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Nach gefundener Bombe: Der Messplatz in Darmstadt ist abgesperrt.

Darmstadt

Bombe in  Darmstadt entschärft - 9000 Menschen können wieder zurück in ihre Wohnungen

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Auf dem Messplatz in Darmstadt ist eine etwa 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Rund um den Fundort war eine 750 Meter weit reichende Sperrzone eingerichtet worden. Die Entschärfung der Bombe verzögerte sich um rund zwei Stunden, weil sich noch Menschen in dem Sperrgebiet befanden. Um 14.30 Uhr hieß es, die Bombe sei „erfolgreich entschärft“ worden.

  • Bombenfund in Darmstadt
  • Stadt Darmstadt richtete in einer Sporthalle an der Kasinostraße und im Kongresszentrum „Darmstadtium“ zwei Ausweichquartiere ein
  • Auch die Gefahr durch das Coronavirus Sars-CoV-2 hatte die Stadt im Blick

+++ 14.30 Uhr:  „Die Bombe wurde erfolgreich entschärft“, teilte Christoph Süß, der Pressesprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt, soeben im Kongresszentrum „Darmstadt“ mit. Die 9000 Anwohner können nun wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

+++ 14.10 Uhr: Im Kongresszentrum „Darmstadtium“ werden die Menschen per Lautsprecherdurchsage darüber informiert, dass es „noch keine neuen Erkenntnisse“ zur Bombenentschärfung gibt, mit der vor etwa einer Stunde begonnen wurde. 

+++ 13.00 Uhr: Rund 100 Polizisten haben seit 8 Uhr das Bürgerparkviertel und Teile des Martinsviertels kontrolliert. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers hat das Sperrgebiet, das sich in einem Radius 750 Meter um die Fundstelle der Bombe am Messplatz befindet, überflogen und hat „grünes Licht“ für die geplante Bombenentschärfung durch den Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt gegeben.

Im Kongresszentrum werden etwa 60 Menschen von Helfern des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Eine Darmstädter Buchhandlung hat eine Bücherkiste vorbeigebracht. Zudem liegen auf einem Tisch verschiedene Spiele zum Zeitvertreib bereit.

Es gibt dort eine Kartoffel-Gemüsesuppe mit und ohne Sahne sowie heißen Kaffee. In einem Kühlschrank stehen Wasserflaschen bereit.

Rund 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Sanitätsdiensten kümmern sich um die Menschen aus der Evakuierungszone. Wegen der grassierenden Coronavirus-Epidemie hat das Deutsche Rote Kreuz vor den beiden Notunterkünften im „Darmstadtium“ und der Sporthalle an der Kasinostraße Betreuungszelte aufgebaut.

+++ 11.30 Uhr: Wegen der Bombenentschärfung bleiben am Freitag elf Kitas geschlossen, an acht Schulen fällt der Unterricht aus. Zudem werden etliche Straßen im Norden der Darmstädter Innenstadt gesperrt. Auch der Nordbahnhof wird vorübergehend gesperrt und wird von Zügen nicht angefahren. Züge der  Odenwaldbahn fahren zeitweise nur bis zum Darmstädter Ostbahnhof, Züge der Regionalbahnlinie 75 (Wiesbaden/Mainz-Darmstadt-Aschaffenburg) wenden im Darmstädter Hauptbahnhof sowie in Darmstadt-Kranichstein. Der Straßenbahnverkehr im Norden der Darmstädter Innenstadt wird vorübergehend eingestellt. Anstelle der Straßenbahnen fahren ersatzweise Busse von und nach Arheilgen und Kranichstein

Update vom Freitag, 13.03.2020, 7.15 Uhr: Die Evakuierung der nördlichen Darmstädter Innenstadt hat in den frühen Morgenstunden begonnen: Rund 9000 Menschen müssen in Darmstadt wegen der am Vormittag geplanten Entschärfung einer rund 500 Kilogramm schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg für mehrere Stunden ihre Wohnungen verlassen.

