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Das 1910 von Paul Meissner errichtete Gebäude war einst Sitz der Hessischen Landes-Hypothekenbank und brannte im Zweiten Weltkrieg fast vollständig aus.  

Darmstadt

Darmstadt: Jugendstil-Rekonstruktion am Computer

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Am Samstag, 14. September, ist ein verlorenes Stück Darmstädter Jugendstil zu sehen - drei Architekten haben den prachtvollen Saal dreidimensional am Computer rekonstruiert.

Der Darmstädter Architektur-Dozent Marc Grellert hat mit den beiden Studenten Timo Briegel und Christian Knebel ein Stück verlorenes Darmstadt am Computer rekonstruiert. Der heute in schlichtem Weiß gehaltene Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), war ein Hauptwerk des Darmstädter Jugendstils, voller Ornamente und in kräftigen Farben. Nun lässt er sich an diesem Samstag mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen in all seiner Pracht am alten Ort wieder erleben.

Treffpunkt ist am 14. September der Haupteingang der Kirchenverwaltung der EKHN am Darmstädter Paulusplatz 1.

Führungen werden von 13 Uhr an laufend angeboten. Die letzte beginnt spätestens 14.15 Uhr, Dauer etwa 30 Minuten.

Das 1910 von Paul Meissner errichtete Gebäude war einst Sitz der Hessischen Landes-Hypothekenbank und brannte im Zweiten Weltkrieg fast vollständig aus. Wiederaufgebaut, beherbergt es seit 1959 die Verwaltung der Landeskirche. Eine Ausstellung im Kunstforum der Technischen Universität erinnert zurzeit an den vor 80 Jahren gestorbenen Architekten.

Die Kommunikationsbeauftragte der EKHN, Elisabeth Fauth, und die Historikerin Anette Neff zeigen bei ihren Führungen am Samstag auch, wo im Inneren des Gebäudes noch originale Architekturelemente des Ursprungsbaus vorhanden sind. Etliche Türen, Treppenhäuser, Brunnen, Gitter und Skulpturen überstanden den Bombenangriff. Auch die Tür des über mehrere Stockwerke reichenden Tresors, der immer noch benutzt wird, kann besichtigt werden.  

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