+
Kapazitäten in den Krankenhäusern sollen stufenweise ausgebaut werden.

Darmstadt

Corona-Pandemie: Klinikum Darmstadt bereitet Katastrophenfall vor

  • schließen

Die Planungen für die Behandlung einer steigenden Zahl von Covid-19-Patienten laufen. Das Klinikum Darmstadt koordiniert die Versorgung in der Region.

Das Klinikum Darmstadt bereitet sich auf die Behandlung von mehr Corona-Patienten vor. Als eine von sechs Kliniken in Hessen ist es ein koordinierendes Krankenhaus und für die Stadt Darmstadt, die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau und den Odenwaldkreis zuständig.

Das heißt, das Darmstädter Klinikum koordiniert 16 Krankenhäuser mit insgesamt 4100 Betten. Es gehe um die Gesundheitsversorgung von einer Million Menschen in Südhessen, teilte das Klinikum mit.

Klinikum Darmstadt sieht sich „gut gerüstet“

Was die Schutzausrüstung betrifft, sieht man sich derzeit „gut gerüstet“, wie Kliniksprecherin Eva Bredow-Cordier auf FR-Anfrage mitteilte. Anfang der Woche sei die von der Bundesregierung avisierte Lieferung für die südhessischen Krankenhäuser, Rettungsdienste und Feuerwehren am Klinikum angekommen: 321 000 chirurgische Schutzmasken. Zudem sei der Zentraleinkauf seit Wochen damit beschäftigt, ausreichend Schutzkittel, Atemschutzmasken und Schutzanzüge zu organisieren.

Gemeinsam mit den anderen koordinierenden Häusern werden jetzt Konzepte für die Versorgung der Patienten erarbeitet. Dabei sollen laut Bredow-Cordier die Patienten so gesteuert werden, dass sowohl Covid-19-Patienten als auch Non-Covid-19-Patienten bestmöglich versorgt werden können. Je nach Schweregrad sollen Corona-Erkrankungen dort behandelt werden, wo die geeigneten Voraussetzungen vorhanden sind. Mit steigender Krankenzahl sollen die Kapazitäten stufenweise gesteigert werden, um auch im Katastrophenfall Patienten bestmöglich zu behandeln.

Materialbestand und Kapazitäten der Kliniken in Südhessen im Fokus

Im nächsten Schritt sollen aus allen Häusern Daten über Materialbestand sowie Kapazitäten an Betten und Personalstärke gesammelt werden. Festgelegt werde dann, an welchen Krankenhäusern weitere zusätzliche intensivmedizinische Kapazitäten geschaffen werden. „Durch diese Schritte ist es möglich, anhand von hessenweit festgelegten Kriterien einen tagesaktuellen Überblick über die medizinische Versorgungssituation zu erhalten, um bei Bedarf rechtzeitig Ressourcen, aber auch Patienten steuern zu können“, sagte Klinik-Geschäftsführer Clemens Maurer.

In Darmstadt waren am Mittwoch (1. April, 14 Uhr) 72 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg 195, Bergstraße 176, Odenwaldkreis 86 und im Kreis Groß-Gerau 209.

Aktueller Ticker:  Corona in Darmstadt und Umgebung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare