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Restaurierungsbedürftig: Markus Doell und Eva Urbank inspizieren das große Jagdgemälde.
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Restaurierungsbedürftig: Markus Doell und Eva Urbank inspizieren das große Jagdgemälde.

Darmstadt

Darmstadt: Lädiertes Großgemälde im Jagdschloss Kranichstein

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Die Ernst von Siemens Kunststiftung und der Förderkreis Jagdschloss Kranichstein fördern mit 35 000 Euro die Restaurierung eines Monumentalbildes, das eine höfische Jagd im 18. Jahrhundert zeigt.

Im Jagdschloss Kranichstein wird derzeit das prägnanteste und auffälligste Jagdgemälde des Schlossmuseums aufwendig saniert. Das 3,60 Meter mal 2,30 Meter große Monumentalgemälde „Ende einer Parforcejagd“ von 1749 ist erheblich lädiert.

Teile des Gemäldes sind brüchig und löchrig. Der Restaurator Markus Döll und die Designerin Eva Urbank haben zusammen mit einer Mitarbeiterin bereits mehr als 350 Stunden in die Restaurierung des Bildes investiert.

Darmstadt: Großgemälde im Jagdschloss Kranichstein wird restauriert

In den vergangenen Wochen und Monaten musste zunächst der Firnis auf dem Ölgemälde behutsamen entfernt werden. Für die Arbeiten musste das Restaurierungsteam zunächst eine riesige Staffelei, ein Gerüst und eine große Auflagefläche bauen, um das Gemälde bearbeiten zu können.

Nachdem das Bild abgespannt worden war, liegt es inzwischen auf einer Fliesschicht, die aus einem saugfähigen Material besteht. Döll sagt, Ziel sei es in den vergangenen Wochen gewesen, „das Gemälde zu flexibilisieren“.

Bild im Jagdschloss Kranichstein stammt von Hofmaler Fiedler

Die festen Mal- und Firnisschichten, berichtet der Restaurator, hätten in den vergangenen Jahrzehnten unter der Einwirkung der Sonneneinstrahlung zu einer Wölbung des Gemäldes geführt. Derzeit sind Döll und Urbank damit beschäftigt, das großformatige Bild zu planieren, also zu glätten. In einigen Wochen sollen dann auch noch Fehlstellen retuschiert werden.

Das von Hofmaler Johann Christian Fiedler vermutlich unter der Mitarbeit von Johann Tobias Sonntag angefertigte Gemälde dokumentiert ein Jagdereignis zu Ehren des Markgrafen von Baden anlässlich der Anbahnung einer Hochzeit mit der einzigen Tochter des Hessen-Darmstädter Landgrafen Ludwig VIII., Karoline Luise, der späteren Markgräfin von Baden.

„Herausragendes Zeugnis des Hauses Hessen-Darmstadt“

Das Bild, sagt Museumsleiterin Onno Faller, sei „eines der herausragendsten Zeugnisse des Hauses Hessen-Darmstadt als Beispiel der Bedeutung der Jagd im höfischen Kontext“, die damals zeremoniell inszeniert und für diplomatische Zwecke genutzt worden sei.

Das Museum Jagdschloss Kranichstein hätte die dringend erforderliche Restaurierung und Konservierung des Parforcebildes selbst nicht beauftragen können, was für den Substanzerhalt des sehr in Mitleidenschaft gezogenen Bildes drastische Folgen gehabt hätte.

Ernst von Siemens Kunststiftung und Förderkreis finanzieren Arbeiten

Die Ernst von Siemens Kunststiftung stellt im Rahmen eines Sonderprogramms für die Arbeiten 25 000 Euro und der Förderkreis Jagdschloss Kranichstein weitere 10 000 Euro zur Verfügung. Das repräsentative Bild soll von Frühjahr 2022 an wieder im Rondellsaal des Jagdschlosses gezeigt werden, der derzeit saniert wird.

https://jagdschloss-kranichstein.de

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