Darmstadt

Darmstadt: Hexen, Pest und kulturelle Höhenflüge

  • schließen

Von den Anfängen bis heute: Stadtarchivar Peter Engels präsentiert in seinem neuen Buch die Geschichte Darmstadts.

Klein und kompakt schildert der Leiter des Darmstädter Stadtarchivs, Peter Engels, in seinem Buch „Darmstadt – Kleine Stadtgeschichte“ die bewegte Vergangenheit der früheren Haupt- und Residenzstadt. Beginnend bei der Vor- und Frühgeschichte zeichnet Engels auf 168 Seiten die Entwicklung von der unbedeutenden Ackerbürgerstadt zum politischen und kulturellen Zentrum des Großherzogtums Hessen-Darmstadt und weiter zum heutigen Oberzentrum im Rhein-Main-Gebiet nach.

Das Buch

Darmstadt – Kleine Stadtgeschichte
von Peter Engels
168 Seiten
Verlag Friedrich Pustet
ISBN 978-3-7917-3085-1
14,95 Euro

„Darmstadt verlor 1944/45 nicht nur seine historische Stadtgestalt, sondern auch seine politische Bedeutung, als das lange Zeit preußische und damit von den Darmstädtern schief angesehene Wiesbaden Hauptstadt des neuen Bundeslandes Hessen wurde“, schreibt Engels. Nur noch wenige Gebäude erinnern an frühere Zeiten. Umso wichtiger ist Engels Werk, in dem er sozialen Krisen und politischen Reformen ebenso nachspürt wie dem Alltag im absolutistischen oder mittelalterlichen Darmstadt. Zu erfahren sind interessante Details. Etwa vom „Ältesten Darmstädter“, einem männliches Skelett, das man 1926 am Wasserwerk bei Griesheim in einem Hockergrab fand, und das heute im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt zu sehen ist.

Neben kulturellen und reformatorischen Höhenflügen treten auch die historischen Schattenseiten deutlich zu Tage: Etwa die Hexenverbrennung, die Georg I. als einziger Darmstädter Landgraf anordnete und bei der zwischen 1582 und 1590 fast 40 Menschen auf dem Scheiterhaufen starben.

Zahlreiche Abbildungen, unter anderem vom Darmstädter Schloss als frühmittelalterliche Wasserburg oder historische Fotografien des Stadtlebens sowie ein Stadtplan, lockern das Buch auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare