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Starkenburg-Kaserne Darmstadt: Neues Quartier zum Wohnen und Arbeiten geplant

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Von: Jens Joachim

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Das 30 Hektar große Areal der Starkenburg-Kaserne soll bis zum Jahr 2031 für die zivile Nutzung freigegeben werden.
Das 30 Hektar große Areal der Starkenburg-Kaserne soll bis zum Jahr 2031 für die zivile Nutzung freigegeben werden. © Rolf Oeser

Bürgerinnen und Bürger in der Darmstädter Waldkolonie wollen bei der Planung eines neuen Stadtteils auf dem Kuhnwaldt-Gelände und dem Areal der Starkenburg-Kaserne mitgestalten.

In der Darmstädter Waldkolonie herrscht ein reges Interesse, die für die nächsten Jahren geplante weitere städtebauliche Entwicklung im westlichen Teil der Stadt aktiv und konstruktiv mit eigenen Ideen mitzugestalten. Das wurde am Donnerstagabend bei einer von der Stadt veranstalteten digitalen Bürgerbeteiligung deutlich, bei der es um die künftige Entwicklung des Kuhnwaldt-Geländes und des südlich angrenzenden Areals der Starkenburg-Kaserne ging.

Oberbürgermeister Jochen Partsch, Bürgermeisterin Barbara Akdeniz und Baustadtrat Michael Kolmer (alle Grüne) sprachen von einer „Riesenchance“ und einem „großen Potenzial“ für die weitere Stadtentwicklung. Vorgesehen ist nach den Worten des Oberbürgermeisters, in den nächsten fünf bis zehn Jahren die freiwerdenden Flächen nordwestlich des Darmstädter Hauptbahnhofs im Zuge eines Bauleitplanverfahrens als modernes Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten umzugestalten.

Darmstadt: Neues Quartier auf Kuhnwaldt-Areal und Gelände der Starkenburg-Kaserne

Beim Kuhnwaldt-Gelände handelt es sich um ein zwölf Hektar großes Areal, das nach einer früheren Spedition benannt ist. Das Areal wird von Autologistik-Unternehmen genutzt. Zusammen mit dem 30 Hektar großen Gelände der Starkenburg-Kaserne ist die Fläche nach Angaben von Stadtrat Kolmer größer als das 38 Hektar umfassende Johannesviertel.

Um die städtebauliche Umstrukturierung des ehemaligen Bahngeländes und der Gewerbefläche überwiegend zu Wohnzwecken zu erreichen, hat das Stadtparlament im Juni 2019 einen Aufstellungsbeschluss für den entsprechenden Bebauungsplan gefasst. Ziel der Planungen ist es laut Partsch, „dem anhaltend hohen Bedarf an Wohnungen nachzukommen“.

Derzeit befindet sich auf dem Gelände der Starkenburg-Kaserne ein Panzerreparaturwerk der Heeresinstandsetzungslogistik.
Derzeit befindet sich auf dem Gelände der Starkenburg-Kaserne ein Panzerreparaturwerk der Heeresinstandsetzungslogistik. © Rolf Oeser

Darmstadt: Neue Pläne für das Kuhnwaldt-Areal und die Starkenburg-Kaserne

Auf der Basis eines städtebaulichen Konzepts sollen nun die Art und das konkrete Ausmaß der Nutzung des Geländes im folgenden Bauleitplanverfahren geklärt werden. Dabei müssen etwa artenschutzrechtliche Belange, der Bahnlärm oder auch die Geruchsbelastungen durch die benachbarte Kläranlage beachtet werden, wie Holger Grobe vom Büro Planquadrat sagte. Das Darmstädter Architektur- und Stadtplanungsbüro berät und unterstützt die Stadt und die Firma Aurelis, die Eigentümerin der ehemaligen Bahnflächen ist, bei Bestandsaufnahme, Analyse und Begutachtung des Baugebiets.

Vorgesehen ist nun, verschiedene Gutachten zusammenzufassen, ein städtebauliches Fazit in einer Machbarkeitsstudie zu ziehen, einen städtebaulichen Wettbewerb für die zu bebauenden Flächen auszuloben, um dann ein Bauleitplanverfahren einleiten zu können.

Bei der Veranstaltung der Stadt am Donnerstagabend, für die sich mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger interessierten, sprachen sich einige für den Erhalt eines Sportplatzes, die Schaffung eines attraktiven Quartierzentrums sowie für genügend Sport- und Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche aus.

Lesen Sie weiter: Nachschub für die Truppe - Bundeswehr setzt auf Pfungstadt: Die Bundeswehr verlegt ihr Instandsetzungswerk von der Starkenburg-Kaserne in Darmstadt nach Pfungstadt.

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