Bis um 8 Uhr müssen die Häuser im Bürgerparkviertel und in Teilen des Martinsviertels nördlich der Darmstädter Innenstadt geräumt sein. Wegen der Bombenentschärfung bleiben am Freitag elf Kindertagesstätten geschlossen und an acht Schulen fällt der Unterricht aus.

Fliegerbombe wird auf dem Messplatz in Darmstadt entschärft

Nach Kontrollen von Polizei und Feuerwehr sollen Experten des Kampfmittelräumdienstes des Regierungspräsidiums Darmstadt dann gegen 11 Uhr  in einer Grube mitten auf dem Messplatz die Zünder aus der amerikanischen Fliegerbombe entfernen, um den Sprengsatz unschädlich zu machen.

Die Bombe war am Dienstagvormittag bei einer routinemäßigen Kampfmittelsondierung im Zuge des geplanten Baus eines Wohnquartiers auf dem Messplatz gefunden worden. Sie lag nur einen Meter unter der Erde und hat nach Angaben von Guido Martin, dem Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt, zwei mechanische Zünder.

Coronavirus erschwert Evakuierung: Stadt richtet zwei Ausweichquartiere ein

Die Stadt richtet in der Sporthalle an der Kasinostraße und im Kongresszentrum „Darmstadtium“ am Schlossgraben zwei Ausweichquartiere ein.

Wegen des grassierenden Coronavirus Sars-CoV-2 sollen sich die rund 9000 Menschen, die bis Freitagmorgen um 8 Uhr das Sperrgebiet verlassen müssen, während der bis voraussichtlich 14 Uhr dauernden Entschärfung der Fliegerbombe nach Angaben eines Sprechers der Stadt vorrangig bei Verwandten oder Freunden aufhalten.

In den beiden Ausweichunterkünften würden 800 bis 900 Menschen erwartet. Helfer vom Deutschen Roten Kreuz sollen bei den Menschen kurze Medizinchecks durchführen. Auch Möglichkeiten zur Desinfektion würden bereitgestellt. Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, sollen laut dem Stadtsprecher separat untergebracht werden.

Die beiden Ausweichquartiere für die Bürgerinnen und Bürger, die in der Evakuierungszone rund um dem Bombenfundort leben und die während der Zeit der Bombenentschärfung nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, sind nach Angaben der Stadt wie folgt zu erreichen:

Weg zur Sporthalle an der Kasinostraße: Bis 8 Uhr kann mit den Straßenbahnen der Linien 4 und 5 ab der Haltestelle „Messplatz“ zum Willy-Brandt-Platz gefahren werden. Dort muss dann in die Straßenbahnen der Linie 3 oder in Busse der Linie K umgestiegen werden, die jeweils bis zur Haltestelle „Kasinostraße“ fahren. Von dort ist die Sporthalle zu Fuß nur etwa 250 Meter entfernt.

Weg zum Kongresszentrum „Darmstadtium“: Bis 8 Uhr kann ebenfalls mit den Straßenbahnen der Linie 4 und 5 ab der Haltestelle „Messplatz“ bis zum Luisenplatz gefahren werden. Dort muss dann entweder in die Straßenbahnen der Linien 2, 3 oder 9 oder in die Busse der Linien FU, H K, KU oder L umgestiegen werden die jeweils an der Haltestelle „Schloss" am Darmstädter Marktplatz halten. Von dort ist das Kongresszentrum zu Fußweg etwa 200 Meter zu erreichen.

Straßenverkehr:  Wegen der Bombenentschärfung werden etliche Straßen im Norden der Darmstädter Innenstadt gesperrt.

Zug- und Nahverkehr: Zudem kommt es zu Einschränkungen und Ausfällen im regionalen Zug- und lokalen Straßenbahnverkehr.   

Um Fragen von Bürgerinnen und Bürgern rund um die Evakuierung zu beantworten, hat die Feuerwehr ein Bürgertelefon unter der Nummer 06151/13-2060  eingerichtet. Das Telefon ist am Freitag von 6 bis 16 Uhr freigeschaltet.

