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Maskenpflicht gilt in der gesamten Darmstädter Innenstadt.
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Maskenpflicht gilt in der Darmstädter Innenstadt.

News-Ticker

500 Impfungen täglich im Corona-Impfzentrum in Darmstadt geplant

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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  • Jens Joachim
    Jens Joachim
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Das für ganz Südhessen zuständige regionale Impfzentrum im Kongresszentrum in Darmstadt nimmt am 19. Januar den Betrieb auf. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigen weiter an. Sehr angespannt ist die Situation nach wie vor in den Krankenhäusern, weil alle Intensivbetten belegt sind.

  • Die einsatzbereiten Impfzentren in den südhessischen Landkreisen bleiben vorerst geschlossen..
  • Sieben-Tage-Inzidenzen in Darmstadt und im Kreis Darmstadt-Dieburg deutlich rückläufig.
  • Bislang mehr als 650 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Südhessen.

Covid-19 Fallzahlen - Stand: 14.01.2020 - 0.00 Uhr (Quellen: Robert-Koch-Institut, Stadt Darmstadt und Kreise)

Stadt/KreisZahl der Neuinfektionen7-Tages-InzidenzTodesfälle seit MärzFälle seit März kumuliert
Darmstadt20103,2 (-5)84 (+2)3.230
Kreis Darmstadt-Dieburg2893,0 (-17,1)145 (+2)6.212
Kreis Groß-Gerau95152,7 (+7,6)151 (+1)7.724
Kreis Bergstraße86181,5 (-4,8)147 (+1)5.645
Odenwaldkreis14143,7 (-20,7)135 (+2) 2.609

Die obige Auflistung der Corona-Fallzahlen bezieht sich - sofern sich Abweichungen mit den Angaben des RKI ergeben - auf die aktuelleren Zahlen der Gesundheitsämter in Darmstadt, Groß-Gerau, Erbach und Heppenheim.

„Mir tut das so leid, dass wir die Menschen in den Pflegeeinrichtungen nicht besser schützen können.“

Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg

+++ Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Südhessen gibt es auch auf den Sonderseiten der Stadt Darmstadt, des Landkreises Darmstadt-Dieburg, des Kreises Groß-Gerau, des Kreises Bergstraße und des Odenwaldkreises. +++

Update vom Donnerstag, 14.01.2021, 15.55 Uhr: Termine für eine Impfung im Impfzentrum Darmstadt im Wissenschafts- und Kongresszentrum „Darmstadtium“, Schloßgraben 1, können seit Dienstag über die Hotline 0611 / 505 92 888 bzw. 116 117 sowie online über impfterminservice.hessen.de vereinbart werden. Am Donnerstagnachmittag war die Terminplattform allerdings wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) und die Landräte der vier südhessischen Landkreise äußerten am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung: „Termine die über die Hotline oder das Internet vereinbart wurden, werden uns jetzt laufend übermittelt“. Dabei sei es „leider auch zu Doppelvergaben von Terminen gekommen“ und es hätten auch einige Personen „gleich mehrere Termine bekommen“.

Klar sei, dass es sich bei der Impfkampagne um eine „logistische Herkulesaufgabe“ handele, so der OB und die vier Landräte. „Wir setzen aber darauf, dass hier die Anlaufschwierigkeiten durch das Land schnellstmöglich korrigiert werden“, erklären der Rathaus- und die Kreishauschefs, die einerseits um Verständnis für die „Anlaufschwierigkeiten“ werben und dazu appellieren, sich impfen zu lassen. 

Inzidenzen in Darmstadt und im Kreis Darmstadt-Dieburg deutlich rückläufig

In Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg hat sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen deutlich verringert. In Darmstadt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 103 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche und im Kreis Darmstadt-Dieburg sogar bei 93 Fällen. Damit befinden sich die Stadt und der Landkreis zusammen mit dem Hochtaunuskreis (90) und dem Schwalm-Eder-Kreis (102) in der Spitzengruppe der Gebietskörperschaften in Hessen mit der niedrigsten Inzidenz.

In Darmstadt, dem Kreis Darmstadt-Dieburg und im Odenwald wurden am Mittwoch (Stand: 14.01.: 0.00 Uhr) jeweils zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert und in den Kreisen Groß-Gerau und Bergstraße jeweils ein Fall. Laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Heppenheim handelte es sich bei der oder dem Verstorbenen um eine 72-jährige Person aus Lindenfels.

Aus dem Kreis Bergstraße befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung in Heppenheim derzeit weiterhin 71 Personen mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung. Dort sind zudem vier Pflegeeinrichtungen in Bensheim, Heppenheim, Lampertheim und Grasellenbach aktuell von Corona-Infektionen betroffen. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Bergstraße etwas weniger als 500 Neuinfektionen.

Der Odenwaldkreis teilte am Donnerstagmorgen mit, die beiden mit einer Coronavirus-Infektion verstorbenen Personen seien über 90 Jahre alt und zwischen 60 und 69 Jahre alt gewesen. Derzeit gelten im Odenwald rund 250 Menschen als akut infiziert.

In den vergangenen sieben Tagen hat das Gesundheitsamt des Odenwaldkreises in Erbach 141 neue Corona-Fälle registriert. Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum in Erbach werden derzeit 23 Patient:innen betreut. Davon benötigen nach Angaben er Pressestelle des Landkreises acht eine intensivmedizinische Behandlung. Bei einer Person stehe das Testergebnis noch aus. In Krankenhäusern außerhalb des Kreises werden zehn weitere Patienten behandelt. In Quarantäne sind ganz oder teilweise das Blaue Haus und das Haus Bergpension in Bad König sowie das Haus am See in Höchst.

Corona in Darmstadt: Bislang über 1900 Impfungen

+++ 18.00 Uhr: Bislang sind in den Alten- und Pflegeheimen sowie in den Kliniken in Darmstadt nach einer Mitteilung der Stadt mehr als 1900 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden.

Unterdessen hat sich Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) mit den vier Landräten der benachbarten Kreise Darmstadt-Dieburg, Odenwald, Groß-Gerau und Bergstraße zu einem gemeinsamen Vorgehen hinsichtlich der regionalen Impfungen abgestimmt. Nach Angaben Partschs steht vom kommenden Dienstag, 19. Januar, an mit dem Wissenschafts- und Kongresszentrum „Darmstadtium“ ein auch mit dem öffentlichen Personennahverkehr sehr gut erreichbares Impfzentrum zur Verfügung, das auch über ausreichende Auto-Parkmöglichkeiten verfüge.

Zur Frage von Fahrdiensten und Taxi-Nutzungen erklärte Partsch: „Wir müssen seitens der Stadt keinen eigenen Fahrdienst aufbauen, da das Land Hessen gegenüber den Impfberechtigten, also im Moment der über 80-Jährigen klar formuliert hat, dass Fahrkosten zur Impfung, also etwa anfallende Taxi-Kosten von den Krankenkassen oder im Bedarfsfall vom Land bezahlt werden. Das ist für immobile ältere Bürgerinnen und Bürger eine wichtige und gute Nachricht.“ 

Corona in Darmstadt: Situation in Kliniken bleibt angespannt

Nach Einschätzung des Darmstädter Gesundheitsamtes bewegt sich die Entwicklung der Fallzahlen mit 150 bis 200 Fällen pro Woche „weiterhin auf dem Niveau der letzten sieben bis zehn Tage“. 

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Situation nach Angaben der Stadt weiterhin „angespannt“. Nach wie vor stelle nicht nur das Infektionsgeschehen bei den Patientinnen und Patienten sondern auch beim Personal die Kliniken vor „große Herausforderungen“. Auf den Normal- und den Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 64 (12), im Elisabethenstift 22 (5) und im Alice-Hospital 5 (0) Covid-19-Patientinnen und Patienten. In den Kinderkliniken befindet sich derzeit ein Patient. 

Darmstadt: Präsenzquote in Schulen liegt bei einem Fünftel

In den Darmstädter Schulen ist die Situation nach Einschätzung des Schuldezernats nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebs „vergleichsweise ruhig“. In den Jahrgängen 1 bis 6 liege die Präsenzquote derzeit bei rund 20 Prozent und damit etwas höher als vor Weihnachten, als in den Schulen etwa 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler in den betreffenden Klassenstufen anwesend waren. Allerdings schwanke die Auslastung stark zwischen den einzelnen Schulen und liege zwischen 2 und 25 Prozent. Nach wie vor gelte auch hier der Appell, die Kinder nach Möglichkeit zu Hause unterrichten zu lassen und zu betreuen, so die Stadt.

Darmstadt: Mehr als ein Drittel der KInder werden in Kitas betreut

In den städtischen Kitas waren am Mittwoch, 13. Januar, 37 Prozent der Kinder anwesend. Das Kinder- und Jugenddezernat bewertet dies „positiv“. Als ebenfalls „sehr gute Entwicklung“ wird angemerkt, dass die hessische Landesregierung inzwischen entschieden habe, sich auch am Ausfall der Entgelte für die Kinderbetreuung zu beteiligen, wenn Eltern sich dafür entschieden die Kinder zu Hause zu betreuen.

Die Stadt selbst hatte nach eigenen Angaben bereits zu Beginn der Pandemie, „die Bereitschaft signalisiert, denjenigen Eltern, die ihre Kinder nicht in die Betreuung geben, entgegenzukommen“. Auch hier gelte aufgrund des nach wie vor sehr hohen Infektionsgeschehens die „Maßgabe, den Betreuungsanspruch derzeit nur in absoluten Notfällen in Anspruch zu nehmen“, heißt es seitens der Stadt. 

Corona in Südhessen: 19 weitere Todesfälle

Update vom Mittwoch, 13.01.2021, 9.55 Uhr: Im Kreis Bergstraße sind fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden. Laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Heppenheim handelt es sich bei den Verstorbenen um eine 86-jährige und eine 82-jährige Person aus Bensheim, eine 83-jährige Person aus Bürstadt, eine 77-jährige Person aus Wald-Michelbach und eine 95-jährige Person aus Lampertheim.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin meldete am Mittwochmorgen zudem vier weitere Corona-Todesfälle für die Stadt Darmstadt, sechs für den Kreis Darmstadt-Dieburg, drei für den Kreis Groß-Gerau und einen für den Odenwaldkreis.

Der Odenwaldkreis teilte am Mittwochmorgen mit, die mit einer Coronavirus-Infektion verstorbene Person gehörte zur Altersgruppe der 80- bis 89-Jährigen und habe in einem Pflegeheim gelebt. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus liegt nun bei 133. Von den knapp 2600 Menschen, die sich bislang mit dem Coronavirus infiziert haben, seien inzwischen fast 2200 Personen genesen. Derzeit gelten im Odenwald 268 Menschen als akut infiziert.
 
In den vergangenen sieben Tagen hat das Gesundheitsamt des Odenwaldkreises in Erbach 159 neue Corona-Fälle registriert. Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum in Erbach werden 25 Patient:innen betreut. Davon benötigen nach Angaben er Pressestelle des Landkreises acht eine intensivmedizinische Behandlung. In Krankenhäusern außerhalb des Kreises werden zehn weitere Patienten behandelt. In Quarantäne sind ganz oder teilweise das Blaue Haus und das Haus Bergpension in Bad König sowie das Haus am See in Höchst.

Während die Kreisverwaltungen in Heppenheim im Kreis Bergstraße und in Erbach im Odenwaldkreis täglich detailliert und zahlenbasiert zu den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sowie zum Infektionsgeschehen in den Schulen, Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften Stellung nehmen, gibt es hierzu seitens der Gesundheitsämter sowie der Pressestellen der Stadt- und Kreisverwaltungen in Darmstadt und Groß-Gerau schon seit Monaten keine näheren Informationen.,

Mehr als 1900 Impfungen im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Update vom 12.01.2021, 20.00 Uhr: Bis Dienstagabend wurden im Landkreis Darmstadt-Dieburg laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Darmstadt 1.904 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Zu den Geimpften gehörten den Angaben zufolge Menschen, die in den Alten- und Pflegeeinrichtungen leben und arbeiten, sowie weitere, die „nah am Menschen arbeiten“ und gemäß der Impfvorgaben des Bundes und des Landes unter die Priorität 1 fallen.

Derzeit werden nach Angaben des Kreises Darmstadt-Dieburg in den Kreiskliniken 41 Patientinnen und Patienten behandelt, bei denen die durch das Coronavirus die Lungenkrankheit Covid-19 ausgelöst wurde. 20 positiv auf Covid-19 getestete Menschen werden in der Kreisklinik Groß-Umstadt auf der Normalstation und drei weitere auf der Intensivstation versorgt. In der Kreisklinik in Seeheim-Jugenheim werden nach Angaben der Kreisverwaltung 18 Patientinnen und Patienten intensivmedizinisch betreut. 

71 Personen aus dem Kreis Bergstraße befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung in Heppenheim derzeit mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung. Dort sind zudem drei Pflegeeinrichtungen in Bensheim, Lampertheim und Grasellenbach aktuell von Corona-Infektionen betroffen. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Bergstraße mehr als 500 Neuinfektionen.

Corona-Impfzentrum im Darmstadtium öffnet am 19. Januar

+++ 20.30 Uhr: Das vorerst für ganz Südhessen zuständige Impfzentrum im Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadtium nimmt am Dienstag, 19. Januar, seinen Betrieb auf. Geimpft werden sollen dort Menschen aus Darmstadt und den vier südhessischen Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße und Odenwald. Die einsatzbereiten Impfzentren in den vier Landkreisen bleiben vorerst geschlossen.

Der Covid-19-Krisenstab der Stadt Darmstadt teilte am Montag mit, dass für die gesamte Region Südhessen pro Woche 3500 Impfdosen zur Verfügung stehen sollen, was zu einer maximalen Auslastung von 500 verabreichten Impfungen pro Tag führe. Mitte Dezember hatte sich die Stadt bereits darauf eingestellt, im Darmstadtium täglich bis zu 1000 Impfungen allein für die Bürgerinnen und Bürger aus Darmstadt zu verabreichen.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), teilte zudem mit, dass die Stadt bei den kommenden zwei Impfstoff-Lieferungen zusätzliche 1000 Impfdosen erhalten werde, um das Personal in Pflegeheimen, Kliniken und bei den Notdiensten impfen zu können.

Termine für die Impfungen im Darmstadtium sollen von diesem Dienstag, 12. Januar an, über das Onlineportal https://impfterminservice.hessen.de vergeben werden. Das Impfzentrum wird an allen Tagen von 9.30 bis 17.30 Uhr geöffnet sein.  

Nach Angaben des Darmstädter Gesundheitsamtes setzt sich der in der vergangenen Woche angedeutete Trend fort, dass nach den Feiertagen wieder mehr Corona-Infektionen bei einer gestiegenen Anzahl von festgestellt würden. Dadurch steige die Inzidenz langsam wieder auf den Stand vor Weihnachten an.

Corona in Darmstadt: Lage in Kliniken weiterhin „sehr angespannt“

In den Darmstädter Kliniken ist die Situation nach Angaben der Stadt „weiter sehr angespannt“. Auch wenn die Fallzahlen derzeit „auf hohem Niveau stabil“ seien, gelte es nach Ansicht der Kliniken weiterhin „sehr sorgsam zu sein“. Auf den Normal- (und den Intensivstationen) befinden sich im Klinikum Darmstadt 68 (12), im Elisabethenstift 15 (3) und im Alice-Hospital 8 Patientinnen und Patienten, die an der durch das Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 leiden.

Eine erste Zwischenbilanz zum Start des Schulunterrichts und der Betreuung in den Kitas in dieser Woche will der Krisenstab voraussichtlich während der nächsten Zusammenkunft am kommenden Mittwoch ziehen.

Corona an der Bergstraße: Vier weitere Todesfälle

+++ 19.30 Uhr: Der Kreis Bergstraße meldete am Montagabend vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bei den Verstorbenen handele es sich um 79-jährige Person aus Groß-Rohrheim, eine 85-jährige Person aus Lampertheim, eine 88-jährige Person aus Bensheim und eine 81-jährige Person aus Viernheim, teilte die Kreisverwaltung in Heppenheim mit.

Aktuell von Corona-Infektionen betroffen seien sechs Pflegeeinrichtungen in Groß-Rohrheim, Heppenheim, Bensheim, Bürstadt, Grasellenbach und Lampertheim. Derzeit befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung 76 Menschen mit einer bestätigten Corona-Infektion aus dem Kreis Bergstraße in Krankenhäusern.

