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Derzeit werden am Böllenfalltor Fundaments- und Gründungsarbeiten durchgeführt.

Darmstadt

Bau der neuen Gegengerade kommt voran

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Nach dem letzten Heimspiel der Darmstädter Lilien in anderthalb Wochen  werden Teile für die neue Stehplatztribüne am Böllenfalltor montiert.

Knapp fünf Monate nach dem Beginn des Umbaus der bislang unüberdachten Gegengerade im Stadion am Böllenfalltor blicken Fans des Fußballzweitligisten SV Darmstadt seit etlichen Wochen bange auf einen großen modellierten Erdhaufen. Aus Sicht der Lilienfans hat sich seit dem Beginn des Abrisses der großen Stehplatztribüne beim geplanten Neubau der überdachten Gegengeraden noch nicht viel getan. Nachdem im Dezember die sogenannten Wellenbrecher – Metallstangen, an denen sich Zuschauer anlehnen konnten – demontiert und die maroden Betonstufen mit Hilfe von Baggern zusammengeschoben, zertrümmert und abgeräumt worden sind, wurde der Untergrund für die Fundamentarbeiten vorbereitet.

Seit einigen Wochen hübscht die Marketingabteilung des Sportvereins die unansehnliche Brachfläche damit auf, indem bei den Heimspielen große weiße Buchstaben aufgestellt werden, die das Wort „Bölle“ sehr auffällig zeigen. Zudem wird die unbebaute Gegengerade zum Teil als weitere Werbefläche genutzt.

Der Umbau 

Der Umbau Stehbereich der neuen Gegengerade soll zum Start der Saison 2019/20 in Betrieb genommen werden.

Die komplette Tribüne mit den Sitzplätzen im Oberrang soll im Optimalfall bis Ende 2019 fertiggestellt werden.

Der Umbau der Haupttribüne startet dann nach Abschluss des ersten Bauabschnitts. 

In den vergangenen Wochen ist nach Auskunft von Gunter Weyrich, dem Direktor des für den Umbau zuständigen Frankfurter Architekturbüros „1100 Architekten“, vor allem am Fundament für die Stehplatztribüne gearbeitet worden. Weyrich sagte der FR am Dienstag, die Fundament- und Gründungsarbeiten seien inzwischen „fast erledigt“. Auch die Fertigteile für die untere Hälfte der Gegengerade seien bereits produziert, so dass diese nach dem letzten Heimspiel gegen Erzgebirge Aue in anderthalb Wochen geliefert und dann montiert werden könnten. Die hierfür erforderlichen Stahlträger würden zudem schon bei der Darmstädter Firma Donges bereit liegen, so Weyrich.

Nach dem letzten Heimspiel der Saison sei zudem geplant, auch den letzten Teil der alten Gegengeraden – der Bereich, der den Gästefans vorbehalten ist – abzureißen. Weyrich wollte sich allerdings auf Nachfrage nicht festlegen, ob, wie geplant, zum Beginn der neuen Saison der komplette Stehplatzbereich auf der Gegengeraden den Fans zur Verfügung stehen wird. Die Arbeiten seien aber „gut im Zeitplan“.

Der komplette Umbau des Stadions wird, wie berichtet, viel teurer als zunächst kalkuliert. Das Vorhaben hat sich von 28,5 auf rund 40,5 Millionen Euro um mehr als 40 Prozent verteuert. Der städtische Zuschuss liegt inzwischen bei 21 Millionen Euro.

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