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 20:00 Uhr:  Wegen der am Freitagvormittag geplanten Entschärfung einer rund 500 Kilogramm schweren Fliegerbombe auf dem Messplatz in Darmstadt wird der Verkehr im Norden der Darmstädter Innenstadt stark eingeschränkt. Die Stadt Darmstadt hat am Donnerstagmittag über gravierende Änderungen im Öffentlichen Personennahverkehr sowie über die veränderte Verkehrsführung rund um das Sperrgebiet, das sich in einem Radius von etwa 750 Metern um den Bombenfundort befindet, informiert.

Laut einer Mitteilung der Stadt Darmstadt bleiben am Freitag das Stadthaus an der Frankfurter Straße ebenso geschlossen wie der Betriebshof des Eigenbetriebs für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen  (EAD) mit dem Recyclinghof und der Sonderabfall-Sammelstelle am Sensfelderweg. Beide Einrichtungen befinden sich in der Sperrzone.  

Straßensperrungen wegen Bombenentschärfung in Darmstadt

Weil sich von Freitagmorgen von 8 Uhr an in dem Sperrgebiet keine Menschen mehr aufhalten dürfen, werden auch etliche Straßen gesperrt. Der Straßenverkehr rund um das Sperrgebiet wird nach Angaben der Stadt von 8 Uhr an bis etwa 14 Uhr an den entsprechenden Knotenpunkten durch die Polizei umgeleitet. Eigens eingerichtete Umleitungen werde es nicht geben.

Umleitungsempfehlung: Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, in diesem Zeitraum aus Richtung des nördlichen Stadtteils Arheilgen kommend über die Virchowstraße und die Bundesstraße 3 und den „Tacke-Knoten“ in Richtung der Innenstadt zu fahren. Als Alternativroute aus Arheilgen Richtung Innenstadt können die Jägertorstraße und dann die Kranichsteiner Straße genutzt werden. Der Carl-Schenck-Ring und der Martin-Luther-Ring werden für den Verkehr gesperrt.

Wegen Bombenentschärfung: Züge und Straßenbahnen fahren nicht

Auch der Darmstädter Nordbahnhof und die dort liegenden Bahngleise liegen in der um den Bombenfundort eingerichteten Sperrzone. Daher muss auch der Zugverkehr auf der Linie der Odenwaldbahn (Frankfurt/Darmstadt–Erbach/Eberbach) sowie auf der Regionalbahnlinie 75  (Wiesbaden–Mainz–Darmstadt–Aschaffenburg) zeitweise unterbrochen werden.

Odenwaldbahn (Linien RE80, RB81 und RB82): Nach einer Information des Verkehrsunternehmens Vias, dem Betreiber der Odenwaldbahn-Linien RE80, RB81 und RB82, werden die Züge der Vias zwischen 8 Uhr und 11:45 Uhr ohne Stopp in Darmstadt-Nord verkehren. Von 11.45 Uhr an bis voraussichtlich 14 Uhr werden die Züge aus dem Odenwald kommend in Darmstadt-Ost wenden beziehungsweise ihre Fahrt am Darmstädter Ostbahnhof beginnen. Die Vias empfiehlt Reisenden, vom Hauptbahnhof in Darmstadt den innerstädtischen Busverkehr zu nutzen, um an ihr Ziel zu kommen.

Züge von und nach Frankfurt sollen nach Angaben der Vias ohne Halt von Groß-Umstadt/Wiebelsbach über eine andere Strecke umgeleitet werden.

Auf der Strecke der Regionalbahnlinie 75 werden nach Auskunft einer Sprecherin der Hessischen Landesbahn die Züge zwischen 10.55 Uhr und voraussichtlich 14 Uhr nicht zwischen dem Darmstädter Hauptbahnhof und Darmstadt-Kranichstein fahren. Züge aus Richtung Wiesbaden und Mainz enden am Hauptbahnhof in Darmstadt und fahren von dort wieder zurück. Und die Züge aus Richtung Aschaffenburg werden in dieser Zeit in Darmstadt-Kranichstein enden und dort wenden.

