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Darmstadt: Kunst über Schrott im Weltall

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Von: Jens Joachim

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Swaantje Güntzel präsentiert im LEW1-Atelier die Ergebnisse ihrer Arbeiten, die während des Stipendiums entstanden sind.
Swaantje Güntzel präsentiert im LEW1-Atelier die Ergebnisse ihrer Arbeiten, die während des Stipendiums entstanden sind. © Michael Schick

Die Hamburger Künstlerin Swaantje Güntzel präsentiert im LEW1 auf der Rosenhöhe Arbeiten, die in Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA entstanden sind.

Das Atelier- und Wohnhaus LEW1 am Ludwig-Engel-Weg 1, das sich etwas versteckt hinter Bäumen und Büschen direkt am Eingang zur Rosenhöhe hinter dem imposanten Löwentor befindet, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Experimentierstätte für zeitgenössische Kunst entwickelt. Genutzt wird der Bungalow mit einem angegliederten separaten Atelier, die Teil der denkmalgeschützten und in den 1950er Jahren entstandenen Neuen Künstlerkolonie sind, vom Verein „Kultur einer Digitalstadt“. Der hat in diesem Jahr erstmals drei sogenannte Artist-in-Science-Residencies für Künstlerinnen und Künstler aller Disziplinen ausgeschrieben. 158 Künstler:innen aus 59 Ländern bewarben sich für einen jeweils sechswöchigen Aufenthalt in dem Atelier- und Wohngebäude. Die Aufenthalte wurden zudem an die Zusammenarbeit mit einem von drei Darmstädter Forschungsinstituten geknüpft.

Kooperationspartner der „Artist-in-Science-Residencies“ waren und sind das Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI), das Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) sowie die European Space Agency (ESA) und das European Space Operations Centre (ESOC). Nachdem der kolumbianische Künstler Alvaro Rodriguez Badel mit „hessian.AI“ und der Italiener Luca Spano mit dem GSI zusammengearbeitet haben, hat sich die Hamburger Künstlerin in den vergangenen Wochen im Rahmen ihres Stipendiums mit Mitarbeiter:innen der ESA und der ESOC über das Thema Schrott im Weltraum ausgetauscht. Das spontane Gespräch suchte die Künstlerin auch mit Besucherinnen und Besuchern des Parks auf der Rosenhöhe, die an dem Ateliergebäude vorbeiflanierten.

Die Vernissage der Abschlusspräsentation zur dritten Artist-in-Science-Residence, die unter dem Motto „What happens in space stays in space?“ („Was im All passiert, bleibt im All?“) steht, beginnt am Donnerstag, 20. Oktober, um 18 Uhr. Die Ausstellung kann dann von Freitag, 21. Oktober, an bis Sonntag, 30. Oktober, jeweils von 11 bis 19 Uhr besucht werden. Am 21., 24. und 26. Oktober wird Swaantje Güntzel jeweils von 11 bis 15 Uhr im Atelier sein, um die in den vergangenen Wochen entstandenen Kunstwerke zu erläutern. So wurde im Odenwald ein Motiv des Märchens Sterntaler nachgestellt und fotografiert. Auf dem Bild sind auch Satelliten des Starlink-Systems zu sehen, die wie eine Sternenkette leuchten. Auch hat Güntzel mit Hilfe eines auf künstlicher Intelligenz basierten Computerprogramms „Heldinnen des Alls“ im Pop-Art- und Comic-Style kreieren lassen.

Nach der Vorlage des Ölgemäldes „Astronomische Beobachtungen“ von Donato Creti ließ Swaantje Güntzel ein Bild anfertigen.
Nach der Vorlage des Ölgemäldes „Astronomische Beobachtungen“ von Donato Creti ließ Swaantje Güntzel ein Bild anfertigen. © Michael Schick

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