Kreise Bergstraße und Odenwald näher sich wieder der höchsten Warnstufe

In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Bergstraße exakt 500 Neuinfektionen, so dass die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen wieder auf 184 gestiegen ist und sich allmählich wieder dem Schwellenwert der höchsten Stufe schwarz von 200 nähert, bei dem nach dem Eskalationskonzept des Landes wieder eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr sowie ein ganztägiges Alkoholkonsum- und -verkaufsverbot eingeführt werden müssen, so bald der Wert drei Mal überschritten worden ist. Gleiches gilt für den Odenwaldkreis, wo ebenfalls wieder ein Wert von über 180 erreicht wurde.

Corona in Pflegeheim im Odenwald: Heimleiter beschwert sich über Kontrollen

Mit Unverständnis hat Frank Matiaske (SPD), der Landrat des Odenwaldkreises, auf die öffentliche Kritik des Heimleiters eines Pflegeheims in Lützelbach reagiert, dass dieses beim dortigen Ausbruch des Coronavirus vom Gesundheitsamt kontrolliert worden sei. In einer Mitteilung Matiaskes heißt es: „Selbstverständlich ist es eine wichtige Aufgabe des Gesundheitsamtes, Pflegeheime gerade dann zu kontrollieren, dringend gebotene Erfordernisse schnell festzuhalten und dadurch mitzuhelfen, Ausbruchsgeschehen einzudämmen.“
 
Damit reagierte Matiaske auf Vorhaltungen aus dem Haus Geist in Lützelbach, die Kreisverwaltung habe das Heim nicht gut genug unterstützt und durch eine Kontrolle zwei Mitarbeiter in Anspruch genommen, die dringend in der Pflege und in der Verwaltung gebraucht worden wären. Die Auffassung des Landrats lautet indes: „Dass Heime begutachtet werden, auch bei Routinekontrollen, muss gerade in diesen Monaten auch im besonderen Interesse von Heimleitungen liegen.“

Corona in Darmstadt-Dieburg: Todesnachrichten wurden gesammelt

+++ 18.45 Uhr: Zur Nachmeldung der Todesfälle hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg am frühen Montagabend auch eine separate Pressemitteilung auf seiner Internetseite veröffentlicht. Darin wird bekräftigt, dass am Samstag „kein Corona-Todesfall“ im Landkreis verzeichnet wurde. Bei den 22 Fällen, die in den Statistiken des RKI und des hessischen Sozialministeriums vermerkt worden seien, habe es sich „ausschließlich um Nachmeldungen aus den vergangenen vier Wochen“ gehandelt. Entgegen der Meldung einer Zeitungsmeldung ließen sich auch „keine Rückschlüsse auf eine einzelne Einrichtung oder ein singuläres Ereignis ziehen“.

Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) äußerte, er rechne damit, dass durch entsprechende Nachmeldungen „die Systeme bis Mitte Januar ausreichend bereinigt sind, um wieder einen klaren Blick auf die Lage zu bieten.“ Weltweit sei zu beobachten, dass die Pflegeheime der „verwundbarste Punkt im Infektionsgeschehen“ sei. „Wir müssen uns immer daran erinnern, dass wir es mit einer tödlichen Krankheit zu tun haben, die bei den Ältesten in der Gesellschaft erbarmungslos zuschlägt“, teilte Schellhaas mit. Er hoffe und vertraue darauf, dass mit der aktuellen Impfkampagne die „Wende in dieser tragischen Entwicklung“ eingeleitet werden könne.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Verzögerte Eingabe von Todesfällen

+++ 16.20 Uhr: Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es keinen Hotspot mit besonderes vielen Corona-Todesfälle in Hessen: Über die am Samstag von den Behörden gemeldeten 22 Menschen, die im Landkreis an oder mit einer Corona-Infektion verstorben sind, hat Stefan Weber, der Sprecher der Kreisverwaltung in Darmstadt, am Montagnachmittag mitgeteilt, dass am Freitag die in den vergangenen vier Wochen gesammelten Todesnachrichten in das entsprechende Meldesystem eingegeben worden seien.

Der Kreissprecher erläuterte auf Anfrage der Frankfurter Rundschau, dass die Todesfälle in den Kliniken sofort in das Meldesystem eingegeben würden. Die Todesfälle im häuslichen Bereich und in den Pflegeheimen müssten zunächst mittels einer Leichenschau bestätigt und von den kommunalen Standesämtern erfasst werden.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Viele Tote in Pfegeheimen

Mit einer gewissen Verzögerung würden die Fälle dann dem Gesundheitsamt in Darmstadt übermittelt und dann in das Meldesystem eingetragen. Wegen der Feiertage seien die in den vergangenen vier Wochen eingegangenen Todesnachrichten dann offenbar erst am Freitag übermittelt und in das System eingegeben worden.

Seit Beginn der Pandemie im März vorigen Jahres hat das Gesundheitsamt in Darmstadt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg 137 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert. Laut Kreissprecher Weber hatten zuvor 116 in Pflegeeinrichtungen gelebt.

Vorstöße gegen Corona-Verordnung: Polizei-Einsatz in Rüsselsheim

Update vom Montag, 11.01.2021, 14.55 Uhr: In einem geschlossenen Café am Berliner Platz in Rüsselsheim haben Polizeibeamte am späten Samstagabend gegen 22.45 Uhr neun Personen entdeckt. Gegen die neun Frauen und Männer im Alter zwischen 34 und 70 Jahren sei Anzeige erstattet worden, weil sie gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen verstoßen hätten, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Café-Besucherinnen und Besucher hätten weder Mund-Nasen-Bedeckungen getragen noch hätten sie den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand eingehalten. Die Personen erhielten von der Polizei darüber hinaus einen Platzverweis.

Corona an der Bergstraße: Zwei weitere Todesfälle

+++ 21.00 Uhr: Im Kreis Bergstraße sind zwei weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es handele sich um eine 83-jährige Person aus Bensheim und um eine 91-jährige Person aus Viernheim, teilte die Kreisverwaltung in Heppenheim am Sonntagabend mit. Seit Beginn der Pandemie sind an der Bergstraße inzwischen 137 Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben.

Klaus Peter Schellhaas (SPD), der Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg kündigte am Sonntagabend via Facebook, Instagram und auf seinem Landrat Blog an, am Montag werde es nähere Informationen über die hohe Anzahl an Verstorbenen geben. Am Samstag hatte der Kreis 22 Todesfälle gemeldet - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: 22 Tote in stationären Einrichtungen

Letztes Update vom Sonntag, 10.01.2021, 10.00 Uhr: Rasante Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens im Landkreis Darmstadt-Dieburg: Binnen eines Tages sind 22 Menschen mit oder an einer Coronavirus-Infektion gestorben. So viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie im Frühjahr vorigen Jahres.

Entsprechende Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin hat Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) am Samstagabend bestätigt. Nähere Angaben zum Alter und zum bisherigen Wohnort der Verstorbenen machte der Landrat nicht. Denn auf Facebook schrieb Landrat Schellhaas: „Heute ist ein trauriger Tag! 22 verstorbene Menschen muss ich heute melden. Mir tut das so leid, dass wir die Menschen in den Pflegeeinrichtungen nicht besser schützen können.“ Alle 22 Verstorbenen kämen aus „stationären Einrichtungen“.

Corona in Südhessen: Behörden melden 33 Todesfälle

Der Kreis Bergstraße hatte am Freitagabend vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet und der Odenwaldkreis am Samstag zwei. Bei den Verstorbenen habe es sich um eine 70-jährige Person aus Lampertheim, eine 64-jährige Person, eine 69-jährige Person sowie eine 80-jährige Person aus Wald-Michelbach gehandelt, teilte die Kreisverwaltung in Heppenheim mit. Die beiden Verstorbenen im Odenwald gehörten zur Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen, die beide im häuslichen Bereich gelebt hätten, so die Kreisverwaltung in Erbach mit.

Für den Kreis Groß-Gerau meldete das RKI am Samstag drei weitere Todesfälle und für die Stadt Darmstadt zwei, so dass binnen eines Tages in ganz Südhessen 33 weitere Todesfälle von den Behörden registriert wurden. Die Pressestellen der Kreisverwaltung in Groß-Gerau und der Stadt Darmstadt machen schon seit Monaten keine näheren Angaben zu den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Darmstadt-Dieburger Landrat kritisiert Land wegen Beschluss zu Impfzentren

Der Darmstadt-Dieburger Landrat Schellhaas äußerte am Samtagabend ferner, dass es so wichtig wäre, über mehr Impfstoff zu verfügen. „Wir brauchen mehr Impfstoff und das schnell“, schrieb Schellhaas auf seinem Facebook-Account. In den Kreiskliniken befanden sich am Samstag nach seinen Angaben 41 Menschen in Behandlung. 20 auf der Covid-19-Station in Groß-Umstadt und weitere drei auf der Intensivstation. In Seeheim-Jugenheim seien 18 Personen in intensivmedizinischer Behandlung.

Landrat Schellhaas kritisierte zudem, dass am 19. Januar in Hessen nur die Impfzentren in den großen Städten öffnen werden. Für Südhessen befindet sich das regionale Impfzentrum im Wissenschafts- und Kongresszentrum „Darmstadtium“. Dass das Land die Bitte aller hessischen Landräte abgelehnt habe, auch die Impfzentren in den Landkreisen zu aktivieren, könne er nicht verstehen, äußerte Schellhaas.

Kreis Bergstraße hebt Allgemeinverfügung auf

Der Kreis Bergstraße hat am Samstag mit einer Eilbekanntmachung die Allgemeinverfügung zur Anordnung von Wechsel- und Hybridunterricht an Schulen ab der Klassenstufe 8 vom 20.12.2020 mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Corona im Odenwald: Vier Pflegeheime in Quarantäne

Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum des Odenwaldkreises in Erbach wurden am Freitag nach Angaben der Kreisverwaltung 28 Patientinnen und Patienten betreut, am Samstag waren es dann 25. Davon benötigten sechs am Freitag eine intensivmedizinische Behandlung, am Samstag dann sieben. In Kliniken außerhalb des Kreises würden zudem 14 weitere Personen behandelt, teilte der Kreis am Samstag und Sonntag mit.

Zur Situation in den Odenwälder Pflegeeinrichtungen teilte der Kreis ferner mit, dass für das Haus Brunnengarten, das Blaue Haus und das Haus Bergpension in Bad König sowie das Haus am See in Höchst Quarantäne-Maßnahmen angeordnet worden seien.

In den letzten sieben Tagen erfasste das Gesundheitsamt in Erbach 171 neue Corona-Infektionen (Stand: 09.01.). Derzeit gelten 325 Menschen als akut infiziert, weil von den 2556 Menschen mit einem positiven Corona-Testergebnis inzwischen 2101 als geheilt betrachtet.

Corona in Darmstadt: Nur 250 neue Impfdosen

Update vom Freitag, 08.01.2021, 20.00 Uhr: Die Stadt Darmstadt teilte am Freitag mit, es seien bislang 1738 Impfungen durchgeführt worden. Am Freitag wurde im Impfzentrum die nächste Lieferung von 150 Impfdosen erwartet. Damit würden die mobilen Impfteams in die Lage versetzt, die begonnenen Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen fortzusetzen, äußerte Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Allerdings, so Partsch, sei „natürlich klar, dass die Menge viel zu gering ist, um hier so schnell voranzukommen, wie wir es eigentlich könnten.“ Am kommenden Mittwoch sollen zunächst weitere 100 Impfdosen folgen, die dann am Donnerstag verabreicht werden sollen.

Busse und Straßenbahnen fahren ab Montag wieder planmäßig

Aufgrund der Entscheidung des Landes, die Schulen wieder teilweise zu öffnen, habe die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsgesellschaft (Dadina) angekündigt, dass von Montag, 11. Januar, an Busse und Straßenbahnen tagsüber wieder nach dem normalen Fahrplan fahren werden. Für die Kitas gelte, dass die Betreuung „nur in absoluten Notfällen in Anspruch genommen werden soll“ Es gebe aber von Seiten des Landes kein Betretungsverbot, teilte die Stadt mit.

Corona Darmstadt: Infektionen beim Pflegepersonal steigen

In den Darmstädter Kliniken ist die Situation nach Angaben der Stadtverwaltung „stabil, aber nach wie vor angespannt“. Auf der Normal- und der Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 58 und 13 an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankte Menschen, im Elisabethenstift seien es 22 und 4 und im Alice-Hospital sieben Erkrankte auf der Normalstation. In den Kinderkliniken befänden sich zwei Kinder auf der Normal- und eines auf Intensivstation. Auch die Infektionen beim Pflegepersonal steigen den Angaben zufolge.

Corona in Darmstadt: Intensivkapazitäten erschöpft

Das Klinikum Darmstadt meldete, dass die Intensivkapazitäten für Covid-19-Patienten im Versorgungsgebiet Südhessen erschöpft seien. Es gebe nur freie Betten als Notfallreserve. Covid-19-Patientinnen und Patienten können laut der Mitteilung des Krisenstabs der Stadt Darmstadt „derzeit nicht mehr im Stadtgebiet untergebracht werden“ und müssen in Kliniken in anderen Versorgungsgebieten transportiert werden. „Es ist aufgrund dieser Situation daher von großer Dringlichkeit, dass sich alle weiter an die Kontaktreduzierungen und Hygieneregeln halten, wenn sich die Lage nicht noch weiter zuspitzen soll“, appelliert OB Partsch an die Verantwortung der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. 

Corona an der Bergstraße: Infektionen in vier Pflegeheimen

Nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung des Kreises Bergstraße in Heppenheim vom Freitag sind jeweils eine Pflegeeinrichtung in Grasellenbach und Heppenheim sowie zwei Pflegeeinrichtungen in Bensheim von Corona-Infektionen betroffen. 80 Personen aus dem Kreis Bergstraße mit einer bestätigten Corona-Infektion müssen derzeit in Krankenhäusern stationär behandelt werden.

Corona in Südhessen: 13 neue Todesfälle

Update vom Donnerstag, 07.01.2021, 15.00 Uhr: Die Gesundheitsbehörden in Südhessen haben am Mittwoch 13 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus registriert. Im Kreis Groß-Gerau starben sechs Menschen, im Kreis Bergstraße fünf (siehe Update vom 06.01.2021, 21 Uhr) und im Odenwald zwei Menschen, die zuvor mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert waren. Seit Beginn der Pandemie sind in Darmstadt und den vier südhessischen Landkreisen inzwischen 580 Menschen mit oder an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Während der Kreis Groß-Gerau bereits seit Monaten keine detaillierteren Angaben zu den coronabedingten Todesfällen macht, teilte die Kreisverwaltung des Odenwaldkreises in Erbach am Donnerstagvormittag mit, dass die eine verstorbene Person zur Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen gehört und in einem Heim gelebt habe. Die zweite Person habe hingegen im häuslichen Umfeld gelebt und zur Altersgruppe der 80- bis 89-Jährigen gehört. Inzwischen sind allein im Odenwald seit Beginn der Pandemie 128 Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben. Von den knapp 2500 bislang Infizierten gelten inzwischen rund 2100 als genesen. Akut infiziert sind derzeit nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes 257 Menschen.
 
Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum des Odenwaldkreises in Erbach werden 32 Patientinnen und Patienten betreut. Davon benötigen nach Angaben des Kreises sechs eine intensivmedizinische Behandlung, während drei Testergebnisse noch ausstehen. In Kliniken außerhalb des Kreises werden 15 weitere Personen behandelt.
 
In Quarantäne sind ganz oder teilweise das Haus Brunnengarten, das Blaue Haus und das Haus Bergpension in Bad König sowie das Haus am See in Höchst.

Darmstadt: Polizei ermittelt Tatverdächtige nach Attacke auf Busfahrerin

Ein knappes halbes Jahr nach dem Angriff auf eine Busfahrerin in Darmstadt hat die Polizei die mutmaßliche Täterin ermitteln können. Die bereits polizeilich bekannte 26-jährige Frau Darmstadt sitze derzeit aufgrund vorangegangener Diebstahlsdelikte in einer Justizvollzugsanstalt, teilte die Polizei in Darmstadt am Donnerstagnachmittag, 7. Januar, mit. Zusätzlich werde sie sich nun auch wegen des Verdachts der Körperverletzung strafrechtlich verantworten müssen.

