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Beschäftigte der Seniorenresidenz demonstrieren vor dem Justus-Liebig-Haus.

Darmstadt

Darmstadt: Appell des Stadtparlaments zum Wohnpark Kranichstein

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Die Stadtverordneten in Darmstadt verabschieden eine Resolution zur Seniorenresidenz in Kranichstein, in der „eine faire Entlohnung“ für die Beschäftigten gefordert wird.

Beschäftigte des Wohnparks Kranichstein haben vor Beginn der jüngsten Stadtverordnetensitzung vor dem Justus-Liebig-Haus ihre Forderung nach einem Tarifvertrag für die Seniorenresidenz in dem Darmstädter Stadtteil bekräftigt. Einige Mitarbeiter sowie Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hielten Warnschilder mit dem Aufdruck „Tariffreie Zone“ hoch. Auf Initiative der Fraktion Die Linke beschäftigte sich auch das Stadtparlament mit dem Anliegen der Beschäftigten.

Die Seniorenresidenz war im Sommer 2018 vom städtischen Energieversorger Entega an einen privaten Betreiber verkauft worden. Die Beschäftigten berichten davon, dass sich die Arbeitsbedingungen seither noch einmal deutlich verschlechtert haben. Von den einst 190 Beschäftigten würden inzwischen 30 nicht mehr in dem Wohnpark arbeiten.

Mit den Stimmen der grün-schwarzen Koalition, der FDP und der AfD beschlossen die Stadtverordneten mehrheitlich eine Resolution, in der die Arbeit der Beschäftigten als „wichtig und anerkennenswert“ bezeichnet wird. Diese Arbeit „sollte eine faire Entlohnung erfahren“, heißt es in dem von Grünen und CDU formulierten Text. Zugleich wurde an die Verhandlungspartner nachdrücklich appelliert, „eine im Interesse der Bewohner und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter einvernehmliche Einigung zu treffen“.

Keine Mehrheit fand der Resolutionstext der Linken, in dem explizit die Geschäftsführung der Seniorenresidenz aufgefordert werden sollte, den mit Verdi bereits ausgehandelten Haustarifvertrag „endlich abzuschließen“.

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