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Zur Erinnerung an die getötete Radfahrerin wurde im vorigen Jahr ein weißes Fahrrad an der Unfallstelle befestigt. Auf dem Straßenabschnitt gilt inzwischen rund um die Uhr Tempo 30.

Darmstadt

Darmstadt: Tod einer Radfahrerin auf dem Cityring gesühnt

Unachtsamer Autofahrer akzeptiert sechsmonatige Bewährungsstrafe und zieht Widersrpuch gegen Strafbefehl zurück. Das Tempolimit an der Unfallstelle wurde inzwischen geändert.

Es war kurz nach 11 Uhr an jenem Mittwochmorgen Anfang Februar vorigen Jahres, als eine 54 Jahre alte Frau mit ihrem Fahrrad von der Pädagogstraße kommend den Cityring überqueren wollte. Die Frau schob gerade ihr Rad über die zweispurige Kirchstraße, als ein inzwischen 35-jähriger Autofahrer aus Iserlohn mit seinem Skoda die linke Fahrspur der abschüssigen Straße in Richtung Innenstadt befuhr. „Aufgrund von Unachtsamkeit“ des Mannes, so die Staatsanwaltschaft Darmstadt, kam es zur Kollision, die Radlerin prallte mit dem Kopf auf die Windschutzscheibe des Autos. Sie starb später an den Folgen des Unfalls in einem Krankenhaus.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hätte der Mann bei Einhaltung der damals zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern und genügender Aufmerksamkeit den Unfall vermeiden können. Nach dem tödlichen Unfall wurde das Tempolimit vor einigen Monaten auf 30 Stundenkilometer reduziert.

Darmstadt: Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Wegen fahrlässiger Tötung hätte sich der Autofahrer dieser Tage vor dem Darmstädter Amtsgericht verantworten müssen. Doch dazu kam es nicht. Denn der Autofahrer zog einen Widerspruch gegen einen Strafbefehl zurück. Der Mann akzeptierte somit nach Auskunft von Robert Hartmann, dem Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft, eine sechsmonatige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem bekam er eine Geldstrafe von 2000 Euro und ihm wurde sein Führerschein für ein Jahr abgenommen.

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