Frau fährt in Bus ohne Maske und prügelt dann auf Busfahrerin ein

Nach den Erkenntnissen der Polizei wurde die Fahrerin eines Linienbusses gegen 21 Uhr am Dienstagabend des 28. Juli 2020 an der Endhaltestelle Haasstraße von einer Insassin geschlagen und verletzt, nachdem sie die Tatverdächtige mehrfach auf die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufmerksam gemacht hatte. Über die Aufzeichungen der Videoüberwachung aus dem Bus waren die Ermittler rasch auf die Spur der 26-jährigen Darmstädterin gekommen. Weil die Frau jedoch keinen festen Wohnsitz hatte, konnten die Fahnder sie nicht schnappen.

Festnahme nach weiterem Ladendiebstahl in Weiterstadt

Am 24. Oktober endete die Suche nach der Frau schlussendlich mit ihrer Festnahme in Weiterstadt. Dort wurde sie bei einem Ladendiebstahl in einem Einkaufszentrum auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Nach dem Abgleich der Fahndungsbilder zeigte sich nun, dass es sich bei der Festgenommenen um die Gesuchte handelte. Zudem bestand gegen die 26-Jährige ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Darmstadt wegen mehrerer Diebstähle. Die Frau sei umgehend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden, wo sie die nächste Zeit verbringen werde, teilte die Polizei mit.

Corona an der Bergstraße: Fünf weitere Todesfälle

+++ 21.00 Uhr: Der Kreis Bergstraße hat am Mittwochabend fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Es handele sich um eine 82-jährige und eine 80-jährige Person aus Bürstadt, eine 81-jährige Person aus Lampertheim, eine 82-jährige Person aus Lorsch und eine 80-jährige Person aus Viernheim.

Von Corona-Infektionen seien derzeit Pflegeeinrichtungen in Bensheim, Heppenheim, Lampertheim, Lindenfels und Lorsch, teilte die Kreisverwaltung in Heppenheim mit. In den vergangenen sieben Tagen verzeichnete das Kreisgesundheitsamt 376 neue Infektionsfälle. Die kumulierte Zahl stieg liegt nun bei 5179 Fällen. Allerdings gelten nach Angaben des Kreises vier von fünf Infizierten inzwischen als genesen. 68 Personen aus dem Kreis Bergstraße befinden sich derzeit mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung.

Landrat Schellhaas: Weitere Impfstoff-Zulassung „gute Nachricht“

Klaus Peter Schellhaas (SPD), der Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg, teilte am Mittwochabend via Facebook mit, in den Kreiskliniken würden 46 Menschen behandelt. In Seeheim-Jugenheim lägen 17 Personen auf der Intensivstation, in Groß-Umstadt seien es 24 auf der Covid-Station und fünf Menschen auf der Intensivstation.

Der Landrat bezeichnete es zudem als „gute Nachricht“, dass am Mittwoch mit dem Impfstoff der Firma Moderna ein zweiter Impfstoff in Europa zugelassen worden sei, der zudem „einfacher zu handhaben“ sei. Dies sei zwar „gut“, so Schellhaas. „Schade nur, dass uns auch hier nicht ausreichend Impfstoff erreicht“, bemängelt der Darmstadt-Dieburger Landrat.

Corona in Südhessen: Fallzahlen steigen wieder

Update vom Mittwoch, 06.01.2021, 15.00 Uhr: Wie vom Darmstädter Gesundheitsamt erwartet, gehen die Corona-Fallzahlen nach der Wiedereröffnung des Corona-Testzentrums in Darmstadt-Bessungen und den nun wieder größeren Kapazitäten in den Testlaboren wieder nach oben. Nach den Worten des Darmstadt-Dieburger Landrats Klaus Peter Schellhaas (SPD) hat das Infektionsgeschehen inzwischen wieder das Niveau vor den Weihnachtsfeiertagen erreicht. In den Kreisen Bergstraße und Groß-Gerau liegen die Zahlen inzwischen sogar deutlich über den Werten an den Tagen vor Weihnachten.

In den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Bergstraße wurden am Dienstag jeweils um die 100 Corona-Neuinfektionen von den Gesundheitsbehörden registriert. Das ist den Zahlen zu entnehmen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin am Mittwochvormittag veröffentlicht hat. Die Stadt Darmstadt meldete 32 Neuinfektionen und der Odenwaldkreis 42. Das Darmstädter Gesundheitsamt geht davon aus, dass die derzeit vergleichsweise niedrige Sieben-Tage-Inzidenz von rund 69 Fällen je 100.000 Einwohnern in den kommenden Tagen wieder „sukzessive weiter steigen wird“.

Corona in Darmstadt: Situation in Kliniken bleibt weiter angespannt

Der Covid-19-Krisenstab der Stadt Darmstadt teilte am Mittwoch nach einer Sitzung mit, in den Darmstädter Kliniken bleibe die Situation „angespannt“. Im Klinikum Darmstadt befinden sich 66 Patientinnen und Patienten auf der Normal- und weitere 14 auf der Intensivstation. Im Elisabethenstift sind es 29 (4) und im Alice-Hospital 8 (0). In den Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret wird jeweils ein Kind auf der Normal- und eines auf der Intensivstation behandelt.

Die Krankenhäuser befinden sich nach Angaben der Stadt „weiter im Notfallbetrieb“. So werden nach wie vor keine Patienten aufgenommen, deren Eingriffe und Operationen geplant und verschoben werden können. Nach Einschätzung des Klinikums Darmstadt wird dies auch den ganzen Monat und auch darüber hinaus so fortgeführt werden müssen, wenn nicht eine deutliche Entlastung bei den Fallzahlen eintritt. Bis dahin sei „kein Regelbetrieb möglich“.

Darmstadt: Warten auf neue Impfstoff-Lieferung

Am heutigen Mittwoch werden zudem in Darmstadt die letzten Dosen des verfügbaren Impfstoffs verabreicht. Die Stadt wartet nun auf die vom Land Hessen für Freitag angekündigte nächste Impfstoff-Lieferung. Bisher, so die Stadt, liegen aber laut Feuerwehr „keine Informationen dazu von Landesseite vor“.

Derzeit geht der Krisenstab davon aus, am Samstag mit den Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sowie beim medizinischen Personal weitermachen zu können. Gleichzeitig bereiteten sich die Einsatzkräfte, soweit möglich, intensiv auf die vom Land angekündigte Öffnung der regionalen Impfzentren am 19. Januar vor.

Für den Betrieb der Schulen und Kitas wartet das Gremium auf die Entscheidungen des hessischen Corona-Kabinetts am heutigen Mittwoch, um dann weiter über das Vorgehen in Darmstadt zu beraten und zu entscheiden.

Am Mittwochvormittag meldeten die Behörden sieben neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion - fünf im Kreis Groß-Gerau und jeweils einen für Darmstadt und im Kreis Bergstraße. Während der Kreis Groß-Gerau und die Stadt Darmstadt grundsätzlich keine Angaben mehr zu den Todesfällen machen, teilte die Kreisverwaltung des Kreises Bergstraße am Dienstagabend mit, dass eine 94-jährige Person aus Lampertheim verstorben sei.

Ginsheim-Gustavsburg: Polizei-Einsatz wegen Verstößen gegen Corona-Verordnung

Mehrere private Gäste eines Hotelbetreibers in Ginsheim-Gustavsburg haben sich nach einer unerlaubten Feier vergeblich vor der Polizei versteckt. Wie das Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt am Mittwochvormittag mitteilte, hatten die Beamten einen Hinweis erhalten, wonach mehrere Menschen im Bereich eines Hotels laut gefeiert hätten.

Die Polizisten trafen in einem vom Hotel abgetrennten Privatbereich schließlich auf 15 Personen, die sich unter anderem im Bad, auf dem Dach und hinter einer Sauna versteckt hielten. Als die Beamten am Dienstagabend auch teilweise verschlossene Räume betraten, hätten drei Personen Widerstand geleistet. Die Beamten hätten zwei Türen gewaltsam geöffnet.

Schließlich verließen die 15 Frauen und Männer die Privaträume, hieß es. Sie müssen jetzt mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen die aktuelle Corona-Verordnung rechnen. Gegen drei Personen wurden Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Beleidigung gestellt.

Corona in Südhessen: Impfstart im Darmstadtium für Menschen über 80 Jahre

+++ 21.00 Uhr: Vom 19. Januar an können sich Menschen in Darmstadt impfen lassen, die älter sind als 80 Jahre und nicht in einem Pflegeheim leben. Das regionale Impfzentrum befindet sich im Wissenschafts- und Kongresszentrum „Darmstadtium“, Schlossgraben 1. Terminvereinbarungen sind bereits von Dienstag, 12. Januar, an möglich. Termine können über die bundesweite Nummer 116 117 vereinbart werden oder unter der Adresse https://impfterminservice.de. Am Telefon muss mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Sechs weitere Todesfälle

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg meldete am Dienstagabend sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In den Kreiskliniken werden nach Auskunft der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein 50 Menschen behandelt - in der Kreisklinik Groß-Umstadt 28 auf der Normalstation und vier Menschen auf der Intensivstation und in der Kreisklinik Seeheim-Jugenheim werden 18 Erkrankte intensivmedizinisch betreut. 

Corona im Kreis Groß-Gerau: Polizei beendet Geburtstagsparty in Gernsheim

Die Polizei hat in Gernsheim im Kreis Groß-Gerau eine Geburtstagsparty mit etwa 25 Gästen aufgelöst. Die jungen Menschen seien beim Anblick der Beamten geflüchtet, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Polizei. Anwohner hatten die Party im Bereich einer Grillhütte im Rheinpark am Montagabend gemeldet. Zehn Personen zwischen 15 und 20 Jahren konnten an der Flucht gehindert werden. Die minderjährigen Jugendlichen wurden zu ihren Eltern gebracht.

Ein 15-jähriger Jugendlicher war beim Wegrennen gestolpert und hatte sich verletzt. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen eingeleitet. Die Ermittlungen zu den geflüchteten Teilnehmern der illegalen Geburtstagsparty dauerten an.

Update vom Dienstag, 05.01.2021, 14.15 Uhr: Im Kreis Groß-Gerau sind binnen eines Tages fünf weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben, in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Bergstraße jeweils vier und in Darmstadt und im Odenwald jeweils ein Mensch.

Die verstorbene Person im Odenwald war zwischen 80 und 89 Jahre alt und lebte zu Hause, teilte die Kreisverwaltung in Erbach am Dienstagvormittag mit. Seit Beginn der Pandemie im März vorigen Jahres sind nun 126 Menschen aus Odenwald, die mit dem Erreger infiziert waren, verstorben.

Der Kreis Bergstraße hatte bereits am Montagabend vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Es habe sich um eine 86-jährige Person aus Viernheim, eine 78-jährige Person aus Heppenheim, eine 81-jährige Person aus Bürstadt und eine 74-jährige Person aus Lindenfels gehandelt.

Corona in Südhessen: Große Unterschiede bei der Krisenkommunikation

Die Kreisverwaltungen in Darmstadt und in Groß-Gerau sowie die Stadtverwaltung in Darmstadt machen schon seit mehreren Monaten keine detaillierten Angaben zu den Todesfällen, die in Verbindung mit dem Coronavirus stehen. Auch bezüglich des Infektionsgeschehens in Schulen, Kindertagesstätten, Altenpflegeheimen und Gemeinschaftsunterkünften gibt es erhebliche Unterschiede bei der Krisenkommunikation der Stadt- und Kreisverwaltungen. Während die Kreisverwaltungen in Erbach und in Heppenheim diesbezüglich am ausführlichsten informieren, gibt es aus Darmstadt und Groß-Gerau vergleichsweise nur spärliche oder überhaupt keine Informationen.

Derzeit sind im Odenwald 286 Menschen akut mit dem Virus infiziert. In den vergangenen sieben Tagen erfasste das Gesundheitsamt des Odenwaldkreises 141 neue Corona-Infektionen. Die Kreisverwaltung weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass aufgrund der geringeren Testkapazitäten in den vergangenen Tagen die Zahlen das aktuelle Infektionsgeschehen „nur bedingt wiedergeben“.

Corona in Südhessen: Mehrere Alten- und Pflegeheime in Quarantäne

Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum in Erbach werden 34 Menschen betreut. Davon benötigen fünf eine intensivmedizinische Behandlung, während ein Testergebnis noch aussteht. In Kliniken außerhalb des Kreises werden 13 weitere Personen behandelt. In Quarantäne sind ganz oder teilweise zwei Altenheime in Bad König und ein Heim in Höchst.

An der Bergstraße sind derzeit nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Heppenheim fünf Pflegeeinrichtungen in Bensheim, Fürth, Groß-Rohrheim, Lorsch und Rimbach sowie eine Gemeinschaftsunterkunft in Bensheim von Coronavirus-Infektionen betroffen. Nach Angaben des Kreises wurden in den vergangenen sieben Tagen 363 neue Corona-Infektionen registriert. Von den 4960 Menschen, die seit Beginn der Pandemie an der Bergstraße positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet wurden, gelten inzwischen 3872 wieder als „genesen“. 75 Menschen aus dem Kreis Bergstraße befinden sich mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung.

Das Gesundheitsamt in Darmstadt betrachtet von den bislang 2993 positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen aus Darmstadt 2719 als „geheilt“. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gelten von den insgesamt rund 5800 Infizierten rund 4900 wieder als „gesund“.

Landrat Schellhaas: „Ausgangssperre hat ihren Zweck erfüllt“

+++ 20.00 Uhr: Zum Ende der Ausgangssperre im Landkreis Darmstadt-Dieburg in der Nacht von Montag auf Dienstag teilte Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) am Montagabend auf seinem Landrats Blog mit, „mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“ werde in dieser Woche die Inzidenzschwelle von 200 Fällen je 100.000 Einwohner nicht erreicht. Daher werde die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben. Sie habe „ihren Zweck erfüllt“ er danke allen für die „Akzeptanz dieser einschneidenden Maßnahme“, äußerte Schellhaas.

In den Darmstadt-Dieburger Kreisklinken werden nach Auskunft des Landrats 29 Menschen auf der Covid-Station und fünf auf der Intensivstation in Groß-Umstadt behandelt. Am Standort in Seeheim-Jugenheim lägen 16 Menschen auf der Intensivstation, so Schellhaas.

Nach Angaben der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein sind im Landkreis Darmstadt-Dieburg bislang (Stand: Montag, 4. Januar 2021, 0 Uhr) 1.380 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Zu den Geimpften gehörten Menschen, die in den Alten- und Pflegeeinrichtungen lebten und arbeiteten sowie weitere, die gemäß der Impfvorgaben des Bundes und des Landes unter die Priorität 1 fallen.

Corona in Südhessen: Drei Kreise heben Ausgangssperren auf

Update vom Montag, 04.01.2021, 15.45 Uhr: Der Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Odenwaldkreis und der Kreis Bergstraße haben die vor Weihnachten angeordneten nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in der Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr wieder aufgehoben. Das haben die Kreisverwaltungen in Darmstadt, Erbach und Heppenheim mitgeteilt.

Im Kreis Bergstraße wurde die entsprechende Allgemeinverfügung mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Im Kreis Darmstadt-Dieburg wird die Ausgangssperre mit Beginn des morgigen Dienstags, 5. Januar, 0 Uhr, aufgehoben. Im Odenwald gilt eine entsprechende Allgemeinverfügung noch bis Mittwoch, 6. Januar, 24 Uhr. Sie soll nach Angaben der Kreisverwaltung allerdings nicht verlängert werden. Sollte die Inzidenz jedoch wieder drei Tage in Folge über 200 liegen, werde „abermals nach den Vorgaben des Landes verfahren und entsprechende Beschränkungen erlassen“.

Begründet wurde die Aufhebung der Ausgangssperren damit, dass die Sieben-Tage-Inzidenzen in den Kreisen inzwischen unter den Wert von 200 Fällen je 100.000 Einwohner gefallen seien. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen waren angeordnet worden, nachdem die Inzidenzen in den Kreisen drei Tage in Folge den Wert von 200 überschritten hatten. 

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag nach Angaben des Leiters des Darmstädter Gesundheitsamtes bei 131. Der Odenwaldkreis meldete einen Wert von 145 und nach Angaben des Kreises Bergstraße lag der Wert am Sonntag bei 133. Das RKI in Berlin meldete am Montag (Stand: 0.00 Uhr) - bei niedrigeren Fallzahlen - einen Wert von 124.

