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Der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe ist einer der Trauungsorte in Darmstadt.  

Darmstadt

Darmstadt: Immer mehr heiraten

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Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) stellt die Standesamt-Bilanz der Stadt Darmstadt vor. Die zeigt unter anderem, dass die Darmstädter Geburtskliniken im Umland beliebt sind.

Genau 1035 Bürgerinnen und Bürger haben sich im vergangenen Jahr in Darmstadt das Ja-Wort gegeben. Dies geht aus der Bilanz des Standesamts hervor, die Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) vorgelegt hat. Reißer ist außerdem selbst Standesbeamter und hat im vergangenen Jahr dreimal bei einem Paar den Bund fürs Leben besiegelt.

Die Zahl der Trauungen ist Angaben der Stadt zufolge die höchste seit 1972. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 72 Eheschließungen mehr. Außer im Alten Rathaus wurde auch im Hochzeitsturm (571) und in der Dianaburg (46) getraut; 27 Ehen wurden gleichgeschlechtlich geschlossen. Zudem besteht die Möglichkeit, in den Bezirksverwaltungen Arheilgen, Eberstadt und Wixhausen zu heiraten.

Für Mädchen wählten die Eltern im vergangenen Jahr am häufigsten die Namen Emma (28), Lina (26) und Lea (21). 


Bei den Jungennamen waren Paul (28), Liam (27) und Jakob (25) am beliebtesten.

Die meisten Eltern wählten einen Vornamen (2459) für ihr Kind. 1413 Mal wurden zwei Vornamen ausgewählt, drei Vornamen fanden 104 Eltern gut. Fünf Paare suchten sich sogar mehr als drei Vornamen für ihren Nachwuchs aus. pz

Doch das Standesamt ist nicht nur für Trauungen zuständig. So vermerkten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort im vergangenen Jahr auch 2554 Sterbefälle. Darunter waren 84 (im Vorjahr 73) anzuordnende Bestattungen, sogenannte Amtsbestattungen, die nötig werden, wenn die Bestattung nicht durch Angehörige veranlasst wird. Zudem wurden 63 internationale Leichenpässe ausgestellt (2018 waren es 43).

Offenkundig sei, so Reißer, dass immer mehr Personen ohne Angehörige stürben und immer mehr Angehörige nicht in der Lage oder Willens seien, die Bestattungskosten zu übernehmen. Schließlich gebe es auch mehr Verstorbene, die nicht genug Vermögen hinterließen, das für die Bestattungskosten hätte herangezogen werden können. Im Falle von bestattungspflichtigen Angehörigen sei es ein erheblicher Aufwand für die standesamtlichen Mitarbeiter, diesen Anspruch geltend zu machen.

Im Geburtenregister des Standesamts wurden 3981 neue Erdenbürger eingetragen (2018: 4323), davon 1577 mit Wohnsitz der Mutter in Darmstadt und 2404 mit Wohnsitz außerhalb. Die insgesamt hohe Geburtenrate bestätige die bisherigen Prognosen. „Wir rechnen damit, dass dieser Trend anhält, da Darmstadt mit seinen zwei Geburtskliniken sehr viele werdende Eltern gerade auch außerhalb Darmstadts anzieht“, sagt Reißer.

Positiv haben sich laut Mitteilung auch die Online-Dienste des Standesamts entwickelt. Über 85 Prozent aller Personenstandsurkunden werden zwischenzeitlich online über das Urkunden-Portal bestellt und auch gleich bezahlt. Zudem werden mittlerweile 99 Prozent aller Trautermine online vereinbart.  

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