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Das Konzept sieht viel Grün an den Gebäuden vor.

Darmstadt

Grünes Quartier mit Kita

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Der Bauverein, das Wohnungsbauunternehmen der Stadt Darmstadt, will auf dem Messplatz sechs Gebäude mit 560 Wohnungen, einer Parkgarage und Gewerbeflächen errichten.

Trist, staubig und kahl – so präsentiert sich seit Jahren der Messplatz im Norden der Darmstädter Innenstadt. Das soll sich voraussichtlich von 2022 an ändern. Denn dort, wo derzeit vor allem Autos, Lastwagen und Busse abgestellt werden und bislang die Darmstädter Frühjahrs- und Herbstmess veranstaltet wurden, soll ein neues Wohngebiet mit 560 Wohnungen geschaffen werden, fast die Hälfte für einkommensschwache Menschen und solche mit mittleren Einkommen.

Bereits im Dezember 2019 hatte die Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen von Grünen, CDU, Uffbasse und der SPD beschlossen, den Messplatz an eine Tochterfirma der städtischen Bauverein AG zu verkaufen. Auf dem Gelände sollen auch eine Kindertagesstätte, eine Parkgarage sowie etwa 8000 Quadratmeter Gewerbeflächen entstehen.

Die Stadt und das städtische Immobilienunternehmen haben in den vergangenen Monaten die Planungen für die Bebauung vorangetrieben. So beauftragte der Bauverein das Darmstädter Architektur- und Stadtplanungsbüro Planquadrat damit, Entwürfe für das Areal zu entwickeln.

Bauvereinsvorstandsmitglied Armin Niedenthal sagte nun, vorgesehen sei, aus einer weitgehend brachliegenden Fläche „ein grünes, lebenswertes und nachhaltig geplantes Quartier“ zu schaffen, das einen wichtigen Beitrag zur „ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Stadtentwicklung“ leisten soll. Dabei soll auch der Beschluss der Stadtverordneten hinsichtlich der Klimaziele berücksichtigt werden.

Grundstück von der Stadt erworben

Laut einer Mitteilung des Bauvereins hat dessen Tochterfirma BVD daheim GmbH & Co. KG das Grundstück im Dezember 2019 von der Stadt erworben. Der Messplatz, der im Norden von der Marburger Straße, im Osten von der Arheilger Straße und im Süden von der Alsfelder Straße begrenzt wird, eignet sich nach Einschätzung Niedenthals aufgrund seiner Größe, Lage und vorhandenen Infrastruktur „sehr gut für die innenstadtnahe Wohnraumentwicklung“. Stadt und Bauverein setzen damit die Strategie fort, zunächst Flächen in der Innenstadt zu verdichten und zu bebauen.

Vorgesehen ist, in den sechs geplanten Gebäuden Wohnungen mit einer Gesamtfläche von bis zu 41 800 Quadratmetern einzurichten. Angesichts des anhaltenden Bevölkerungswachstums ist die Schaffung von Wohnraum besonders bedeutsam.

Nach Niedenthals Worten soll ein „differenziertes Wohnraumangebot“ geschaffen werden, das die städtischen Beschlüsse zur angemessenen Wohnraumversorgung mit 45 Prozent für niedrige und mittlere Einkommen berücksichtige. Wichtiger Bestandteil der Planungen soll auch ein Mobilitätskonzept sein.

Bereits in der Lincoln-Siedlung hat der Bauverein ein autoarmes Stadtquartier entwickelt. Das städtebauliche Konzept sieht auch reichlich Grün auf dem Areal, den Gebäudedächern und an den Fassaden vor.

Vorgesehen ist auch, das Bauvorhaben dem städtischen Gestaltungsbeirat vorzustellen.

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