Corona in Darmstadt: Stadt wartet auf Nachschub von Impfstoff

Bei den Impfungen kommt die Stadt Darmstadt laut einer Mitteilung des Covid-19-Krisenstabs vom Montag „gut voran“. Fast alle Impfdosen der vom Land Hessen bereitgestellten ersten Lieferung seien bereits verabreicht worden. Insgesamt wurden den Angaben zufolge bis zu diesem Montag, 4. Januar, in Pflegeheimen und Kliniken 1422 Impfdosen „verimpft“. Allerdings, so Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), sei auch klar, dass der Impfstoff nur noch bis Mittwoch reiche. Partsch äußerte: „Wir warten wir dringend auf weitere Lieferungen des Landes, um den Schutz der Bevölkerung schnellstmöglich weiter aufzubauen.“

Aus Sicht des Darmstädter Gesundheitsamts hat sich das Infektionsgeschehen im Vergleich zur Vorweihnachtszeit „nicht wesentlich verändert“, die deutlich geringere Zahl an durchgeführten Tests aufgrund der Feiertage weise jedoch niedrige Zahlen aus. Für diese Woche mit der Wiederaufnahme aller Test-Kapazitäten werden wieder steigende Fallzahlen erwartet.

Corona in Südhessen: Jeweils mehr als 100 Todesfälle in den vier Kreisen

Update vom Donnerstag, 31.12.2020, 12:45 Uhr: Allein in Südhessen sind in diesem Jahr im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion nun schon 516 Menschen gestorben. In allen vier südhessischen Landkreisen wurden seit Beginn der Pandemie im Frühjahr inzwischen jeweils mehr als 100 Todesfälle im Zusammenhang mit der durch den Erreger Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 registriert. Das geht aus den aktuellen Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin, der Stadt Darmstadt und der Kreisverwaltungen in Darmstadt, Groß-Gerau, Erbach und Heppenheim hervor.

Am Silvestertag meldete das RKI jeweils fünf weitere Todesfälle in den Kreisen Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau und jeweils zwei neue Todesfälle in Darmstadt und im Odenwaldkreis. Die Pressestelle des Odenwaldkreises in Erbach teilte am Freitagvormittag mit, die beiden Verstorbenen gehörten zur Altersgruppe der 80- bis 89- beziehungsweise der über 90-Jährigen und hätten in einem Pflegeheim beziehungsweise im häuslichen Umfeld gelebt. Der Kreis Bergstraße hatte am Vorabend bereits den 108., 109. und 110. Todesfall gemeldet. Von dem für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg zuständigen Darmstädter Gesundheitsamt und dem Kreisgesundheitsamt in Groß-Gerau gibt es hingegen schon seit Monaten keine näheren Angaben zu den Todesfällen.

Corona an der Bergstraße: Drei weitere Todesfälle

+++ 22.30 Uhr: Der Kreis Bergstraße meldete am Mittwochabend drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handele sich um eine 87-jährige Person aus Bensheim, eine 78-jährige Person aus Lampertheim und eine 71-jährige Person aus Hirschhorn. Insgesamt sind nun seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 110 Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren.

Zudem korrigierte die Kreisverwaltung in Heppenheim frühere Angaben. Fünf der am 11. Dezember gemeldeten Infektionsfälle aus Bensheim würden aufgrund einer Überprüfung der Labormeldung nicht länger als Indexfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus betrachtet. Die Statistik sei entsprechend korrigiert worden.

Zudem teilte die Kreisverwaltung zu einer in Viernheim als positiv gemeldeten und verstorbenen Person mit, dass nach nach derzeitigem Kenntnisstand eine Todesursache vorliege, die nicht im Zusammenhang mit der Infektionserkrankung stehe. Der Fall gehe daher nicht in die Todesfallstatistik ein.

Aktuell sind an der Bergstraße von Corona-Infektionen zwei Pflegeeinrichtungen in Bensheim und Bürstadt sowie Gemeinschaftsunterkünfte in Bensheim, Lampertheim, Lorsch und Mörlenbach betroffen.

Darmstadt-Dieburg: Corona-Fallzahlen wieder auf Vorweihnachtsniveau

+++ 19.00 Uhr: Der Darmstadt-Dieburger Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) äußerte sich am Mittwochabend auf Facebook und seinem Landrats Blog nochmals zur Diskussion über die noch bis zum 8. Januar gültige Ausgangssperre. Nachdem in den vergangenen Tagen viel über das Thema diskutiert worden sei, verweise er nochmals auf eine entsprechende Internetseite der Kreisverwaltung, auf der mehrere Fragen zu den nächtlichen Ausgangsbeschränkungen würden. Allerdings gehe er ohnehin davon aus, dass sich der überwiegende Teil der Menschen „angemessen und solidarisch“ verhalte.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: 17 Todesfälle in einer Woche

Mit 126 Neuinfektionen sei am Mittwoch eingetreten, was er erwartet habe. „Gerne hätte ich nicht Recht behalten, aber unsere Fallzahlen steigen wieder auf das Niveau vor Weihnachten“, so Schellhaas. Die 126 Neuinfektionen bedeuteten eine Sieben-Tage-Inzidenz von 136 Fällen je 100.000 Einwohner. Derzeit gehe es knapp 1000 aktive Infektionen und es seien seit März 98 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Im Verlauf der vergangenen Woche verzeichnete der Kreis allein 17 Todesfälle.

Darmstadt-Dieburg: In Kreiskliniken „keine Entspannung in Sicht“

In den Darmstadt-Dieburger Kreiskliniken werden inzwischen nach Angaben des Landrats 52 Menschen mit einer Corona-Infektion behandelt. In Groß-Umstadt liegen 33 auf der Covid-Station und drei auf der Intensivstation. In Seeheim-Jugenheim sind es 16 Menschen auf der Intensivstation. „Hier ist keine Entspannung in Sicht“, so Schellhaas.

Landrat Schellhaas: Schulen „nicht voll machen“

Landrat Schellhaas äußerte ferner, nachdem sich aus Berlin die Hinweise verdichteten, dass der Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert werde, stehe für ihn fest , dass im Landkreis mit Beginn des Unterrichts die Schulen „nicht wieder voll“ gemacht würden. „Ich hoffe, dass man uns hier Entscheidungsspielraum lässt“, äußerte Schellhaas.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Ausgangssperre bleibt bestehen

+++ 18.00 Uhr: Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gilt weiter eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz bereits seit sieben Tagen - und somit zwei Tage länger als im Eskalationskonzept des Landes Hessen vorgesehen - deutlich unter dem Wert von 200 Fällen je 100.000 Einwohnern liegt. Klaus Winterer, der frühere Direktor des Amtsgerichts Bensheim, der inzwischen als Rechtsanwalt in Pfungstadt ansässig ist, zog einen Eilantrag gegen die entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises zurück.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts hätte Winterer eine Klage hätte einreichen und mit einem weiteren Antrag die entsprechende Regelung in der Allgemeinverfügung anfechten müssen. Dieser Aufwand sei ihm - auch in finanzieller Hinsicht - als „zu groß“ erschienen, sagte Winterer der FR am frühen Mittwochabend. Er habe mit seinem Eilantrag erreichen wollen, dass die Maßnahmen auf der Grundlage des Infektionsschutzrechts in juristischer Hinsicht „in geordneten Bahnen bleiben“, sagte der 70-Jährige, der 2015 als langjähriger Direktor des Amtsgerichts Bensheim in den Ruhestand getreten war.

Darmstadt: Böllerverbot und Ausweitung der Maskenpflicht

Der Covid-19-Krisenstab der Stadt Darmstadt hat nach einer Sitzung am Mittwoch, 30. Dezember, in einer Mitteilung noch einmal auf die besonderen Regelungen hingewiesen, die im Hinblick auf den Jahreswechsel gelten. Dies betreffe zum einen das in einer Allgemeinverfügung für alle öffentlichen Straßen und Plätze Darmstadts ausgesprochene Verbot, Feuerwerkskörper wie Böller und Raketen abzubrennen.

Zum anderen sei in einer zweiten Allgemeinverfügung die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen auch auf die Georg-Büchner-Anlage am Staatstheater sowie die Mathildenhöhe für die Zeit zwischen Silvestermorgen, 0 Uhr, bis zum Neujahrsabend, 24 Uhr, ausgedehnt worden. In der gesamten Darmstädter Innenstadt gilt bereits seit längerem eine Maskenpflicht.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Eilantrag gegen Ausgangssperre

Update vom Mittwoch, 30.12.2020, 12:20 Uhr: Gegen die seit 21. Dezember geltende Ausgangssperre im Landkreis Darmstadt-Dieburg hat Klaus Winterer, der frühere Direktor des Amtsgerichts Bensheim, beim Verwaltungsgericht Darmstadt einen Eilantrag eingereicht.

Darmstadt-Dieburg: Sieben-Tage-Inzidenz seit Heiligabend unter 200

In der von Jürgen Krahn, dem Leiter des auch für den Kreis Darmstadt-Dieburg zuständigen Gesundheitsamts in Darmstadt, unterzeichneten Allgemeinverfügung heißt es, dass diese wieder aufgehoben werde, „sobald der Sieben-Tages-Inzidenzwert fünf Tage in Folge unter 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnenden liegt“. Dies ist allerdings schon seit Heiligabend - also seit nunmehr schon sieben Tagen - der Fall.

Am Dienstag hatten das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin und die Kreisverwaltung in Darmstadt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 112 gemeldet. Am Mittwochmorgen lag der Wert laut dem RKI bei 128. In den vergangenen sieben Tagen sind den Angaben zufolge im Landkreis Darmstadt-Dieburg 382 Corona-Fälle registriert worden. Zudem sind seit Beginn der Pandemie im Landkreis 97 Menschen (Stand: 30.12., 0:00 Uhr) mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das waren 17 mehr als noch vor einer Woche.

Landrat Schellhaas: Corona-Fallzahlen derzeit „nach unten verzerrt“

Allerdings soll laut der derzeit gültigen Allgemeinverfügung des Landkreises Darmstadt-Dieburg erstmals am kommenden Montag, 4. Januar, überprüft werden, ob der Wert überschritten wurde. Diesen Passus hält Winterer für rechtlich „zweifelhaft“. Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) rechtfertigt die Nichtaufhebung der zwischen 21 und 5 Uhr geltenden Ausgangssperre damit, dass es wegen der deutlich geringeren Test- und Laborkapazitäten derzeit „keine verlässliche Datenbasis“ gebe.

Verwaltungsgericht Darmstadt entscheidet über Ausgangssperre

Weil die Zahlen „nach unten verzerrt“ seien, würden sie „aus infektiologischer Sicht [...] „über Weihnachten und den Jahreswechsel ‚eingefroren‘“. „Frühestens am 4. Januar“ werde über eine Aufhebung der Ausgangssperre entschieden, äußerte Schellhaas. Er wäre „glücklich“, teilte der Landrat mit, sollten die Zahlen nicht wieder steigen und er würde „die Ausgangssperre mit Freude aufheben“.

Roland Elser, der Sprecher des Verwaltungsgerichts Darmstadt teilte der Frankfurter Rundschau mit, der Landkreis Darmstadt-Dieburg habe bis Mittwoch, 30. Dezember, 10 Uhr, Zeit, um zu dem Eilantrag Stellung zu nehmen. Am Mittwochnachmittag will dann die für das Infektionsschutzrecht zuständige Vierte Kammer des Verwaltungsgerichts Darmstadt über den Eilantrag des Pfungstädter Rechtsanwalt Klaus Winterer entscheiden.

Corona in Südhessen: Zwölf weitere Todesfälle

Das RKI in Berlin meldete am Mittwochmorgen für die Stadt Darmstadt und die vier südhessischen Landkreise zwölf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

Corona in Darmstadt: Böllerverbot und Ausweitung der Maskenpflicht

Update vom Dienstag, 29.12.2020, 20.00 Uhr: Auch in Darmstadt dürfen an Silvester und Neujahr im gesamten Stadtgebiet keine Feuerwerkskörper abgebrannt werden. Dadurch sollen unnötige Gruppenbildungen und Ansammlungen vermieden werden. Zusätzlich zum Böllerverbot hat die Stadt mit einer weiteren Allgemeinverfügung die bereits in der Innenstadt geltende Maskenpflicht zeitlich auf den Zeitraum von 0 Uhr an Silvester bis 24 Uhr am Neujahrstag erweitert. In dieser Zeit müssen nach Angaben der Stadt auch auf dem Georg-Büchner-Platz vor dem Staatstheater und auf der Mathildenhöhe Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden.

Corona in Südhessen: Weitere Todesfälle

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind nach Angaben des hessischen Sozialministeriums in Wiesbaden zwei weitere Menschen mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Kreisverwaltung in Darmstadt teilte zudem am Dienstag, 29. Dezember, mit, derzeit würden 35 positiv auf die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 getestete Patienten in der Kreisklinik Groß-Umstadt auf der Normalstation behandelt und zwei Menschen auf der Intensivstation. Am Standort der Kreiskliniken in Seeheim-Jugenheim werden 15 Patientinnen und Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Der Kreis Bergstraße meldete am Dienstag, 29. Dezember, vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handele sich um eine 80-jährige Person aus Lindenfels, eine 50-jährige Person aus Neckarsteinach, eine 63-jährige Person aus Lampertheim und eine 60-jährige Person aus Viernheim

Acht weitere Corona-Tote im Kreis Bergstraße

+++ 20.00 Uhr: Der Kreis Bergstraße hat am Montagabend acht weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Es handele sich um eine 88-jährige Person aus Mörlenbach, eine 63-jährige Person aus Biblis, eine 82-jährige Person aus Lampertheim, eine 82-jährige Person aus Bensheim, eine 85-jährige Person aus Lampertheim, eine 65-jährige Person aus Heppenheim, eine 90-jährige Person aus Lampertheim und eine 85-jährige Person aus Viernheim.

Personal auf Intensivstationen im Klinikum Darmstadt geimpft

+++ 18.30 Uhr: Bei den ersten Impfungen in Darmstadt ist am Sonntag „alles nach Plan verlaufen“. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) teilte am Montag mit, dass zunächst 75 Personen im Altenheim des Elisabethenstifts auf der Mathildenhöhe geimpft worden seien. Ihm sei berichtet worden, dass die dort geimpften Menschen den Impfbeginn „mit großer Erleichterung begrüßt“ hätten. Diese ersten Impfdosen seien „ein Geschenk“. Und die Stadt werde alles dafür tun,   um sie „schnell und gerecht zu verteilen“, so Partsch.

Am Montag machte sich dann ein mobiles Impfteam auf den Weg in das Altenzentrum Rosenhöhe, um weitere Impfdosen zu injizieren. Auch das Klinikum Darmstadt begann am Montag damit, besonders gefährdete Mitarbeitende etwa auf den Intensivstationen zu impfen. Um 9 Uhr wurde der erste Intensivpfleger geimpft. Insgesamt sollten 150 Personen im Klinikum das Serum erhalten. Die Stadt rechnet damit, das Impfzentrum im Kongresszentrum „Darmstadtium“ Mitte bis Ende Januar in Betrieb nehmen zu können.

Corona in Darmstadt: Kinder aus Kinderklinik entlassen

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Situation nach Angaben der Stadt weiter „enorm angespannt“. Die Zahlen steigen weiter. Auf der Normal- und der Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 70 beziehungsweise 15 Patientinnen und Patienten, im Elisabethenstift 30 (5) und im Alice-Hospital 9. Die beiden in den Kinderkliniken behandelten Kinder konnten mittlerweile als genesen entlassen werden, teilte die Stadt am Montag mit. 

Das Darmstädter Gesundheitsamt steht den Bürgerinnen und Bürgern nach den Weihnachtsfeiertagen auch vom 31. Dezember bis 3. Januar von 10 bis 16 Uhr mit seiner Hotline 06151/33090 zur Verfügung.

Corona in Südhessen: Kreise melden weitere Todesfälle

Update vom Montag, 28.12.2020, 12:12 Uhr: Im Kreis Bergstraße sind dem Gesundheitsamt seit Heiligabend neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet Wie die Kreisverwaltung in Heppenheim am Montagvormittag mitteilte, handelt es sich dabei um eine 67-jährige, eine 85-jährige sowie eine 88-jährige Person aus Bürstadt, eine 67-jährige, eine 81-jährige, eine 83-jährige sowie eine 84-jährige Person aus Lampertheim, eine 80-jährige Person aus Bensheim und eine 80-jährige Person aus Heppenheim.