Nach Angaben der Stadt und des kommunalen Verkehrsunternehmens Heag mobilo wird es zwischen 8 Uhr bis voraussichtlich 14 Uhr zu Einschränkungen im Bus- und Straßenbahnbetrieb kommen.

Von 8 Uhr an werden keine Straßenbahnen der Linien 4 und 5 von und nach Kranichstein fahren. 

Von etwa 10.30 Uhr an werden dann auch die Fahrten auf den Straßenbahnlinien 6 und 7 von und nach Arheilgen  so lange eingestellt, bis die Bombe entschärft und sicher abtransportiert ist. 

Bombenentschärfung: Busse fahren von/nach Kranichstein und Arheilgen

Anstelle der Straßenbahnen werden ersatzweise Busse vom Luisenplatz zum Bahnhof nach Kranichstein und nach Arheilgen sowie zurück in die Darmstädter Innenstadt fahren.

Die Ersatzbusse von und nach Kranichstein werden nach Angaben der Stadt eine Umleitung über die Kranichsteiner Straße (Linienführung wie die Buslinie H) fahren und bis zum Kranichsteiner Bahnhof jeweils am Fahrbahnrand in Höhe der regulären Haltestellen anhalten. Die Haltestelle „Borsdorffstraße“ wird in die Jägertorstraße in Höhe des Bahnübergangs verlegt. Die Haltestellen „Willy-Brandt-Platz“, „Pallaswiesenstraße“, „Rhönring“, „Messplatz“, „Nordbad“ und „Eissporthalle“ entfallen.

Die Ersatzbusse von und nach Arheilgen beginnen und enden am Luisenplatz und an der Endstation im Norden von Arheilgen. Die Busse fahren eine Umleitung über die  Virchowstraße, Langener Straße, Gräfenhäuser Straße und Pallaswiesenstraße. Die Haltestelle „Pallaswiesenstraße“ wird angefahren. Die Haltestellen „Rhönring“, „Nordbahnhof“, „Merck“ und „Maulbeerallee“ entfallen. Die Ersatzbusse verkehren im 15 bis 20 Minuten-Takt. Aus Kapazitätsgründen können in den Ersatzbussen keine Fahrräder mitgenommen werden. Auch ein Fahrkartenverkauf ist nicht möglich.

Busse der Linien L und R werden von 8 Uhr an auf einer kürzeren Fahrtroute unterwegs sein, weil die Haltestellen „Heinheimer Straße“, „Pankratiusstraße“ und „Friedrich-Ebert-Platz“ im Sperrgebiet befinden und nicht angefahren werden können.

Bus-Linie R: Der R-Bus fährt laut Mitteilung der Stadt eine verkürzte Route, die Haltestelle „Nordbahnhof“ entfällt. Die Haltestellen „Wöhlerweg“, „Daimlerweg“ und „Carl-Schenck-Ring“ entfallen in Fahrtrichtung Nordbahnhof. Die Fahrgäste werden gebeten, die gegenüberliegenden Haltestellen zu nutzen, weil die Busse als Ringlinie verkehren werden. Die Haltestelle „Carl-Schenck-Ring“ wird in die Otto-Röhm-Straße in Höhe der Autovermietung Europcar verlegt. 

Evakuierung nach Bombenfund: Feuerwehr betreut Bürgertelefon

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 18:00 Uhr: Die Feuerwehr Darmstadt hat am Mittwochnachmittag die Bevölkerung auch  über die Warn-App Biwapp über die am Freitagvormittag geplante Bombenentschärfung auf dem Messplatz informiert.

Um Fragen von Bürgerinnen und Bürgern rund um die Evakuierung zu beantworten, hat die Feuerwehr ein Bürgertelefon unter der Nummer 06151/13-2060 eingerichtet. Das Telefon ist am Donnerstag bis 20 Uhr und am Freitag von 6 bis 16 Uhr freigeschaltet.

