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Reparaturstation für Fahrräder der Mitarbeiter. 

Darmstadt

Darmstadt: Duschen für Radfahrer

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Der Radclub ADFC zeichnet den Bio-Händler Alnatura als besonders fahrradfreundlich aus. Es ist nicht die einzige Auszeichnung des Unternehmens.

Als erstes Unternehmen in Darmstadt hat der Bio-Lebensmittelmarkt Alnatura das EU-weite Siegel „Zertifizierter Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ in Silber erhalten. Vergeben wird das Siegel vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), der die kostenpflichtige Zertifizierung vor Ort durchführt und prüft, ob die erforderlichen Kriterien erfüllt wurden.

Wie das Unternehmen mitteilte, engagiert sich Alnatura laut ADFC vorbildlich in der „Koordination und Organisation der nachhaltigen Mobilität“ sowie bei „Infrastruktur und Service“. Konkret bedeute dies, dass den radelnden Mitarbeitenden auf dem Alnatura Campus ein Fahrradparkhaus mit Reparaturmöglichkeit sowie Schließfächer zum Laden von Pedelec- und E-Bike-Akkus zur Verfügung stehen. Im Bürogebäude befinden sich Duschen und Umkleiden mit Spinden, die von den Radfahrern, die lange Strecken fahren, genutzt werden.

Laut Unternehmenssprecherin Miriam Szygula ist das Fahrradparkhaus mit 120 Stellplätzen auch in der kalten Jahreszeit „immer gut gefüllt“. Insgesamt arbeiten in Darmstadt 450 Menschen. Weitere fördernde Maßnahmen sind das Dienstrad-Leasing, die Unterstützung bei Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie Angebote durch Partner. So befindet sich auf dem Alnatura Campus eine Call-a-Bike-Station der Deutschen Bahn und eine Carsharing-Station von book-n-drive. Eine öffentlich zugängliche E-Ladesäule wurde Anfang November in Betrieb genommen.

2017 wurde das Mobilitätskonzept von Alnatura bereits durch die Bundesregierung prämiert. Mit dem Umzug nach Darmstadt habe der Bio-Händler nun eine Großzahl der Maßnahmen des Konzeptes erfolgreich umgesetzt, heißt es in der Mitteilung. Der Neubau des Unternehmenssitzes in Darmstadt hatte erst vor wenigen Tagen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur gewonnen.

Auf der Bilanzpressekonferenz wurde kürzlich ein Umsatzplus von 9,5 Prozent, dem höchsten Zuwachs seit fünf Jahren, verkündet. 901 Millionen Euro netto erwirtschaftete der Bio-Händler und wächst damit nach eigenen Angaben deutlich stärker als der Bio-Markt insgesamt.

Aktuell gibt es 134 Alnatura-Märkte in 61 Städten in 13 Bundesländern. 

Unterdessen hat das Stadtparlament in Darmstadt für die Planung zum Bau der umstrittenen zweiten Filiale des Discounters Aldi und eines Wohnhauses mitten im Zentrum des Stadtteils Arheilgen gestimmt.

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