Im Odenwald sind nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Erbach drei infizierte Menschen verstorben. Eine war zwischen 70 und 79 Jahre alt, zwei zwischen 80 und 89. Alle drei lebten bisher im häuslichen Umfeld. 

Aus dem Kreis Bergstraße befinden sich derzeit 75 Menschen mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung. In den vergangenen sieben Tagen haben sich nach Auskunft der Pressestelle des Kreises 303 Menschen an der Bergstraße mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert.

Odenwald: Sieben Pflegeheime zum Teil oder ganz unter Quarantäne

Im Odenwald wurden im gleichen Zeitraum 186 neue Corona-Infektionen erfasst. Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum in Erbach werden 40 Menschen betreut. Davon benötigen neun eine intensivmedizinische Behandlung. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich zehn weitere Personen. Nach Angaben des Kreises stehen derzeit sieben Alten- und Pflegeheime in Bad König, Oberzent, Michelstadt, Lützelbach und Breuberg zum Teil oder ganz unter Quarantäne. Von Corona-Infektionen betroffen seien außerdem Schülerinnen und Schüler von sechs Schulen in der Kreisstadt Erbach sowie in Höchst, Michelstadt, Oberzent und in Breuberg. Kindertagesstätten stünden derzeit nicht unter Quarantäne.

Nach Angaben der Kreisverwaltung des Landkreises Darmstadt-Dieburg in Darmstadt vom Sonntagabend werden derzeit 36 positiv auf Covid-19 getestete Patientinnen und Patienten in der Kreisklinik Groß-Umstadt auf der Normalstation behandelt und zwei Patienten auf der Intensivstation. Am Standort der Kreiskliniken in Seeheim-Jugenheim würden 15 Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Im Gegensatz zu den Kreisverwaltungen in Darmstadt, Erbach und Heppenheim gibt es von der Stadt Darmstadt und der Kreisverwaltung in Groß-Gerau keine detaillierten und regelmäßigen Angaben zu den Corona-Fallzahlen in Schulen, Kindertagesstätten sowie Alten-und Pflegeheimen.

Wie die Kreisverwaltung des Odenwaldkreises in Erbach am Montagmorgen mitteilte, sind die Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein Teil des Heimpersonals eines Wohn- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt in Michelstadt die ersten Odenwälderinnen und Odenwälder gewesen, die durch ein mobiles Impfteam gegen das neuartige Coronavirus geimpft worden sind. „Wir freuen uns sehr, dass die ersten Bürgerinnen und Bürger das Mittel bekommen haben“, teilte Landrat Frank Matiaske (SPD) mit. Nach und nach, so Matiaske, würden nun die Heime besucht und alle, die geimpft werden wollen, bekämen das Vakzin. Matiaske: „Wir kümmern uns damit um eine Gruppe von Menschen, die Schutz am dringendsten brauchen.“

Corona in Südhessen: Impfstart in Pflegeheimen 

+++ 20:20 Uhr: Am Sonntag sind die ersten Menschen im Landkreis Darmstadt-Dieburg gegen das neuartige Coronavirus geimpft worden. Mit den 110 Impfdosen, die am Samstag im Landkreis eingetroffen waren, seien Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal in einem Alten- und Pflegeheim in Modautal-Asbach und in Seeheim-Jugenheim geimpft worden, teilte eine Sprecherin der Kreisverwaltung in Darmstadt am Sonntag mit. Drei mobile Impfteams - bestehend aus jeweils fünf Personen - nahmen die Impfungen vor.

„Das ist ein guter Tag für uns alle. Mit dem Impfstoff haben wir einen wichtigen Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie in die Hand bekommen“, äußerte Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD). Erfreulich sei, dass sich in beiden Einrichtungen rund 90 Prozent der angesprochenen Menschen impfen ließen. Nicht jeder und jede konnte oder wollte geimpft werden.

Landkreis Darmstadt-Dieburg: Weitere 1500 Impfdosen bis Jahresende

Rainer Leiß, Verwaltungsleiter und Leiter des Corona-Krisenstabs des Landkreises, teilte mit, er gehe davon aus, dass der Kreis bis zum Jahresende 2020 noch bis zu 1.500 Impfdosen geliefert bekomme. Impf-Koordinator Sebastian Strobl äußerte, sowohl der Transport des Impfstoffs gestern, als auch der heutige Impfstart sind gut gelaufen.“

In den nächsten Tagen und Wochen ist nach Angaben der Kreisverwaltung geplant, dass die mobilen Impfteams die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sowie das Personal in den Einrichtungen impfen. Parallel dazu werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreiskliniken in Groß-Umstadt und in Seeheim-Jugenheim, der Rettungsdienste sowie der Impfzentren geimpft. Diese gehören ebenso zur höchsten Priorität der Impfverordnung.

Regionales Impfzentrum im Kongresszentrum in Darmstadt

In einem nächsten Schritt, wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht, sollen in Hessen sechs regionale Impfzentren öffnen, um parallel zu den mobilen Impfteams, weitere Menschen zu impfen, die aufgrund ihres Alters oder einer Vorerkrankung zur Risikogruppe gehören. Das regionale Impfzentrum für das Versorgungsgebiet Südhessen wird im Kongresszentrum „Darmstadtium“ in Darmstadt sein.

Mit zunehmender Verfügbarkeit des Impfstoffes hat das Land Hessen angekündigt, auch die weiteren stationären Impfzentren, unter anderem die in Pfungstadt und Reinheim im Landkreis Darmstadt-Dieburg, in Betrieb zu nehmen. Die Terminvereinbarungen werden über eine telefonische Hotline und ein Internetportal möglich sein. Bis dahin ist eine Impfung in Pfungstadt oder Reinheim noch nicht möglich.

Landrat Schellhaas: Impfstart macht Mut

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es nach Auskunft der Kreisverwaltung 33 Alten- und Pflegeeinrichtungen. Dort leben rund 2.300 Seniorinnen und Senioren. Zudem arbeiten 2.200 Menschen dort. Diese 4.500 Menschen sollen zuerst geimpft werden. Landrat Schellhaas: „Das Impfen ist freiwillig. Jede Einrichtung jeder Mensch bekommt ein Angebot gemacht, sich impfen zu lassen. Ich würde mir wünschen, dass sich möglichst viele impfen lassen. Je mehr Menschen geimpft sind, desto wirksamer können wir die Corona-Pandemie bekämpfen.“

„Der heutige Auftakt macht mir Mut, dass wir die Bewältigung gemeinsam gut hinbekommen. Ich will mich impfen lassen, aber erst, wenn ich an der Reihe bin“, sagte Schellhaas. Am Sonntagabend schrieb er dann in seinem Landratsblog: „Für mich ist heute ein guter Tag gewesen. Ich verbinde mit dem Impfstoff Zuversicht und die Hoffnung auf Normalisierung unseres Lebens. Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, dass wir noch dieses Jahr, einen so wichtigen Schritt machen.“

Bereits am Tag vor Heiligabend hatte Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) angekündigt, dass in Darmstadt am Sonntag die Bewohnerinnen und Bewohner des Agaplesion-Elisabethenstifts Wohnen & Pflegen – Seniorenzentrum Mathildenhöhe geimpft werden sollten. Vom kommenden Montag an bis zum Jahresende sollen auch Klinikpersonal und weitere Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen durch mobile Impfteams geimpft werden.

Corona in Südhessen: 14 weitere Todesfälle

Letztes Update vom Sonntag, 27.12.2020, 11:10 Uhr: In Südhessen sind 14 Menschen mit oder an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das geht aus den am Sonntagmorgen veröffentlichten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden sechs Todesfälle, im Kreis Bergstraße vier und in Darmstadt sowie im Kreis Groß-Gerau jeweils zwei Todesfälle registriert.

Impfstart am Sonntag auch in Südhessen

Landrat Klaus Peter Schellhaas, der Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, kündigte am Samstagabend an, dass am Sonntag mit dem Impfen in zwei Pflegeheimen im Landkreis begonnen werde.

An diesem Sonntag wird in ganz Hessen mit der großen Impfaktion gegen das Coronavirus begonnen. Dafür stehen voraussichtlich zunächst knapp 10 000 Impfdosen zur Verfügung. Die Hälfte der Einheiten soll direkt genutzt werden, die übrigen 5000 Dosen werden für die wichtige zweite Impfung bereitgehalten. Zuerst werden Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen sowie Mitarbeiter auf den Covid-19-Intensivstationen der Krankenhäuser geimpft.

Der Bund hat Hessen weitere Lieferungen noch in diesem Jahr in einer Größenordnung von fast 100 000 Dosen in Aussicht gestellt. Sobald Impfstoff in ausreichendem Maße vorhanden und ein Großteil der Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern im Land geimpft ist, sollen voraussichtlich Mitte bis Ende Januar in einer nächsten Phase sechs zentrale Impfstellen in Hessen öffnen. In Darmstadt ist im Kongresszentrum „Darmstadtium“ das schon einsatzbereite Impfzentrum eingerichtet worden.

Es ist vorgesehen, dass sich dann auch die Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und ambulanten Pflegediensten sowie alle Menschen, die über 80 Jahre alt sind und noch nicht von mobilen Teams in den Alten- und Pflegeheimen geimpft wurden, den Impfstoff injiziert bekommen können, sofern sie dies wollen.

Odenwald: Drei weitere Todesfälle an Heiligabend und Weihnachten

Update vom Samstag, 26.12.2020, 20:00 Uhr: Im Odenwald sind drei weitere Menschen mit einer Coronavirus-Infektion gestorben und im Landkreis Darmstadt-Dieburg zwei. Klaus Peter Schellhaas (SPD), der Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, teilte via Facebook mit, der Landkreis habe nun seit Beginn der Pandemie „85 Verstorbene zu betrauern“.

Wie die Kreisverwaltung in Erbach am ersten Weihnachtsfeiertag mitteilte, waren zwei Verstorbene zwischen 80 und 89 Jahre, beziehungsweise über 100 Jahre alt. Beide hätten in einem Pflegeheim gelebt.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag meldete die Kreisverwaltung dann einen weiteren Todesfall. Die Person sei über 90 Jahre alt gewesen und habe ebenfalls in einem Alten- und Pflegeheim gelebt. Seit Beginn der Pandemie sind im Odenwald nun 106 Menschen, die positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden waren. Derzeit sind im Odenwald rund 500 Menschen akut mit dem Erreger infiziert. Insgesamt gelten mehr 1.600 Menschen bereits als genesen.

Nach Angaben der Pressestelle des Odenwaldkreises arbeitet das Kreisgesundheitsamt auch an den Feiertagen, um alle eingehenden Corona-Fälle zu bearbeiten. Allerdings sei davon auszugehen, dass deutlich weniger Fälle von Arztpraxen und Laboren gemeldet würden. Auch das Robert-Koch-Institut weise auf seiner Internetseite darauf hin, dass die Fallzahlen der nächsten Tage nur eine „bedingte Aussagekraft“ hätten. 

Corona im Odenwald: Höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Südhessen

In den letzten sieben Tagen wurden mehr als 250 neue Corona-Infektionen vom Kreisgesundheitsamt in Erbach registriert. An Heiligabend hatte das Kreisgesundheitsamt in Erbach eine Sieben-Tage-Inzidenz von 317,5 berechnet. Nach Angaben des RKI stieg der Wert am ersten Weihnachtsfeiertag auf 330,9 und fiel am zweiten Weihnachtsfeiertag auf 264,7 (Stand jeweils 0:00 Uhr). Das ist nach wie vor der höchste Wert in Südhessen.
 
Auf den Corona-Stationen des Gesundheitszentrums in Erbach wurden am zweiten Weihnachtsfeiertag nach Angaben des Kreises 45 Patientinnen und Patienten betreut. Davon benötigten elf eine intensivmedizinische Behandlung, bei zwei Personen stehe das Testergebnis noch aus. In Kliniken außerhalb des Kreises befänden sich zehn weitere Patienten.
 
Zudem stehen nach Angaben des Kreises mehrere Alten- und Pflegeheime zum Teil oder ganz unter Quarantäne. Von Corona-Infektionen betroffen seien außerdem Schülerinnen und Schüler von sechs Schulen.

Nach Angaben des Darmstadt-Dieburger Landrats Schellhaas werden in den Kliniken des Kreises 54 Menschen behandelt - 37 in Groß-Umstadt auf der Covid-Station und zwi auf der Intensivstation. In Seeheim-Jugenheim seien es 15 Personen auf der Intensivstation.

Update vom Freitag, 25.12.2020, 20.00 Uhr: Der Landkreis Darmstadt-Dieburg teilte am Freitagabend mit, dass am Standort der Groß-Umstadt der Kreiskliniken auf der Normalstation derzeit 39 positiv auf Covid-19 getestete Patientinnen und Patienten sowie auf der Intensivstation weitere vier Patienten behandelt würden. Am Standort in Seeheim-Jugenheim müssten zudem weitere 15 schwer erkrankte Menschen intensivmedizinisch betreut werden. 

+++ 20.00 Uhr: Der Landkreis Darmstadt-Dieburg teilte am Donnerstagabend mit, dass am Standort der Groß-Umstadt der Kreiskliniken auf der Normalstation derzeit 37 positiv auf Covid-19 getestete Patientinnen und Patienten sowie auf der Intensivstation weitere vier Patienten behandelt würden. Am Standort in Seeheim-Jugenheim müssten zudem weitere 16 schwer erkrankte Menschen intensivmedizinisch betreut werden. 

Weihnachtsansprachen: Landräte würdigen solidarisches Verhalten

Der Darmstadt-Dieburger Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) äußerte in seiner Weihnachtsansprache, die Pandemie habe seit März gezeigt, dass die Menschheit „verwundbar und verletztlich“ sei. Trotz Abstand und Hygieneregeln seien sich die Menschen im Landkreis „näher gekommen“, weil sie sich solidarisch, rücksichts- und verantwortungsvoll verhalten hätten.

In einem „Grußwort zu Weihnachten“ äußerte Christian Engelhardt (CDU), der Landrat des Kreises Bergstraße, gerade mit Blick auf das abgelaufene Jahr habe ihn „die Solidarität der Menschen im Kreis Bergstraße begeistert“. Eine Gesellschaft könne „nur durch die Solidarität für und den Zusammenhalt mit den anderen existieren“. „Nur gemeinsam werden wir einen Weg aus dieser Krise finden“, äußerte der Landrat.

Hinweis des RKI bezüglich der Interpretation der Corona-Fallzahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin weist nach wie vor darauf hin, dass während der Weihnachtsfeiertage, zum Jahreswechsel und an den umgebenden Tagen bei der Interpretation der Corona-Fallzahlen zu beachten sei, dass zum einen weniger Personen einen Arzt aufgesucht hätten. Dadurch seien weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt worden.

Dies habe dazu geführt, dass weniger Nachweise des Erregers an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet worden seien. Zum anderen, so das RKI, könne es sein, dass in jener Zeit nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen Daten übermittelt hätten. Wie erwartet führt die inzwischen wieder gestiegene Testfrequenz nun nach und nach auch zu steigenden Nachweisen.

Corona-Testzentrum in Darmstadt: OB-Initiative bleibt erfolglos

Update vom Donnerstag, 24.12.2020, 10.40 Uhr: Das Corona-Testzentrum in Darmstadt-Bessungen, Bessunger Straße 125, bleibt an Heiligabend und an Weihnachten (24. bis 26. Dezember), an Silvester, 31. Dezember sowie an Neujahr, 1. Januar, geschlossen, weil sich - im Gegensatz etwa zum medizinischen und pflegerischen Personal, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten - private Labore an diesen Tagen die Proben nicht abholen (siehe auch: Keine Tests an Weihnachten).

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hatte die Schließung des Testzentrums kritisiert und sich noch Anfang der Woche - letztlich vergeblich - beim Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen und Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) darum bemüht, das Testzentrum wenigstens zeitweise zu öffnen, um die bestehende Be- oder Überlastung der Darmstädter Kliniken zu verringern.

Bei Verdacht auf Corona-Infektion: 116 117 anrufen!

