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Die „ioki Hamburg“-Shuttle sind ein öffentliches Verkehrsmittel im Hamburger Verkehrsverbund. Die Fahrzeuge verkehren nach Bedarf – ohne festen Fahrplan und nicht auf bestimmten Linien.

Darmstadt

Kleinbus auf Bestellung

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Vom Frühjahr 2021 an werden in Darmstadt elektrisch angetriebene „Heinerliner“ nach Bedarf unterwegs sein. Vergleichbare Angebote gibt es in Hamburg, Berlin und Offenbach.

Die Stadt Darmstadt und das kommunale Verkehrsunternehmen Heag mobilo wollen im kommenden Jahr einen sogenannten On-Demand-Shuttle als neues Verkehrsangebot in Darmstadt einführen. Das hat die Stadt mitgeteilt. Damit soll die Verkehrswende vorankommen und die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs gesteigert werden, schreibt die Stadtverwaltung.

Das Vorhaben mit dem Namen „Heinerliner“ sei zunächst für vier Jahre vorgesehen und soll bei Erfolg dauerhaft etabliert werden. Konkret geht es um den Einsatz von 50 elektrisch betriebenen Kleinbussen, die individuell gebucht, aber gemeinsam genutzt werden können. Die Kleinbusse sollen ein wohnortnahes, dichtes Netz an Haltestellen bedienen; der Preis soll zwischen dem von Bus und Bahn und dem einer Taxifahrt liegen.

Beginnen soll das Projekt im Frühjahr kommenden Jahres. Der Darmstädter Magistrat hat dem „Heinerliner“ bereits zugestimmt. Jetzt stehen die Beratung und Beschlussfassung in den weiteren politischen Gremien an.

Der Heinerliner sei einfach zu nutzen und helfe dabei, „dort ein öffentliches Mobilitätsangebot zu schaffen, wo es zum Beispiel für das Fahrrad zu weit ist oder Bus und Bahn einfach nicht hinkommen“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Vergleichbare Angebote gebe es bislang in Großstädten wie Berlin oder Hamburg oder in deutlich kleineren Kommunen, zum Beispiel auch im Landkreis Offenbach. Doch Heag mobilo verfolge mit dem Heinerliner „einen eigenen Darmstadtspezifischen Ansatz“, so Partsch.

Intelligente Software nötig

„Für die Fahrgäste soll der Fahrtwunsch in wenigen Minuten erfüllt werden, aber die Kleinbusse sollen möglichst immer auch mehrere Menschen befördern“, sagt Heag-Mobilo-Geschäftsführer Michael Dirmeier. Dafür benötige man eine intelligente Software. Der Heinerliner wird aus Mitteln des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“ des Bundes gefördert - innerhalb der vier Testjahre liegt die Förderquote laut Stadt bei 40 Prozent. jon

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