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Die Lincoln-Siedlung in Darmstadt als Vorbild für moderne Stadtplanung - unser Bild entstand bei dem bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongress (BUVKO) 2019. 

Darmstadt

Darmstadt: Uni befragt Bewohner der Lincoln-Siedlung

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Ein vom Bund gefördertes Projekt soll den Mobilitätsbedarf in der Darmstädter Lincoln-Siedlung klären.

Die Goethe Universität Frankfurt erforscht das Mobilitätsverhalten in der Darmstädter Lincoln-Siedlung. Ende Februar verteilen die Wissenschaftler vom Institut für Humangeographie 500 Fragebögen an die Haushalte der Siedlung. Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt nach Angaben der Uni Frankfurt etwa 20 Minuten in Anspruch.

„Die Befragung soll neue Erkenntnisse rund um die Themen innenstädtischer Verkehr und Förderung nachhaltiger Mobilität liefern“, erläutert Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch (Grüne). Gefördert wird das Projekt der Uni und des Darmstädter Mobilitätsamtes vom Bundesforschungsministerium.

Darmstadt verzeichnet einen anhaltenden Bevölkerungszuwachs und auch damit verbunden eine Zunahme des motorisierten Individualverkehrs. Gleichzeitig wachsen die Forderungen, die Luftqualität zu verbessern. Bei der Planung der Lincoln-Siedlung als Wohnstandort sei diese Entwicklung bereits berücksichtigt worden, betont Partsch. Das Mobilitätskonzept für die Siedlung – unter anderem Carsharing, Fahrradverleihsysteme und ein gutes Nahverkehrsangebot – wurde 2018 mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis und 2019 mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet.

Allerdings zeigten die Erfahrungen aus anderen Projekten, dass solche Konzepte nur erfolgreich seien, wenn die Sichtweisen der Bewohner einbezogen würden, sagt Marcus Klein, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Frankfurt. Etwa eine Woche nach dem Verteilen der Fragebögen wollen die beteiligten Studenten persönlich für die Teilnahme an der Umfrage werben. Sie gehen von Haustür zu Haustür und besuchen die Bewohner.

Mehr als 50 Jahre lang diente die Siedlung Soldaten der US-Army und deren Familien als Zuhause. Mit dem Truppenabzug im Jahr 2008 wurden die Wohngebäude nicht mehr gebraucht. 2014 begann die Umwandlung zu einem modernen Wohnquartier, die immer noch andauert.  

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