwartungen bei Industrieunternehmen, während sich Dienstleistungsbetriebe weiterhin stark präsentieren.

Die südhessische Wirtschaft geht verhalten in das Jahr 2020. Bei der Vorstellung des Konjunkturberichts zum Jahresbeginn sprach Uwe Vetterlein, der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt von einer „gespaltenen konjunkturellen Entwicklung“. In die Konjunkturumfrage wurden rund 1000 Unternehmen aus der Region einbezogen. Während bei Industriebetrieben „keine Aufbruchstimmung“ zu erkennen sei, präsentierten sich die Dienstleistungsunternehmen „bärenstark“, beschrieb Vetterlein die derzeitige Situation der Firmen in Südhessen.

2020 werde für Unternehmen angesichts der Energiewende, der Digitalisierung und des Fachkräftemangels „ein herausforderndes Jahr“, prognostizierte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Vetterlein plädiert schon seit Jahren für die Senkung der Steuersätze, mehr öffentliche Investitionen, weniger Bürokratie, eine bessere analoge und digitale Infrastruktur sowie für eine Beschleunigung der Planungen bei Investitionsvorhaben.

Im Vergleich zur vorherigen Umfrage aus dem Herbst 2019 legt der Geschäftsklimaindex der IHK in der Region Darmstadt/Rhein-Main-Neckar um drei auf 104,9 Punkte zu. Die Geschäftslage der Unternehmen hat sich also ein wenig verbessert. 36 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Situation als gut, 52 Prozent als befriedigend, zwölf Prozent als schlecht.

Der Saldo aus positiven und negativen Lageurteilen beträgt plus 24 Prozentpunkte. Das bedeutet fünf Punkte Zuwachs gegenüber der Herbstumfrage. Die Exporterwartungen haben sich deutlich verbessert.

Unverändert pessimistisch sind die Unternehmen beim Blick in die Zukunft. Zwölf Prozent der Betriebe rechnen mit besseren Geschäften, 23 Prozent der Betriebe sehen eine Verschlechterung. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen liegt bei minus elf Prozentpunkten. Das ist nur ein Punkt besser als im Herbst.

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