Die Stadt teilte zudem mit, dass am Freitag wegen der Entschärfung der am Dienstagvormittag gefundenen rund 500 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe der Unterricht an folgenden Schulen ausfällt:

  • Berthold-Brecht-Schule
  • Bernhard-Adelung-Schule
  • Christoph-Morgenstern-Schule
  • Christoph-Graupner-Schule
  • Ernst-Elias-Niebergall-Schule
  • Friedrich-List-Schule
  • Heinrich-Emanuel-Merck-Schule
  • Martin-Behaim-Schule

Bombenentschärfung in Darmstadt: Infos zum ÖPNV am Donnerstag

Die Stadt kündigte zudem an, am Donnerstag weitere Informationen zur veränderten Verkehrsführung, zum öffentlichen Personennahverkehr und zu den geänderten Abfuhrterminen bei der Müllabfuhr während der Zeit der Entschärfung der Fliegerbombe mitteilen zu wollen. 

Lageplan

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 14.00 Uhr:  Die am Dienstagvormittag gefundene 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll am Freitag von 11 Uhr an auf dem Darmstädter Messplatz entschärft werden. In einem Radius von 750 Metern wird eine Sperrzone eingerichtet. Bis 8 Uhr müssen alle Gebäude in dem Evakuierungsbereich geräumt sein.

Von der geplanten Evakuierung sind nach Angaben von Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) rund 9000 Menschen betroffen.

Das Sperrgebiet reicht vom Carl-Schenck-Ring und dem Martin-Luther-King-Ring inklusive des Darmstädter Nordbahnhofs im Norden, dem Sensfelderweg und Teilen der Kasinostraße im Westen und dem Prinz-Georgs-Garten inklusive angrenzender Straßen im Süden bis zur Kranichsteiner Straße im Osten.

Evakuierung wegen Bombenentschärfung: Elf Kitas, acht Schulen betroffen

In der Sperrzone befinden sich auch acht Schulen - darunter das Berufsschulzentrum Nord -, elf Kindertagesstätten, die Darmstädter Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und eine Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen, die Kurt-Jahn-Anlage. Der Unterricht an den Schulen fällt am Freitag aus. Und auch die Kitas werden nicht öffnen.  

Ebenso wie der Bus- und Straßenbahnverkehr um den Messplatz wird auch der Zugverkehr auf der Odenwaldbahn und der Regionalbahnlinie 75 (Wiesbaden - Aschaffenburg) am Freitag vorübergehend eingestellt.

Bombe in Darmstadt: Sperrzone muss bis Freitagmorgen geräumt werden

Alle Gebäude in der Sperrzone müssen nach Angaben von Bürgermeister Reißer am Freitag bis 8 Uhr evakuiert werden. Zum Schutz der Bevölkerung hat die Stadt eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Für alle Menschen, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können stehen in einer Sporthalle an der Kasinostraße und im Kongresszentrum Darmstadtium Ausweichunterkünfte bereit. 

Die Entschärfung der Bombe  durch den Kampfmittelräumdienst wird nach Auskunft von Guido Martin, dem Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt, voraussichtlich bis um 13 Uhr abgeschlossen sein. Bis zum Abschluss der Arbeiten voraussichtlich gegen 14 Uhr bleibt die Sperrzone bestehen. Derzeit bestehe „keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung“, sagte Martin.

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 10.45 Uhr: Die am Dienstag auf Darmstädter Messplatz gefundene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll am Freitag entschärft werden. Das hat die Stadt am Mittwochvormittag mitgeteilt. Weitere Informationen zur Situation und zu den geplanten Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung will der Krisenstab der Stadt  Darmstadt unter der Leitung von Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer (CDU) um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Im Rahmen der Amtshilfe hatte die Polizei am Dienstag den Messplatz mit rot-weißen Plastikbändern abgesperrt. Auf dem Platz, der im Frühjahr und Herbst für Jahrmärkte genutzt wird, parken derzeit rund 15 Autos, ein Kleintransporter, zwei kleinere Lastwagen einer Autovermietung, ein Sattelschlepper, ein Bus sowie ein weiterer Lastwagen mit einem Anhänger.