Alexander Kowalski, der Sprecher der KV Hessen, bestätigte nun auf Anfrage der Frankfurter Rundschau ein Gespräch von OB Partsch mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen, Eckhard Starke. Allerdings, so Kowalski, „bleibe alles wie gehabt“. Das heißt, es werde „keine reduzierten Öffnungszeiten an den Feiertagen geben“.

Die Corona-Testzentren in Heppenheim und Frankfurt haben an den Feiertagen geöffnet. Am Sonntag, 27. Dezember, und am Samstag, 2. Januar, hat das Testcenter in Darmstadt von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen empfiehlt bei einem Verdacht einer Corona-Infektion den Hausarzt und/oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 anzurufen und nicht einfach zu einem Corona-Testzentrum zu fahren. 

Corona im Odenwald: Zwei weitere Todesfälle

Die Kreisverwaltung im Odenwaldkreis teilte an Heiligabend mit, dass sich die Gesamtzahl der positiven Corona-Testergebnisse auf nun kumuliert 2.154 erhöht habe (Stand: 23.12., 16:25 Uhr). Dies seien 47 Fälle mehr als noch am Vortag. Davon würden 1.529 Personen als „genesen“ gelten. Dies seien 53 mehr als noch am Vortag.

Zwei weitere Menschen seien in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Sie hätten in einem Pflegeheim gelebt und gehörten zur Altersgruppe der 80- bis 89- beziehungsweise der über 90-Jährigen. Die Gesamtzahl der Verstorbenen im Odenwald im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion oder der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 liegt nun aktuell bei 103. Derzeit gelten 522 Menschen als akut infiziert.

Odenwald bleibt Corona-Hotspot in Hessen

In den vergangenen sieben Tagen registrierte der Odenwald 307 neue Corona-Infektionen. Das ergibt nach eigenen Berechnungen des Kreisgesundheitsamtes eine Sieben-Tage-Inzidenz von 317,5. Das Robert-Koch-Institut in Berlin meldet hingegen aufgrund der vom Land Hessen übermittelten (niedrigeren) Fallzahlen einen Wert von 294,7. Der Odenwald bleibt damit der Corona-Hotspot mit der höchsten Inzidenz in Südhessen.
 
Auf den Corona-Stationen des Gesundheitszentrums in Erbach werden derzeit nach Auskunft der Kreispressestelle in Erbach 43 Patienten betreut. Davon benötigten neun eine intensivmedizinische Behandlung, bei zwei Personen stehe das Testergebnis noch aus. In Kliniken außerhalb des Odenwaldkreises befänden sich zehn weitere Patienten.
 
Zudem befinden sich nach der Mitteilung des Kreises auch mehrere Alten- und Pflegeheime zum Teil oder ganz unter Quarantäne. Betroffen von Corona-Infektionen seien außerdem Schülerinnen und Schüler von neun Schulen im Kreis sowie eine Kindertagesstätte in Michelstadt.

Corona in Darmstadt: Acht Todesfälle an einem Tag

Letztes Update vom Mittwoch, 23.12.2020, 20:15 Uhr: Kurz vor Heiligabend haben die Gesundheitsbehörden in Südhessen am Dienstag mehr als 20 Todesfälle registriert, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Das geht aus den jüngsten Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts in Berlin, des hessischen Sozialministeriums in Wiesbaden und den Stadt- und Kreisverwaltungen in Darmstadt, Groß-Gerau, Heppenheim und Erbach hervor.

In Darmstadt wurden am Dienstag im Vergleich zum Vortrag gleich acht Tote - so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie im Frühjahr - registriert, die mit dem neuartigen Erreger infiziert waren. Die Stadt machte zu den Todesfällen keine Angaben.

Corona an der Bergstraße: Sieben weitere Todesfälle

Der Kreis Bergstraße meldete am Mittwochabend sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bei den Toten handele es sich um eine 95-jährige Person aus Bürstadt, drei 89-, 93- und 84-jährige Personen aus Heppenheim, eine 90-jährige Person aus Mörlenbach sowie eine 90- und eine 93-jährige Person aus Lampertheim.

83 Personen aus dem Kreis Bergstraße befinden sich derzeit nach Angaben der Kreisverwaltung in Heppenheim mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung.

Aktuell von Corona-Infektionen betroffen seien auch eine Kindertagesstätte in Lampertheim, eine Pflegeeinrichtung in Lorsch, besondere Wohneinrichtungen in Lampertheim und Mörlenbach sowie eine Gemeinschaftsunterkunft in Lampertheim.

Corona in Darmstadt-Dieburg: Vier Schulen betroffen

Im Kreis Darmstadt-Dieburg werden derzeit nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein 40 positiv auf Covid-19 getestete Patienten in der Kreisklinik Groß-Umstadt auf der Normalstation behandelt und zwei Patient:innen auf der Intensivstation. In Seeheim-Jugenheim werden 15 Menschen intensivmedizinisch betreut. 

Die Kreisverwaltung meldete zudem am Mittwoch weitere Corona-Fälle aus der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt, der Melibokusschule in Alsbach-Hähnlein, der Rehbergschule in Roßdorf und dem Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim.

Die Kreisverwaltung des Odenwaldkreises in Erbach teilte indes mit, zwei weitere Personen seien in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Sie seien zwischen 70 und 79 Jahre alt gewesen. Eine Person habe bisher in einem Alten- und Pflegeheim, eine im häuslichen Umfeld gelebt. 

OB Partsch: „Wir sind noch immer in einer ernsten Situation auch in Darmstadt“

Nach der Sitzung des Covid-19-Krisenstabs der Stadt einen Tag vor Heiligabend hat sich Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) nochmals in einer Mitteilung an die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger appelliert, an Weihnachten ihre Kontakte zu reduzieren. „Wir sind leider auch fast ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie noch immer in einer ernsten Situation auch in Darmstadt. Das Virus kennt keine Feiertage und nimmt keine Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse“, teilte Partsch mit.

„Wir alle verstehen den großen Wunsch nach einem normalen Weihnachtsfest im Kreise der Großfamilie. Das wird in diesem Jahr aber leider nicht möglich sein. Ich schließe mich daher mit meinem Appell dem der Bundesregierung, der Landesregierung und des Robert-Koch-Instituts an: Feiern Sie Weihnachten trotz des größeren Kontaktrahmens im kleinsten Kreis, vermeiden Sie es zu reisen und nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen. Sie entlasten damit das Personal in den Kliniken und in den Pflegeheimen und Sie retten Leben!“

Der gesamte Krisenstab wünsche trotz der Umstände „ein besinnliches Weihnachtsfest und ruhige Feiertage, so Partsch. Der Wunsch des OB: „Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf und bleiben Sie gesund!“

Corona in Darmstadt: 800 Impfungen in der nächsten Woche geplant

Nach Angaben der Stadt Darmstadt gibt es seit Dienstag für das Impfzentrum im Kongresszentrum Darmstadtium nun den Einsatzbefehl des Landes, am kommenden Sonntag, 27. Dezember, mit mobilen Impfteams erste Pflege- und Altenhilfeeinrichtungen anzusteuern, um mit dem Impfen von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Pflegekräften zu beginnen. Voraussichtlich stehen dafür für die erste Woche rund 800 Impfdosen zur Verfügung. Das Impfzentrum soll dann voraussichtlich etwa Mitte Januar den Betrieb aufnehmen.

Auf der Normal- und der Intensivstation Klinikum Darmstadt befinden sich derzeit 59 (17) Patientinnen und Patienten, im Elisabethenstift 34 (4) und im Alice-Hospital 8 (0). In der Kinderklinik befindet sich noch ein Kind auf der Intensivstation. Die Klinken bereiten sich nach Angaben der Stadt unterdessen auf die Weihnachtstage und einen weiteren Anstieg der Patientenzahlen vor. Die Pflegeheime, in denen es in den vergangenen Wochen Corona-Ausbrüche gegeben habe, verzeichneten derweil „weiterhin rückläufige Zahlen“, so die Stadt.

Corona in Darmstadt: Testzentrum in Bessungen an den Feiertagen geschlossen

Um die ohnehin stark belasteten Kliniken zu entlasten, hat Darmstadts Oberbürgermeister Parstch Gespräche mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und mit Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) zur geplanten Schließung des Corona-Testzentrums im Stadtteil Bessungen an den Feiertagen geführt. Die Gespräche haben nach Angaben der Stadt ergeben, dass offenbar die Mehrzahl der (privaten) Labore an den Feiertage geschlossen sind und es daher „keine Möglichkeit zur Auswertung der Tests“ gibt.

OB Partsch habe nochmals „eindringlich darauf hingewiesen, dass die Schließung zu Mehrbelastungen in den Kliniken führen wird“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Seitens der KV Hessen sei versichert worden, noch einmal zu prüfen, ob es eventuell doch noch reduzierte Öffnungsmöglichkeiten geben könne. Die Prüfung ergab, dass das Testzentrum doch geschlossen bleibt.

Corona in Südhessen: Sieben weitere Todesfälle

Update vom Dienstag, 22.12.2020, 20:00 Uhr: In den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und im Odenwald sind am Dienstag sieben Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus registriert worden. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gebe es zwei weitere Sterbefälle zu betrauern, teilte Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) am Dienstagabend mit.

Drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldete der Kreis Bergstraße. Es handele sich um eine 81-jährige Person aus Viernheim sowie eine 76-jährige und eine 94-jährige Person, beide aus Mörlenbach.

Und im Odenwald sind zwei weitere Personen in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorben. Sie seien zwischen 70 und 79 Jahre alt gewesen und hätten bislang in einem Alten- und Pflegeheim gelebt, teilte die Kreisverwaltung in Erbach mit.

Darmstadt-Dieburg: 1100 aktive Corona-Infektionen

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gab es am Dienstag etwa 1100 aktive Infektionen. 3860 Personen gelten als genesen. In den beiden Kreiskliniken werden derzeit 59 Menschen behandelt - 39 auf der Covid-Station und fünf auf der Intensivstation in Groß-Umstadt und 15 Menschen auf der Intensivstation in Seeheim-Jugenheim. „Gerade die steigende Zahl von Patienten auf den Intensivstationen bereiten mir große Sorgen“, teilte Landrat Schellhaas am Dienstagabend mit,

Bergstraße: 550 Corona-Infektionsfälle in einer Woche

Im Kreis Bergstraße sind allein in den vergangenen sieben Tagen 550 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Von Infektionsfällen betroffen sind eine Schule in Lampertheim sowie Pflegeeinrichtungen in Heppenheim, Lampertheim, Lindenfels und Wald-Michelbach. Aus dem Kreis Bergstraße befinden sich inzwischen 84 Personen mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung.

Odenwald: 535 akute Corona-Infektionsfälle

Im Odenwald sind derzeit nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Erbach 535 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Mit 131 den größten Anteil hat die Unterzent (Höchst 40, Breuberg 22, Lützelbach 69), gefolgt von der Region Erbach/Michelstadt mit 106 Fällen (Erbach 43, Michelstadt 63). In Bad König/Brombachtal gab es 53 Infektionen (Bad König 45, Brombachtal 8), im Gersprenztal 21 (Reichelsheim 11, Brensbach 6, Fränkisch-Crumbach 4) und in Mossautal/Oberzent zwölf (Mossautal 5, Oberzent 7).

Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum in Erbach werden 50 Patienten betreut. Davon benötigen neun eine intensivmedizinische Behandlung, bei vier Personen steht laut Kreisverwaltung das Testergebnis noch aus. In Kliniken außerhalb des Kreises werden zehn weitere Patienten versorgt.

Zudem stehen mehrere Alten- und Pflegeheime im Odenwald teilweise oder ganz unter Quarantäne. Betroffen von Corona-Fällen sind außerdem Schülerinnen und Schüler von neun Schulen in Erbach, Höchst, Michelstadt, Oberzent und in Breuberg. Quarantänemaßnahmen gelten überdies teils oder komplett für Kitas in Michelstadt, Bad König, Oberzent und Brensbach.

Corona in Darmstadt: OB skeptisch bezüglich Gottesdienst-Besuchen

Update vom Montag, 21.12.2020, 19.30 Uhr: Die Lage in den Pflegeheimen in Darmstadt hat sich nach einer Mitteilung der Stadt vom Montag „leicht stabilisiert“. Wegen des nach wie vor sehr hohen und dynamischen Infektionsgeschehens hat Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, einen möglicherweise geplanten Besuch eines Gottesdienstes noch einmal zu überdenken.

Er habe zwar einerseits „großes Verständnis für das Bedürfnis nach Andacht, gerade zum Weihnachtsfest“. Andererseits sei die Situation aktuell „leider so, dass Gottesdienste, vor allem in Innenräumen, das Infektionsgeschehen zusätzlich deutlich befördern können“. „Bleiben Sie also vorsichtig“, rät Partsch, ohne dabei explizit davon abzuraten, Kirchen an Weihnachten aufzusuchen.

Nach Angaben der Stadt wird das Darmstädter Gesundheitsamt - im Gegensatz zum Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung in Darmstadt-Bessungen - auch an den Feiertagen mindestens von 10 bis 16 Uhr besetzt sein. Auch die Bundeswehr unterstütze in diesem Zeitraum weiterhin beim Betrieb der Hotline 06151/33090, heißt es.

Corona in Darmstadt: Die aktuelle Lage in den Kliniken und Pflegeheimen

Die Lage in den Krankenhäusern und den Pflegeheimen bleibt nach Einschätzung der Stadt „ enorm angespannt“. Gleichwohl sei „punktuell eine leichte Stabilisierung zu beobachten“. In den Altenheimen sei dies das Ergebnis der konsequenten Testung, Isolierung und Quarantäne. Im Gegensatz zu anderen Kommunalverwaltungen gibt es keine konkreteren Angaben etwa dazu, welche Heime betroffen sind.

In den Krankenhäusern gingen die leicht gesunkenen Patientenzahlen auf eine kürzlich angepasste Verordnung des Landes Hessen zurück, wodurch nicht mehr ganz so viele Patienten aus den umliegenden Häusern nach Darmstadt verlegt werden. Auch im Rettungsdienst bleibe die Lage „angespannt“, weil nach wie vor die Unterbringung von Patient:innen erschwert sei. 

Im Klinikum Darmstadt befinden sich auf der Normal- und der Intensivstation 57 beziehungsweise 15 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion. Im Elisabethenstift sind es 13 (4) und im Alice-Hospital 10 (0) Patientinnen und Patienten. In den Kinderkliniken befinden sich zwei Covid-19-Patienten auf der Normal- und ein Kind auf der Intensivstation.

Im Impfzentrum gehen nach Auskunft der Stadt die Vorbereitungen weiter, um am 28. Dezember mit mobilen Impfteams erste Impfungen vornehmen zu können, sobald der Impfstoff in Darmstadt eingetroffen sei.   

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Kreis verfügt Böllerverbot

Zur Klarstellung aufgrund eingehender Bürgeranfragen hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg am Montag eine Änderungsverfügung zur Vierten Allgemeinverfügung bekanntgegeben, am Dienstag, 22. Dezember in Kraft tritt. So wurde darin klargestellt, unter welchen Bedingungen Besuche von Partnern oder Verwandten einen gewichtigen Grund darstellen, der eine Ausnahme von der Ausgangssperre, insbesondere für Menschen mit Wohnsitz außerhalb des Landkreises (heimkehrende Kinder, Eltern, Geschwister), rechtfertigt. Das Weihnachtsfest im engsten Familienkreis bleibt damit möglich. Auch eine Übernachtung ist von der Formulierung gedeckt.

Zudem hat der Kreis ein Böllerverbot im öffentlichen Raum an Silvester und Neujahr verfügt. „So lieb uns unsere Traditionen geworden sind, müssen wir mit dem Böllerverbot der ohnehin extremen Auslastung in den Kreiskliniken Rechnung tragen und Feuerwerksverletzungen minimieren“, äußerte Landrat Klaus Schellhaas (SPD).

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Die Lage in den Kliniken

Derzeit werden 39 positiv auf Covid-19 getestete Menschen in der Kreisklinik Groß-Umstadt auf der Normalstation behandelt und sechs auf der Intensivstation. In Seeheim-Jugenheim werden 14 Patientinnen und Patienten intensivmedizinisch betreut.

Corona an der Bergstraße: Fünf neue Todesfälle

Der Kreis Bergstraße meldete am Montag fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handele sich um eine 85-jährige Person aus Groß-Rohrheim, eine 93-jährige Person aus Heppenheim, eine 85-jährige Person aus Bensheim sowie eine 85-jährige und eine 91-jährige Person, beide aus Lampertheim. Ein am Samstag, 19. Dezember gemeldeter Todesfall in Fürth wurde aufgrund einer Korrekturmeldung durch das beauftragte Labor nicht länger als Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert und die Statistik sei entsprechend korrigiert worden.

