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Innerhalb eines Monat wurde auf dem Gelände des Darmstädter Klinikums in Eberstadt eine Pflegeeinrichtung hergerichtet.

Darmstadt

Behelfsklinik in Darmstadt-Eberstadt nimmt Betrieb auf

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Um die Kliniken zu entlasten, ist in der ehemaligen Neurologie in Eberstadt eine Einrichtung mit 100 Pflegebetten geschaffen worden.

Um in der Darmstädter Innenstadt Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zu schaffen, hat die Stadt am Freitag im Stadtteil Eberstadt eine Pflegeeinrichtung in Betrieb genommen. Auf dem bereits vor einigen Monaten vom städtischen Klinikum verlassenen Gelände können nun 100 Betten belegt werden. Auch eine „niederschwellige medizinische Versorgung“ sei dort möglich, heißt es in einer Mitteilung.

Mit dem Behelfskrankenhaus sollen nach Auskunft von Klinikdezernent André Schellenberg (CDU) vor allem die Darmstädter Krankenhäuser während der Corona-Krise entlastet werden. 30 Patienten können in der Einrichtung an ihren Betten auch mit Sauerstoff versorgt werden.

Eberstadt schnell empfohlen

Betrieben wird die Pflegeeinrichtung nach Auskunft eines Stadtsprechers mit Unterstützung von Einsatzkräften diverser Katastrophenschutzzüge sowie freiwilliger Helfer. Das Betriebskonzept für die Interimseinrichtung wurde den Angaben zufolge von der städtischen Marketinggesellschaft, dem Katastrophenschutz und der Darmstädter Berufsfeuerwehr entworfen.

Laut Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) war vor einem Monat der Krisenstab damit beauftragt worden, ein Gebäude für eine Behelfseinrichtung zu finden, um die Krankenhäuser zu entlasten. Eine Fachgruppe habe daraufhin ein Hotel am Karolinenplatz, eine Eberstädter Schule und die ehemalige Neurologie des Klinikums in Eberstadt besucht und schnell empfohlen, das ehemalige Klinikgebäude instandzusetzen und als Behelfseinrichtung technisch herzurichten.

Gute Ausstattung

Das Haus verfügt neben den 100 bezugsfertigen Betten über 20 weitere einfache Betten, die auch das Personal zum Ausruhen nutzen kann. Für 30 Patienten ist zudem spezielles Zubehör für die Sauerstoffversorgung bestellt worden. Jede der vier Etagen verfügt über Kühlschränke, je eine Geschirrspülmaschine und zwei Spülmaschinen für sogenannte Bettpfannen. Dem Personal stehen Aufenthaltsräume und Umkleidemöglichkeiten im Keller zur Verfügung. Für die Logistik sind zwei Aufzüge in Betrieb genommen worden, mit denen die Krankenbetten transportiert werden können. Für die IT-Infrastruktur wurden zudem Internet, Computer und je ein Festnetzanschluss installiert.

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