Bombe in Darmstadt: Straßen nicht gesperrt, Trambahnen fahren

In der Mitte des Platzes ist eine Grube und ein Erdhaufen zu sehen, die ebenfalls mit Plastikbändern und Absperrschranken als Sperrzone markiert sind. Die Darmstädter Berufsfeuerwehr hat einen Container als mobile Einsatzzentrale sowie einen Anhänger zum Ausleuchten der Fundstelle der Bombe direkt neben der Grube abgestellt.

Einige Meter vom Fundort entfernt stehen zur Absicherung zwei Wagen der Kommunalpolizei auf dem Platz. Die Straßen rund um den Platz können befahren werden. Auch der Radweg an der Arheilger Straße wurde nicht gesperrt.

Zudem fahren auch die Straßenbahnen de Linien 4 und 5 von und nach Kranichstein direkt am Messplatz vorbei. Auch der Schulbetrieb in den benachbarten Schulen wurde bislang nicht eingestellt.

Erstmeldung vom Mittwoch, 11.03.2020, 1.00 Uhr:

Auf dem Darmstädter Messplatz hat der Kampfmittelräumdienst am Dienstag eine Bombe gefunden. Ein Sprecher der Stadt Darmstadt teilte am späten Dienstagabend mit, dass die Bombe im Zuge einer systematischen Absuche des Platzes gefunden worden sei. Zur Größe und Art der Bombe wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Die Stadt hatte jüngst den vier Hektar großen Platz im Norden der Innenstadt an eine Tochterfirma der städtischen Bauverein AG verkauft, die dort ein Wohnquartier und eine Kindertagesstätte errichten will. Aus diesem Grund war das Areal vermutlich vom Kampfmittelräumdienst routinemäßig untersucht worden.

Bombe in Darmstadt: Bereich um Fundort wurde abgesperrt

Der Bereich um den Fundort der Bombe, die entschärft werden muss, sei „weiträumig abgesperrt“ worden, teilte Daniel Klose, der stellvertretende Pressesprecher der Stadt, am Dienstagabend mit. Allerdings bezieht sich die Absperrung nur auf den unmittelbaren Bereich des Messplatzes. Einsatzkräfte würden vor Ort die Fundstelle sichern. Für die Bevölkerung bestehe „derzeit keine Gefahr“. Die Vorbereitungen für die Entschärfung der Bombe seien angelaufen. An diesem Mittwoch soll es auf einer Pressekonferenz weitere Informationen geben.

Die Stadt bat zugleich die Bevölkerung darum, den Bereich soweit möglich zu meiden, um so die Arbeit der Einsatzkräfte zu unterstützen.

Um den Bomben-Fundort gibt es auch Schulen und Zugverkehr

In der unmittelbaren und näheren Umgebung des Fundortes der Bombe befinden sich neben einem Wohnquartier mit der Waldspirale - dem „Hundertwasserhaus“ - auch das Berufsschulzentrum Nord, weitere Schulen, das Nordbad sowie mehrere Unternehmen wie etwa die Zentrale des Energieversorgers Entega. Auch das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck nutzt in unmittelbarer Nähe zum Messplatz ein Gebäude.

Nur einige hundert Meter vom Messplatz entfernt fahren zudem die Züge der Odenwaldbahn, die Regionalzüge zwischen Wiesbaden und Aschaffenburg sowie zahlreiche Güterzüge. 

Bombe in Babenhausen-Harreshausen erfolgreich entschärft: Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Babenhausen-Harreshausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg mussten erst am 24. Januar 2020 alle Wohnhäuser, ein Seniorenheim und ein Kindergarten evakuiert werden. Der Zugverkehr wurde unterbrochen und die Bombe schließlich vom Kampfmittelräumdienst erfolgreich entschärft. 

t: Sperrgebiet wurde am Freitag, 13. März, mit einer zeitlichen Verzögerung geräumt, die Fliegerbombe wird seit 13 Uhr entschärft

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