Von Corona-Fällen betroffen sind nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Heppenheim zwei Schulen und eine Kindertagesstätte in Bensheim sowie Pflegeeinrichtungen in Bensheim, Heppenheim, Lampertheim, Lorsch, Viernheim und Wald-Michelbach und überdies eine Gemeinschaftsunterkunft in Mörlenbach.

Corona im Odenwald: Kreis und Rotes Kreuz simulieren Impftag in Erbach

Der Odenwaldkreis und der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes haben eine positive Bilanz des Testlaufs im Impfzentrum gezogen, der am Samstag stattfand. Rund 100 Freiwillige aus dem Landratsamt als Testpersonen und viele Kräfte aus mehreren Hilfsorganisationen hatten einen Impftag simuliert, um die eingerichteten Räumlichkeiten und Abläufe auf deren Tauglichkeit hin zu prüfen. 

Die Kreisverwaltung hat das Zentrum in Form einer großen Messehalle auf dem Erbacher Wiesenmarkt-Gelände erstellen lassen und wird es für die Durchführung der Impfungen dem DRK übergeben. Für die Organisation der Anmeldungen ist nicht der Kreis, sondern das Land Hessen zuständig. Geplant ist ein Anmeldeverfahren über die Kassenärztliche Vereinigung Hessen per Telefon und Internet. Die Inbetriebnahme des Impfzentrums ist für den 28. Dezember geplant.

Corona im Odenwald: Drei weitere Corona-Todesfälle

Nach Angaben der Kreisverwaltung in Erbach sind drei Personen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Sie hatten in Pflegeheimen gelebt und waren zwischen 74 und 80 Jahre alt. Die Zahl der Verstorbenen beträgt nun 97. Derzeit sind im Odenwald 582 Menschen akut infiziert.
 
Auf den Corona-Stationen des Gesundheitszentrums in Erbach befinden sich 47 Patientinnen und Patienten. Davon würden sechs auf der Intensivstation behandelt, bei fünf Personen steh das Testergebnis noch aus. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich zehn weitere Patienten.
 
Im Odenwald stehen sechs Alten- und Pflegeheime in Bad König, Michelstadt, Oberzent, Breuberg und Lützelbach zum Teil oder ganz unter Quarantäne. Betroffen sind außerdem Schülerinnen und Schüler von zehn Schulen in Erbach, Höchst, Michelstadt, Oberzent und in Breuberg. Quarantäne-Anordnungen gibt es zudem für mehrere Kitas in Michelstadt, Bad König, Oberzent und in Brensbach

Kreis Groß-Gerau hebt Ausgangssperre wieder auf

+++ 15:00 Uhr: Weil am Sonntag am fünften Tag in Folge die Sieben-Tage-Inzidenz als maßgebliche Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus unter die Marke von 200 gefallen ist, hat der Kreis Groß-Gerau seine am 18. Dezember 2020 verlängerte Ausgangssperre für den gesamten Kreis wieder aufgehoben.

„Bereits am Sonntagabend gilt die nächtliche Ausgangssperre im Kreis nicht mehr“, äußerte Landrat Thomas Will (SPD) am Sonntagmittag in einer Mitteilung. In den vergangenen Tagen war für die Zeit zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens der Aufenthalt im öffentlichen Raum im Kreis nur aus gewichtigen Gründen erlaubt gewesen.

Im Kreis Groß-Gerau lag der Wert die Sieben 7-Tage-Inzidenz (das ist der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb der vergangenen sieben Tagen) nach dem vergangenen Dienstag, 15. Dezember, (206,8) unterhalb der Marke von 200. Am Mittwoch, 16. Dezember, betrug er 197,1, am Donnerstag 195,3, am Freitag 171,3, am Samstag 176,3 und am Sonntag, 20. Dezember 2020, 186,1.

Corona in Südhessen: Ausgangssperren im Kreis Darmstadt-Dieburg und an der Bergstraße

Update vom Sonntag, 20.12.2020, 12.30 Uhr: Nächtliche Ausgangssperren gelten von Montag an auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg und an der Bergstraße. In den beiden Kreisen lag die Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts drei Mal in Folge über dem Wert von 200 Fällen je 100.000 Einwohner. Damit wurde die Warnstufe „Schwarz“ nach dem hessischen Eskalationskonzept erreicht. Die  Ausgangssperren gelten für die Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus gewichtigen Gründen erlaubt.

Im Kreis Darmstadt-Dieburg sind nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit 1073 Menschen akut mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Binnen einer Woche sind im Kreis 14 Menschen, die mit dem Erreger infiziert waren, verstorben und es wurden  in dieser Zeit mehr als 600 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Nach Angaben der Kreisverwaltung gilt die Ausgangssperre (auf der Internetseite des Landkreises ist die entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht worden) bis zum 8. Januar. In der Zeit zwischen 21 und 5 Uhr ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur aus wichtigen Gründen erlaubt. Personen, die keine eigene Wohnung im Kreisgebiet besitzen, ist der Aufenthalt im Landkreis während dieses Zeitraums ebenfalls nur aus wichtigen Gründen erlaubt. Eine Durchfahrt durch den Kreis ist jedoch erlaubt. 

Corona-Testcenter über die Weihnachtstage, Silvester und Neujahr geschlossen

Das Corona-Testcenter in Darmstadt, Bessunger Straße 125, hat über die Weihnachtstage (24. bis 26. Dezember) und auch am 31. Dezember sowie am 1. Januar geschlossen. Die Corona-Testcenter in Heppenheim und Frankfurt haben an den Feiertagen geöffnet. Am Sonntag, 27. Dezember, und am Samstag, 2. Januar, hat das Testcenter in Darmstadt von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen empfiehlt bei einem Verdacht einer Corona-Infektion den Hausarzt und/oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 anzurufen und nicht einfach zu einem Testcenter zu fahren. 

Corona an der Bergstraße: Landrat mahnt zu Besonnenheit

Christian Engelhardt (CDU), der Landrat des Kreises Bergstraße, mahnte am Sonntag die Bevölkerung zur Ruhe und Besonnenheit: Er appelliere an alle Bergsträßerinnen und Bergsträßer, „in dieser kritischen Phase der Pandemie ihre Kontakte entsprechend einzuschränken, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken“, teilte Engelhardt mit.

Im Kreis Bergstraße sind seit Beginn der Pandemie im März bereits 71 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Zahlreiche Schulen und Pflegeeinrichtungen sind derzeit nach Angaben des Kreises von Corona-Infektionen betroffen. Die von Engelhardt unterzeichnete sechste Allgemeinverfügung des Kreises zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Bergstraße wurde am Sonntag per Eilbekanntmachung auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht.

Corona im Odenwald: Hotspot in Hessen mit höchster Inzidenz

Im Odenwald wurden am Samstag, 19. Dezember, laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Erbach 64 weitere positive Corona-Testergebnisse erfasst. Dadurch stieg die Gesamtzahl der Fälle auf 2.051 an. Davon gelten nach Angaben des Kreises 1.383 Personen als genesen. Das waren drei mehr als am Vortag. 94 Odenwälderinnen und Odenwälder, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind seit Beginn der Pandemie im März gestorben. Derzeit gelten im Odenwaldkreis 574 Menschen als akut infiziert.
 
Die die Sieben-Tage-Inzidenz im Odenwald stieg laut Berechnungen des Robert-Koch-Instituts auf 368,1 (Stand 20.12., 00:00 Uhr). Allerdings fehlt nach Angaben der Kreisverwaltung erneut ein Fall, sodass die Berechnung auf 356 Infektionen in den letzten sieben Tagen basiere, während die Statistik des Gesundheitsamts 357 Infektionen ausweise. Das heißt, dass der Inzidenzwert sogar noch höher ist.

Auf den Corona-Stationen des Gesundheitszentrums in Erbach befinden sich derzeit 45 Patientinnen und Patienten. Davon werden sechs auf den Intensivstationen behandelt, bei zwei Personen steht das Testergebnis noch aus. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung zehn weitere Patient:innen.

Auch im Odenwald wurden etliche Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheime, bei Schülerinnen und Schüler an neun Schulen sowie bei Kindern aus Kitas registriert. Eine aktuelle Auflistung der Kreisverwaltung findet sich hier.

Corona in Südhessen: 16 weitere Todesfälle

Update vom Samstag, 19.12.2020, 20.50 Uhr: In Südhessen sterben immer mehr Menschen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Am Samstag registrierten die Gesundheitsbehörden in Darmstadt und den vier südhessischen Landkreisen 16 Todesfälle.

Wegen steigender Corona-Fallzahlen droht nun auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg von Montag an eine nächtliche Ausgangssperre, nachdem die 7-Tages-Inzidenz bereits am Freitag und Samstag bei über 200 Fällen je 100.000 Einwohner lag. Ausgangssperren gelten bereits für den Kreis Groß-Gerau (verlängert vorerst bis zum 10. Januar) und den Odenwaldkeis (verlängert vorerst bis zum 6. Januar).

Corona im Odenwald: Zahl der Todesfälle steigt auf 94

Im Odenwald hat die 7-Tages-Inzidenz inzwischen den hessenweit höchsten Wert von 341 erreicht. Die Kreisverwaltung teilte am Samstag mit, es seien drei weitere Menschen im Zusammenhang mit ihrer Corona-Erkrankung verstorben. Sie hätten in Pflegeheimen gelebt und waren zwischen 79 und 93 Jahre alt.

Die Zahl der registrierten Corona-Todesfälle im Odenwald, wo derzeit 515 Menschen akut mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 infiziert sind, stieg auf 94. In den letzten 7 Tagen gab es im Odenwaldkreis 330 neue Corona-Infektionen. Daraus ergibt sich nach einer Berechnung des Kreises eine 7-Tage-Inzidenz von 341,3 (Stand: 19.12., 10:00 Uhr). Die aktuellen Angaben auf der Seite des Robert-Koch-Instituts in Berlin seien „nicht aktuell“, teilte der Kreis mit. 

Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum in Erbach werden nach Angaben der Odenwälder Kreisverwaltung in Erbach 45 Patienten und Patienten betreut (Stand 19.12., 08:15 Uhr). Davon benötigten sechs eine intensivmedizinische Behandlung, bei zehn Personen stehe das Testergebnis noch aus. In Kliniken außerhalb des Kreises befänden sich zehn weitere Patient:innen.

Im Gegensatz zur Stadt Darmstadt und dem Kreis Groß-Gerau informiert der Odenwaldkreis auch täglich detailliert über die aktuelle Lage in den Alten- und Pflegeheimen sowie Schulen und Kindertagesstätten.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: 55 Infizierte in Kliniken

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg teilte am Samstag mit, derzeit würden 37 positiv auf Covid-19 getestete Patient:innen in der Kreisklinik Groß-Umstadt auf der Normalstation behandelt und vier weitere auf der Intensivstation. In der Kreisklinik in Seeheim-Jugenheim würden 14 Patient:innen intensivmedizinisch betreut. 

Corona in Darmstadt: Appell des Covid-19-Krisenstabs

Der Covid-19-Krisenstab der Stadt Darmstadt hat sich mit einem Appell an die Eltern in Darmstadt gewandt, trotz geöffneter Kitas und Notbetreuung ihre Kinder nur in absoluten Notfällen in die Einrichtungen zu schicken. Es sei auch in diesem Bereich in den vergangenen Wochen zu einer Steigerung der Fallzahlen gekommen. Die Stadt will laut einer Mitteilung in den Einrichtungen „unbedingt eine weitere Verbreitung verhindert werden“.

Feuerwehr und Rettungsdienste bereiten sich derweil auf einen möglichen Start mobiler Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen nach Weihnachten vor. Derzeit wird im Impfzentrum Personal für die mobilen Impfteams geschult und vorbereitet.

Für den anschließenden Betrieb des Impfzentrums, das im Kongresszentrum „Darmstadtium“ eingerichtet worden ist, können nach Angaben der Stadt voraussichtlich vom kommenden Montag an erste Verträge geschlossen werden. Insgesamt befinden sich nach den Aufrufen 600 mögliche Helfer auf der Liste, darunter auch zahlreiche Ärzte.

Die Kassenärztliche Vereinigung plant offenbar, an den Weihnachtsfeiertagen die Testungen im Corona-Testzentrum in Darmstadt-Bessungen. Kritik kommt von Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne).

Corona in Darmstadt: Zwei Kinder auf der Intensivstation

Unterdessen steigt nach Auskunft der Stadt die Zahl der Patient:innen mit einer Covid-19-Infektionen in den Darmstädter Kliniken weiter. Laut Pressestelle der Stadt Darmstadt befanden sich am Freitag im Klinikum Darmstadt 17 Personen mit Covid auf der Intensivstation, im Elisabethenstift vier. Auch zwei Kinder mussten am Freitag auf der Intensivstation behandelt werden. Das Klinikum habe unterdessen am Donnerstag mit der regelmäßigen Testung seines Personals mit Antigentests begonnen.

Corona im Kreis Groß-Gerau: Testpflicht in Altenheimen

Update vom Donnerstag, 17.12.2020, 17.30 Uhr: Nur wer negativ auf das neuartige Coronavirus getestet ist, darf Angehörige in Seniorenheimen im Kreis Groß-Gerau besuchen. Das sieht eine neue Allgemeinverfügung vor, welche die Kreisverwaltung am Donnerstag erlassen hat.

„Mit der neuen Regelung wollen wir im Corona-Hotspot Kreis Groß-Gerau gerade den alten und hilfsbedürftigen Menschen wieder mehr soziale Kontakte ermöglichen und gleichzeitig das Risiko einer Ansteckung verringern“, schreiben der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Walter Astheimer (Grüne) und Landrat Thomas Will (SPD) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Ziel sei es, die weitere Ausbreitung des Virus in den Alten- und Pflegeheimen zu verhindern, deren Bewohnerinnen und Bewohner besonders durch das Virus gefährdet sind. Betreiber von Pflegeeinrichtungen sind ab sofort verpflichtet, die Regelung durchzusetzen.

Ein positiver Antigen-Test muss durch eine unmittelbar danach entnommene PCR-Untersuchung verifiziert oder entkräftet werden. Tests, die nicht selbst von der Einrichtung durchgeführt werden, können akzeptiert werden, wenn sie nicht mehr als 48 Stunden vor dem geplanten Besuch gemacht wurden.

Update von Dienstag, 15.12.2020, 18.44 Uhr: 14 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Sars-Cov-2-Infektion wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) seit gestern für Südhessen gemeldet. Vier Menschen verstarben in Darmstadt, fünf im Kreis Darmstadt-Dieburg, vier im Kreis Bergstraße und eine Person im Kreis Groß-Gerau.

Corona in Darmstadt: Erstmals Kind auf Intensivstation

Auch die Zahl der Covid-19-Belegungen in den Krankenhäusern steigt stetig steigt – sowohl auf den Normal-, als auch auf den Intensivstationen. Wie die Stadt Darmstadt mitteilte, wurde inzwischen auch ein erster Patient aus den Kinderkliniken auf die Intensivstation verlegt. Das Klinikum Darmstadt betreue derzeit 55 Covid-19-Fälle auf den Normalstationen und 16 auf Intensiv, das Elisabethenstift 33 auf Normal und drei auf Intensiv; im Alice-Hospital sind es zehn Fälle. Dies sei im Vergleich zur Situation vor einer Woche im Klinikum eine Steigerung von 54 auf 71, im Elisabethenstift von 26 auf 36 Betroffene, hieß es aus dem städtischen Krisenstab. Insgesamt verzeichnete das Gesundheitsamt in Darmstadt während der vergangenen Woche 200 Covid-19-Neuinfektionen.

„Das sind die höchsten Zahlen, die wir während der Corona-Pandemie jemals in den Darmstädter Kliniken hatten“, betonte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). „Dies unterstreicht, wie absolut notwendig und vernünftig der Shutdown ist, der nun ab Mittwoch startet.“

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Privates Testzentrum in Pfungstadt

Update von Montag, 14.12.2020, 17.00 Uhr: Ohne Symptome und ohne vorher einen Arzt oder das Gesundheitsamt zu konsultieren mal schell testen lassen: Das ist von Mittwoch, 16. Dezember, an in Pfungstadt bei Darmstadt möglich. Dann öffnet auf dem Parkplatz des ehemaligen Schwimmbads ein neues privates Testzentrum. Für 48 Euro je Test können sich Menschen mithilfe eines Schnelltests der Firma R-Biopharm testen lassen.

Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, ist vorab eine Registrierung und Terminbuchung über das Portal des Testzentrums (www.cstz-da.de) notwendig. Die Probennahme erfolge per Rachen-Abstrich: Die Kunden kommen zur vereinbarten Stunde und verlassen nach dem Abstrich umgehend das Testgelände. Zwei Stunden später werden sie per E-Mail über ihr Ergebnis informiert, heißt es in einer Pressemitteilung. Tests mit positiven Resultaten sollen demnach sofort vorschriftsmäßig mit einer PCR-Nachtestung der gleichen Probe validiert werden – ohne Mehrkosten für die Testpersonen.

„Einer der sichersten Tests“

Organisation und Durchführung der Probennahme liegen in den Händen der Corona-Schnelltest-Zentrum Darmstadt GbR. Die Analyse mithilfe des Schnelltests erfolge im Labor der R-Biopharm-Tochter Humatrix mit Sitz im Biotechpark Pfungstadt, hieß es. Der Test soll laut Hersteller mit einer diagnostischen Sensitivität von 95 Prozent „zu den sichersten Schnelltests auf dem Markt“ gehören.

Pfungstadts Bürgermeister Patrick Koch (SPD) wolle sich als einer der Ersten testen lassen. Geöffnet ist das Corona-Schnelltest-Zentrum Darmstadt in Pfungstadt, Dr.-Horst-Schmidt-Straße 12, jeweils montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr.

Nächtliche Ausgangssperre im Kreis Groß-Gerau angeordnet

Update vom Freitag, 11.12.2020, 14.55 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat der Kreis Groß-Gerau eine nächtliche Ausgangssperre ab diesem Freitag, 11. Dezember, verfügt. Sie gilt zunächst bis zum 22. Dezember. „Eine Verlängerung bleibt aber vorbehalten“, teilte Landrat Thomas Will (SPD) mit. Die Verfügung untersagt in allen 14 Kommunen des Kreises das Verlassen der Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr ohne wichtigen Grund. Außerdem ist das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen ganztags verboten.

„Die jetzt ergriffenen Maßnahmen hätten früher kommen müssen“, äußerte Landrat Will. „Hätten wir nach den Herbstferien in der Corona-Bekämpfung konsequenter gehandelt und zum Beispiel Kontakte entschiedener unterbunden, Möglichkeiten zur Kontaktvermeidung auch in den Schulen zwingender genutzt, dann befänden wir uns jetzt zwei Wochen vor Weihnachten nicht in dieser Lage – und vielleicht hätte es dann eines Mittels wie der Ausgangssperre auch gar nicht bedurft.“

Wills Bilanz fällt eindeutig aus: „Mit den bisherigen Regelungen im Teil-Lockdown ist es uns leider nicht gelungen, die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Groß-Gerau zu senken. Wir verharren auf einem zu hohen Niveau. Es ist bedauerlich, aber es reicht offenbar nicht, an die Vernunft der Menschen zu appellieren.“

Schlappe für Gesundheitsamt Darmstadt vor dem Verwaltungsgericht

Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat in einem Eilverfahren dem Antrag eines Bewohners einer Seniorenresidenz stattgegeben, mit dem sich dieser gegen eine Quarantäne-Anordnung des Amtes gewehrt hatte. Ein Gerichtssprecher sagte am Freitag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau, der Beschluss in dem Verfahren sei bereits am 25. November gefallen.

Das Gesundheitsamt hatte nach Mitteilung des Verwaltungsgerichts vom Donnerstag aufgrund bestätigter Corona-Infektionen auch die Absonderung aller nicht infizierter Personen des Hauses verfügt und angeordnet, dass sie „bis mindestens zum 26.11.2020“ ihre Zimmer nicht verlassen dürften. Dagegen wandte sich ein Bewohner vor dem Verwaltungsgericht – mit Erfolg.

Verwaltungsgericht Darmstadt: Quarantäne-Anordnung „zu unbestimmt“

Das Verwaltungsgericht beanstandete zunächst die entsprechende Anordnung zeitlich als „zu unbestimmt“, weil für die Betroffenen unklar bleibe, ob die Anordnung am 26. November ende oder darüber hinaus wirksam bleibe.

Weiter, so urteilte die auch für Infektionsschutzrecht zuständige Vierte Kammer des Verwaltungsgerichts, habe sich die Behörde zu Unrecht an die Seniorenresidenz als Adressatin der Quarantäne-Anordnung gewandt, anstatt sich an die unmittelbar betroffenen Bewohner und Mieter der Residenz zu wenden.

Schließlich sei es auch „rechtlich unzulässig“, von der Leitung der Seniorenresidenz zu verlangen, den in Quarantäne befindlichen Personen ein Verlassen ihrer Zimmer zu untersagen. Eine Übertragung solch „hoheitlicher Befugnisse“ auf Dritte sehe das Infektionsschutzgesetz nicht vor, zumal es sich hierbei um „einen erheblichen Eingriff in Freiheitsrechte“ handele.

Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingelegt werden.

Stadtsprecher Klaus Honold sagte auf Anfrage, der Fall nicht im Krisenstab erörtert worden. Von Jürgen Krahn, dem Leiter des Darmstädter Gesundheitsamtes, lag bis Freitagnachmittag zunächst keine Stellungnahme zu dem Fall vor.

Planbare Eingriffe in Kreiskliniken werden abgesagt oder eingeschränkt

Wegen der angespannten Lage werden an den Kreiskliniken in Groß-Umstadt und Jugenheim planbare Eingriffe bis auf weiteres abgesagt (Groß-Umstadt) beziehungsweise „stark eingeschränkt“ (Jugenheim). Das hat die Kreisverwaltung in Darmstadt mitgeteilt. Die Entscheidung sei notwendig, weil immer mehr Menschen in den Kliniken aufgrund einer Corona-Infektion behandelt werden. Die Kliniken müssten aber weiterhin die Versorgung von Notfällen gewährleisten können. In Groß-Umstadt wurden am Donnerstag 18 Covid-Patienten stationär behandelt, in Jugenheim 12.

Corona in Darmstadt: Zulassungsstelle schließt wegen Covid-Ausbruch

Die Zulassungsstelle der Stadt Darmstadt bleibt bis voraussichtlich Mittwoch, 23. Dezember, geschlossen, teilt die Stadtverwaltung mit. Grund der Schließung seien mehrere Covid-19-Fälle in der Behörde. Wer bereits einen Termin für die nächsten Tage vereinbart hat, kann die Unterlagen am Tag des Termins von 7.30 bis 12 Uhr am Eingang in der Rüdesheimer Straße 119 abgeben.

Update vom Mittwoch, 09.12.2020, 12.00 Uhr: Die Arbeiten am Corona-Impfzentrum des Kreises Groß-Gerau gehen voran. „Wir werden wie vorgegeben die Turnhallen an der Martin-Buber-Schule (MBS) in Groß-Gerau bis Mitte Dezember fertigstellen“, sagt Kreisbrandinspektor Friedrich Schmidt, Leiter des Fachbereichs Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung. Nach Abschluss der Arbeiten, könne geimpft werden. Der genaue Beginn – zwischen den Jahren oder ab Januar – stehe noch nicht fest. Er hänge auch vom Zeitpunkt der Zulassung des Impfstoffes ab.

Bauzäune mit Fluchttüren und Sichtschutz trennen laut einer Mitteilung des Kreises Schulgebäude und -hof sowie den Weg zu den Hallen voneinander ab. Der hintere Hof der MBS bleibe in den Unterrichtspausen etwa zur Hälfte für die Kinder und Jugendlichen der Gesamtschule zugänglich. Mit Lärmbelästigung durch die zu impfenden Menschen sei nicht zu rechnen, so dass der Unterricht nicht gestört werde.

Keine Beeinträchtigung durch Impflinge erwartet

Für den Standort in Groß-Gerau spricht den Angaben zu Folge die zentrale Lage und die Nähe zu wichtigen Einrichtungen wie Kreisklinik, Medizinischem Versorgungszentrum, Kreisverwaltung und Gefahrenabwehr. Landrat Thomas Will (SPD) wie auch die Leitung des Groß-Gerauer Corona-Impfzentrums rechnen den Angaben zu folge nicht mit Beeinträchtigungen durch die Impflinge: „Wir reden von rund 70 Besuchern und Besucherinnen des Impfzentrums in der Stunde“ -, zumal Besucher- und Schülerströme getrennt voneinander geleitet würden. Es gebe ausreichend Pkw-Stellplätze, das Impfzentrum könne aber natürlich auch per Bus/ÖPNV, Fahrrad oder zu Fuß erreicht werden.

Land lädt zum Impfen ein

Fest steht laut Mitteilung, dass das Land – nicht der Kreis und schon gar nicht die Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau – auf die Menschen zukomme und sie zur Impfung einladen werde. Die Dann erhielten die Impflinge auch nähere Informationen zum Ablauf. Der Kreis habe  die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die vorgegebene Impfquote von rund 1300, mindestens jedoch 1000 Menschen am Tag in den beiden umfunktionierten Sporthallen geimpft werden könnten. Die Verträge mit Betreiber, Sicherheitsdienst, Sanitätsdienst und Caterer seien geschlossen. Geimpft werden soll täglich von 7 bis 22 Uhr.

Klinikum Darmstadt verschiebt planbare Eingriffe

Update vom Dienstag, 08.12.2020, 17.40 Uhr: Wegen der steigenden Zahl von Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind schränkt das Klinikum Darmstadt ab sofort die Zahl der planbaren medizinischen Eingriffe ein. Als Maximalversorger und Krankenhaus der höchsten Stufe der Notfallversorgung für Südhessen müsse man die Versorgung von Covid-Patient:innen und Non-Covid-Patient:innen in Einklang bringen, sagt Geschäftsführer Clemens Maurer. Notfälle und medizinisch notwendige Eingriffe sollen weiterhin behandelt werden.

Im Unterschied zur Pandemiesituation im Frühjahr sei die Zahl der Covid-19-Erkrankten deutlich höher, teilte das Klinikum am Dienstag mit. Zudem gebe es mehr infizierte Mitarbeitende, was zu Ausfällen und damit zu Personalengpässen führe. Mit der Reduzierung der elektiven Maßnahmen, sofern medizinisch vertretbar, wolle man das System stabilisieren, so Maurer. Die Regelung soll zunächst bis 15. Januar gelten. Derzeit werden im Klinikum Darmstadt 53 Covid-19-Patient:innen behandelt, zwölf davon intesivmedizinisch. Täglich kommen den Angaben zu Folge zwischen 15 und 30 Verdachtsfälle hinzu.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Infektionsfälle in Gemeinschaftsunterkunft in Pfungstadt

Update vom Montag, 07.12.2020, 12.35 Uhr: In einer Gemeinschaftsunterkunft in Pfungstadt wurden bei einer durch das Gesundheitsamt angeordneten Massentestung acht Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Wie der Landkreis Darmstadt-Dieburg mittelte, liegen die Testergebnisse seit Samstagmittag, 5. Dezember, vor. In der Unterkunft leben rund 80 Menschen. Die Testung sei notwendig geworden, da in der vergangenen Woche vier Bewohner bereits positiv getestet wurden. Eine dieser Personen sei im Krankenhaus, zwei weitere Bewohner:innen seien in einer anderen Wohnung untergebracht worden.

Da sich die neun Infizierten in den insgesamt drei Stockwerken des Gebäudes verteilen, hat das Gesundheitsamt für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg entschieden, die gesamte Einrichtung unter Quarantäne zu stellen. Damit niemand die Unterkunft verlässt und auch niemand die Einrichtung betritt, ist seit dem Samstagmittag ein Sicherheitsdienst vor Ort. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln wird vom Fachbereich Zuwanderung und Flüchtlinge organisiert.

Probelauf für das Corona-Impfzentrum in Darmstadt

In Darmstadt ist am Samstag erstmals das neu eingerichtete Impfzentrum im Kongresszentrum Darmstadtium getestet worden. Am 11. Dezember soll das Impfzentrum eröffnet werden. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) zeigte sich überzeugt,  dass die Entscheidung für das Darmstadtium mit Blick auf dessen Räumlichkeiten und die zentrale, verkehrsgünstige Lage richtig gewesen sei und dass in Darmstadt alle Aspekte des Gesundheitsschutzes beachtet werden und trotzdem zügig geimpft werden könne.

Corona in Darmstadt: Schnelltests in Pflegeeinrichtungen gestartet

Update vom Mittwoch, 02.02.2020, 13.45 Uhr: Die Schnelltests in Darmstädter Pflege- und Betreuungseinrichtungen sind angelaufen. Bislang haben sich nach Angaben der Stadt 21 Einrichtungen und Dienste der Pflege, Behindertenhilfe, Obdachlosenhilfe und Erstwohnhäuser für Geflüchtete beim Amt für Soziales und Prävention angemeldet, um die Schnelltests mit Unterstützung der dafür eingerichteten Taskforce durchzuführen. Sie sind berechtigt diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, wenn ein entsprechendes Konzept vorgelegt wird und eigenes Personal zur Abnahme der Schnelltests nicht zur Verfügung steht.

Die Anzahl der Testungen sei abhängig von der individuellen Konzeption, der Zahl der Menschen, die in der Einrichtung behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden, so der städtische Pressesprecher Klaus Honold. Die Tests seien keine Allheilbringer, aber ein weiterer wichtiger Baustein zur Eindämmung der Pandemie. Es werde empfohlen, im ersten Schritt anlassbezogene Tests durchzuführen. Daneben gebe es auch Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe, die die Durchführung der Schnelltests eigenständig ohne Inanspruchnahme der Taskforce POC-Tests organisieren.

Corona in Darmstadt: Situation in Pflegeeinrichtungen angespannt

Update vom Dienstag, 01.12.2020, 14.15 Uhr: Die Situation in Senioren- und Pflegeheimen in Darmstadt ist weiter sehr angespannt. Seit dieser Woche werden deshalb Schnelltests in den Einrichtungen durchgeführt. Inzwischen gibt es auch in der AWO-Seniorenwohnanlage Johannesviertel 15 Infektionsfälle und vier Todesfälle, wie die Stadt mitteilt. In der Anlage im Fiedlersee seien es 44 Infektionsfälle und bisher zehn Todesfälle und im Wohnpark Kranichstein 28 Infektionsfälle und sechs Todesfälle. Um dem gegenzusteuern, habe am Montag die eigens eingerichtete Schnelltest-Taskforce ihre Arbeit aufgenommen.

Auch in einer Unterkunft für Geflüchtete seien Infektionen gemeldet worden. Die genaue Anzahl sei noch nicht bekannt, heißt es. Einen leichten Anstieg an Patienten verzeichneten die Krankenhäuser in der Stadt. Demzufolge befinden sich – Stand Dienstag – 82 an Covid-19 erkrankte Menschen in Behandlung, 18 von ihnen werden 18 intensivmedizinisch betreut.

Corona in Südhessen: Impfzentren im Aufbau

Das Impfzentrum für die Stadt Darmstadt wird derzeit im Kongresszentrum Darmstadtium aufgebaut und soll bereits kommenden Samstag einen ersten Probelauf starten. Das teilte die Stadt mit. „Wenn alles nach Plan läuft, sollte der Aufbau der Impfstraße bis Freitag abgeschlossen sein“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Auch bei der Rekrutierung des medizinischen Personals komme man gut voran, hier würden derzeit erste Rückmeldungen geprüft und bearbeitet.

Weitere Impfzentren entstehen derzeitunter anderem im Kreis Groß-Gerau und im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Der Kreis Groß-Gerau hat die beiden Sporthallen an der Martin-Buber-Schule (MBS) in Groß-Gerau für das Impfzentrum ausgewählt, unter anderem wegen der zentralen Lage im Landkreis und der guten Erreichbarkeit.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wird es zwei Impfzentren geben: Eines in Reinheim in einer Flüchtlingsunterkunft am Sportzentrum. Das andere in Pfungstadt in Gewerbeimmobilie in der Ostendstraße.

Corona in Südhessen: Der bisherige Live-Ticker aus Darmstadt und Umgebung

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