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Auch die Feuerwehr war am Tatort an der Alarich-Weiss-Straße auf dem Campus Lichtweise der TU Darmstadt im Einsatz.
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Auch die Feuerwehr war am Tatort an der Alarich-Weiss-Straße auf dem Campus Lichtweise der TU Darmstadt im Einsatz.

Darmstadt

Darmstadt: Keine heiße Spur nach Giftanschlag auf TU-Campus

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Nach einer Giftattacke, bei der sieben Menschen teilweise schwere Vergiftungen erlitten, wertet die Mordkommission weiter die sichergestellten Spuren aus. Zu dem Gebäude, in dem die giftigen Substanzen gefunden wurden, hatten mehrere hundert Personen Zutritt.

Wer wollte Angehörige der Technischen Universität (TU) Darmstadt gesundheitlich schädigen oder gar töten und warum? Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit knapp zwei Monaten die Mordkommission „Licht“ des Polizeipräsidiums Südhessen. Die Ermittlungen ziehen sich hin. Doch das Ermittlungsteam hat einen langen Atem und stellt sich darauf ein, dass es keine schnelle Lösung des Falls geben wird.

Bislang konnten die bis zu 50 Beamtinnen und Beamten, die zeitweise für die Ermittlungen zuständig waren, nämlich nicht herausfinden, wer am oder vor dem 23. August im Gebäude L2|01, in dem sich der Fachbereich Material- und Geowissenschaften der TU befindet, Getränke mit einer giftigen Substanz versetzt hat.

Nach dem Verzehr waren bei sieben Menschen schwere Vergiftungserscheinungen aufgetreten. Zwei hatten bläuliche Verfärbungen an Händen und Füßen. Und ein 30-Jähriger schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt, die die Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen hat, beschäftigt sich Staatsanwalt Ansgar Martinsohn, mit dem Fall. Martinsohn, der auch stellvertretender Pressesprecher der Behörde ist, teilte nun auf Anfrage mit, dass inzwischen bereits zahlreiche Spuren ausgewertet sowie zahlreiche Personen vernommen worden seien. „Ein dringender Tatverdacht gegen eine bestimmte Person konnte bislang aber nicht begründet werden“, teilte Martinsohn mit. Die Auswertung der Spuren dauere aber noch an.

Die Mordkommission sei nach wie vor mit den Ermittlungen betraut. Die Anzahl der Beamtinnen und Beamten werde jedoch „entsprechend den Erfordernissen der Ermittlungen angepasst und flexibel gehandhabt“.

Zu den bei der Tat eingesetzten Substanzen macht die Staatsanwaltschaft nach wie vor keine Angaben, weil es sich hierbei um „Täterwissen“ handele, das zum Schutz der Ermittlungen nicht preisgegeben werden könne, sagt Martinsohn.

Bei der Untersuchung des TU-Gebäudes wurden nach einem unbestätigten Spiegel-Bericht Spuren von K.-o.-Tropfen gefunden. Zu den festgestellten Substanzen könne „grundsätzlich gesagt werden, dass sie – zumindest zum Teil – jedenfalls nicht für jedermann ohne Weiteres legal am Markt beschafft werden können“, sagt der Staatsanwalt.

Laut Martinsohn wurden nur im Gebäude L2|01 giftige Substanzen gefunden. Für das Gebäude seien zum Tatzeitpunkt „eine mittlere dreistellige Anzahl an Transpondern im Umlauf“ gewesen. Demnach konnten mehrere Hundert Menschen das TU-Gebäude eigenständig betreten.

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