Stadtentwicklung

Begegnungszentrum auf Brachfläche

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Die Stadt Darmstadt, die Technische Universität und die Bauverein AG haben sich über die Zukunft des „Saladin-Eck“-Grundstücks gegenüber dem Darmstädter Schloss geeinigt.

Die Stadt, die Technische Universität (TU) Darmstadt und die Bauverein AG haben nach zwei Jahren ihre Verhandlungen über die Zukunft einer der auffälligsten Brachflächen in der Innenstadt beendet. Auf dem Grundstück des „Saladin-Ecks“, das sich neben dem Gasthaus „Goldene Krone“ und gegenüber dem Schloss befindet, soll die TU, wie geplant, ein Internationales Begegnungs- und Servicezentrum für ausländische Studierende und Forscher errichten, sofern die städtischen Gremien zustimmen. Das Gesamtgrundstück „Saladin-Eck“ besteht aus drei Teilflächen. Eigentümer sind die Stadt und der Bauverein.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) teilte am Montag mit, die Stadt habe „ein großes Interesse daran, auf dem Grundstück eine sinnvolle und stadtplanerisch hochwertige Entwicklung zu ermöglichen“. Diesem Ziel sei man nun „ein gutes Stück näher gekommen“. Laut Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU) sind die Kaufverträge bereits ausgehandelt worden. Eine Gremien-Vorlage werde derzeit vorbereitet. Vor diesem Hintergrund stehe einem Verkauf und einer zügigen Entwicklung des Geländes durch die TU „nichts mehr im Wege“, so Partsch und Schellenberg.

Die TU beabsichtigt, auf dem Gelände, wo sich bis 2006 das Elektrofachgeschäft Saladin befand, ein Zentrum für ihre ausländischen Studierenden und Wissenschaftler einzurichten, die zu Gast an der Universität sind. Das Vorhaben wird von der Stadt unterstützt. Die TU hat zudem zugesagt, sich bei der Planung und Errichtung des Gebäudes an den Ergebnissen des 2015 ausgelobten Realisierungswettbewerbs zu orientieren und die Öffentlichkeit über die Bebauung und Nutzung des Gebäudes zu informieren.

TU-Sprecher Jörg Feuck sagte auf Anfrage, die Pläne für die 619 Quadratmeter große Baufläche und das einst geplante Büro- und Geschäftshaus würden vom siegreichen Berliner Büro „studioinges Architektur und Städtebau“ nochmals überarbeitet. TU-Kanzler Manfred Efinger hofft unterdessen, das Projekt nun „zügig“ realisieren zu können. In direkter Nachbarschaft zum TU-Standort im Schloss und zum Campus Stadtmitte könnten künftig wichtige Serviceeinheiten der Universität gebündelt untergebracht werden. Als Beispiele nannte Efinger das Welcome Centre für internationale Studierende und Wissenschaftler sowie Beratungsangebote zu Fragen wie Wohnen oder Austauschprogrammen mit Partner-Universitäten weltweit.

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