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Darmstadt: Konzept für den Akaziengarten vorgestellt

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Von: Jens Joachim

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Landesbetriebsdirektor Thomas Platte erläutert die Pläne für den Akaziengarten.
Landesbetriebsdirektor Thomas Platte erläutert die Pläne für den Akaziengarten. © Jens Joachim

Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen hat nach wie vor keine Eile mit der denkmalgerechten Sanierung und Umgestaltung des Parks im Darmstädter Verlegerviertel. Erst in zwei bis drei Jahren sollen die Arbeiten beginnen.

Erst in zwei bis drei Jahren will der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) mit der denkmalgerechten Sanierung und Weiterentwicklung des Akaziengartens im Darmstädter Verlegerviertel beginnen. Einer umfassenden Beteiligung der Nachbarschaft sowie von engagierten Bürgerinnen und Bürger steht das Landesunternehmen eher zurückhaltend gegenüber.

Das wurde am Donnerstag bei einem Termin deutlich, bei dem LBIH-Direktor Thomas Platte das Parkentwicklungskonzept für den Akaziengarten vorstellte. Noch in der vorigen Woche hatte Alexander Hoffmann-Glassneck, der Sprecher des LBIH, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mitgeteilt, das Entwicklungskonzept sei „nicht für die Öffentlichkeit bestimmt“.

Akaziengarten in Darmstadt: Park-Konzept wurde 2014 verfasst

Das 32-seitige Konzept für die mehr als 200 Jahre alte Grünfläche auf dem Gelände des hessischen Landesrechnungshofes zwischen der Schepp-Allee und der Eschollbrücker Straße wurde bereits vor sieben Jahren, im Dezember 2014, vom Büro BPG Landschaftsarchitekten aus dem mittelhessischen Biebertal erstellt.

Es enthält eine historische Analyse und Dokumentation des Akazienparks, eine Bestandsanalyse, eine Denkmalbewertung, eine Nutzungsanalyse, eine gartendenkmalpflegerische Zielplanung sowie ein Entwicklungs- und Pflegekonzept.

Hohe Artenvielfalt im Akaziengarten in Darmstadt

Laut Verfasser Sven Rosenkranz spielt der mehr als drei Hektar große Akaziengarten als Grünfläche „aufgrund des hohen Baumbestandes eine wichtige Rolle im Stadtgebiet von Darmstadt“.

Durch den hohen Anteil an Totholz und Großsträuchern im Bereich des Fliederbergs, von denen in den vergangenen Jahren allerdings etliche entfernt worden sind, sei „die Artenvielfalt als hoch einzustufen“. In den Rasenflächen sei hingegen der Artenreichtum aufgrund der regelmäßigen Mahd „bisher als eher gering einzustufen“, schreibt Rosenkranz.

Darmstadt: Bodengutachten für Akaziengarten liegt seit 2020 vor

Neben den turnusmäßige Pflegearbeiten ist nach den Worten von Landesbetriebs-Direktor Platte inzwischen für den Park ein umfangreiches Baumkataster erstellt worden. Außerdem sei der Boden des Akaziengartens und die problematische Grundwassersituation untersucht und das Areal vom Kampfmittelräumdienst nach möglichen Bomben abgesucht worden.

Ein entsprechendes Gutachten liege nun seit dem vergangenen Jahr vor, so dass nun vorgesehen sei, rund drei Millionen Euro für die geplanten Arbeiten im Landeshaushalt einzuplanen. Der Park soll dann „Schritt für Schritt und nach den Vorgaben des Denkmalschutzes weiterentwickelt werden“, sagte Platte. Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit.

Vorgesehen sei auch, Versorgungsleitungen zur Bewässerung zu legen, Zisternen anzulegen sowie das Rondell des Parks und die Wege zu sanieren.

Lesen Sie weiter: Streit um Akaziengarten in Darmstadt: Landesbetrieb droht Bürgerinitiative und den Kommentar Bürger zeigen wie es geht.

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