Die Corona-Krise trifft insbesondere den Einzelhandel hart. Am Eingang des Luisen Centers in Darmstadt sind die Ein- und Ausgänge markiert, um zu enge Kontakte der Kunden zu vermeiden.  
+
Die Corona-Krise trifft insbesondere den Einzelhandel hart. Am Eingang des Luisen Centers in Darmstadt sind die Ein- und Ausgänge markiert, um zu enge Kontakte der Kunden zu vermeiden. 

Darmstadt

Darmstadt: IHK befragt Unternehmen zur Geschäftslage

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
    schließen

Die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Darmstadt steht ganz im Zeichen der Corona-Krise. Doch einige Unternehmer sehen die Lage für die Zukunft nicht ganz so düster.

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass sich auch die südhessischen Unternehmen „im Ausnahmezustand“ befinden. Doch die Unternehmer scheinen dennoch mit Blick in die Zukunft einen gewissen Optimismus zu verbreiten. Matthias Martiné, der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt, sagte bei der Präsentation des aktuellen Konjunkturberichts, trotz vieler negativer Rückmeldungen machten „einige Ergebnisse Hoffnung“. Denn nur knapp die Hälfte der Unternehmer sehen Grund zur Klage, weniger als befürchtet. Das bedeute, „dass immerhin ein Teil der Befragten die Situation nicht ganz so düster zeichnet und die wirtschaftliche Flamme noch brennt“, so Martiné.

An der Befragung, die von Mitte April bis Mitte Mai erhoben wurde, beteiligten sich 315 Unternehmen im Kammerbezirk. Fast alle Unternehmen beurteilen die derzeitige Lage deutlich schlechter als zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und 2009. Laut IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein befindet sich die südhessische Wirtschaft in einer „tiefgreifenden Rezession, deren Überwindung einer riesigen Kraftanstrengung bedarf“.

Für die Zukunft glauben nur zehn Prozent der Unternehmen an bessere Geschäfte, 58 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Nur zehn Prozent der Unternehmer wollen mehr investieren. Mehr als die Hälfte plant Kürzungen. Und mehr als ein Drittel der befragten Unternehmer wollen sich von Personal trennen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare