+
Alle sechs Brücken führen – wie die in der Hilpertstraße – über die Bahnstrecke Frankfurt–Darmstadt–Heidelberg.

Darmstadt

Darmstadt: Freie Fahrt über zwei neue Brücken

  • schließen

Die Sanierung der ersten zwei von sechs Überführungen über die Main-Neckar-Bahn ist abgeschlossen. Gebaut wurde drei Jahre lang.  Ein wichtiges Projekt für Darmstadt.

Am Freitag sind die beiden neuen Brücken, die die Hilpertstraße und den Stirnweg über die Main-Neckar-Bahn führen, für den Verkehr freigegeben worden. Anlässlich der Freigabe bezeichnete Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) das Projekt in einer Pressemitteilung als „eine der wichtigsten und komplexesten Infrastrukturmaßnahmen der vergangenen drei Jahre“. Der Verkehr auf der Straße musste nämlich trotz der Bauarbeiten so weit wie möglich aufrechterhalten werden, und es war ein reibungsloser Zugverkehr sicherzustellen. Zum Teil wurden sogenannte Sperrpausen genutzt, in denen der Zugverkehr eingestellt war. Außerdem galt es, eine Vielzahl von Versorgungsleitungen umzuverlegen.

Die Arbeiten begannen den Angaben zufolge im Oktober 2016. Im Januar 2018 wurden die Fertigteile der Hilpertstraßenbrücke, im September 2018 jene der Stirnwegbrücke eingebaut. Die Gesamtkosten betragen rund 17,5 Millionen Euro, wovon die Stadt etwa 5,5 Millionen Euro trägt.

Diese beiden Brücken sind nur der Anfang, denn insgesamt sind es sechs Überführungen über die Bahnstrecke Frankfurt–Darmstadt–Heidelberg, die saniert oder neu gebaut werden müssen. Das hatte der Mitteilung zufolge eine turnusmäßige Überprüfung vor sechs Jahren ergeben. Es warten also noch die Brücken in der Rheinstraße, in der Schepp Allee, in der Eschollbrücker Straße sowie die Brücke im Heimstättenweg. Alle Bauwerke seien über 100 Jahre alt und befänden sich in schlechtem Zustand, betont die Stadt. So seien die Träger verrostet, und der Beton platze stellenweise ab.

Parallel zur Bestandsbrücke gebaut

Den beiden zuerst sanierten Brücken kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Diejenige in der Hilpertstraße übernimmt die wesentliche Erschließung für das Gewerbegebiet Südwest, wo unter anderem der Technologiepark TZ Rhein-Main und die Konversionsflächen West liegen. Am Knotenpunkt Haardtring/Hilpertstraße/ Holzhofallee fließt der Verkehr aus den verschiedenen Richtungen zusammen, so dass dieser eine zentrale verkehrliche Bedeutung für das Gebiet hat.

Die Brücke im Stirnweg hingegen dient in erster Linie dem in West-Süd-Richtung orientierten Verkehr, der über den Stirnweg die Hauptverkehrsstraße Haardtring oder umgekehrt von dort die Rheinstraße und die Autobahn erreicht. Beide Brücken werden im Umleitungskonzept für den nachfolgend anstehenden Neubau der Brücke in der Rheinstraße eine wesentliche Rolle spielen.

Die neue Hilpertstraßenbrücke wurde parallel zur Bestandsbrücke hergestellt. So konnte der Verkehr bis zur Freigabe der neuen Brücke über die bisherige laufen. Insgesamt 330 Tonnen Betonstahl wurden hier verbaut, und mit 18 Metern ist sie rund vier Meter breiter als ihre Vorgängerin. Richtung Osten wird sie künftig zwei Fahrspuren sowie Streifen für Radfahrer haben. Die neue Stirnwegbrücke ist an derselben Stelle wie die alte erstellt worden.

Das Staatstheater Darmstadt will eine sich abzeichnende Überschreitung des Budgets verhindern. Das Publikum soll davon aber nichts mitbekommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare