Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten an der Strecke der Lichtwiesenbahn beendet werden. Auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt entsteht eine Wendeschleife für die Straßenbahnen.
+
Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten an der Strecke der Lichtwiesenbahn beendet werden. Auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt entsteht eine Wendeschleife für die Straßenbahnen.

Darmstadt

Darmstadt: Kein Baustopp für die Lichtwiesenbahn

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Während der Sitzung des Stadtparlaments gibt es seitens der Opposition Kritik an der immensen Kostensteigerung. Die Stadt wird bis zu 14 Millionen Euro der Kosten für das umstrittene, rund 28 Millionen Euro teure Bauprojekt übernehmen.

Über den Bau der Straßenbahn zum Campus Lichtwiese der Technischen Universität Darmstadt ist während der jüngsten Stadtparlamentssitzung abermals gestritten worden. Anlass für die Debatte war eine Magistratsvorlage wegen der weiter steigenden Kosten für die Verlängerung des Straßenbahnnetzes um etwa einen Kilometer. Mit den Stimmen der Koalition von Grünen, CDU und Volt wurde mehrheitlich einer weiteren „Anpassung“ des städtischen Kostenanteils in Höhe von bis zu 4,61 Millionen Euro zugestimmt. Damit erhöht sich der von der Stadt aufzubringende Anteil an den Gesamtkosten für das Bauprojekt auf netto bis zu 14 Millionen Euro.

Die Fraktion Uwiga/WGD scheiterte mit einem Antrag, die Arbeiten für das Projekt angesichts der immensen Steigerung der Baukosten einzustellen, „um weiteren finanziellen Schaden für den Haushalt abzuwenden“, wie der Uwiga/WGD-Fraktionsvorsitzende Helmut Klett sagte.

Der SPD-Vorsitzende Tim Huss kritisierte, die Kosten für das Projekt seien – wie bei etlichen weiteren Bauvorhaben der Stadt – „nicht ehrlich kalkuliert worden“. Nachdem 2013 mit Kosten von 8,3 Millionen gerechnet worden sei, werde sich das „Prestigeprojekt“ nun um 239 Prozent auf bis zu 28,1 Millionen Euro verteuern. Dies sei eine „astronomisch hohe Summe“, so Huss.

Marc Arnold sprach von einem „Fass ohne Boden“. Zwar kritisierte auch Julia von Buttlar (FDP) die Kostensteigerung. Sie sprach sich aber dafür aus, das Bauprojekt nun fertig zu bauen.

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) wies den Vorwurf zurück, das Projekt sei „schöngerechnet worden“, um ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis und somit eine finanzielle Förderung des Landes zu erhalten. Die Kostensteigerung sei zwar „bedauerlich“, das Projekt aber in Hinblick auf das gesamte Straßenbahnnetz in Darmstadt „absolut notwendig“.

Grünen-Fraktionschefin Hildegard Förster-Heldmann bezeichnete die Kostensteigerung als „ärgerlich“. Dies stelle aber „in keiner Weise die Nutzen-Kosten-Betrachtung infrage“.

Als Grund für die Kostensteigerung nennt die Stadt etwa Probleme im Baugrund, die niemand habe vorhersehen können. Nach dem Ende der Bauarbeiten in den nächsten Wochen soll mit den Probefahrten begonnen werden. An Ostern 2022 startet dann der reguläre Fahrbetrieb. Vom Hauptbahnhof wird der Campus Lichtwiese dann künftig in gut einer Viertelstunde zu erreichen sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare