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Die Sedum-Gewächse ziehen Insekten an.

Darmstadt

Blumen blühen in Darmstadt im Gleis

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Auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern lässt das Verkehrsunternehmen Heag Mobilo Sedum anpflanzen - ein Versuch, Hitze entgegenzuwirken und das Klima in der Stadt zu verbessern

Wegen anhaltender Trockenheit und Hitze während der Sommermonate und um dem Klimawandel entgegenzuwirken, sucht Heag Mobilo nach Alternativen zum Rasen im Gleisbett. Die notwendige Erneuerung der Rasenfläche entlang der Nieder-Ramstädter Straße hat das Verkehrsunternehmen zum Anlass genommen, auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern den Rasen durch blütenreiche Sedumpflanzen zu ersetzen.

Das Pilotprojekt, teilt das Unternehmen mit, erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt, die das Vorhaben begleitet und unterstützt. Das Sedum-Gleis ist ein Baustein im bundesweiten Labelprozess „StadtGrün – naturnah“, an dem Darmstadt teilnimmt. Die Gleisbepflanzung mit neun verschiedenen Fetthenne-Arten sei nicht nur ein wichtiger Beitrag gegen innerstädtische Überhitzung, sondern fördere auch die Biodiversität in Darmstadt, sagt Umweltdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne).

Die Pflanzung von Sedum ist aufwendiger als bei einem Rasengleis. Bis zu sechs Schichten umfasst der Aufbau. Auch wenn die Fläche an der Nieder-Ramstädter Straße ein Test ist, steht bereits fest, dass weitere Grüngleise mit Sedum folgen sollen. So soll auch das Gleisbett der Lichtwiesenbahn mit Sedum-Gewächsen begrünt werden. Positive Erfahrungen mit Sedum hat Heag Mobilo bereits an anderer Stelle gesammelt: Seit zwei Jahrzehnten ist das 5600 Quadratmeter große Dach der Busabstellhalle auf dem Betriebshof Böllenfalltor mit den Pflanzen begrünt.

Während bei Sonnenschein dort Insekten summen, hilft das Sedum bei Regen, Wasser aufzufangen und entlastet die Abwasserkanäle. 

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