Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In Darmstadt-Kranichstein gibt es neben den Hochhäusern viel Grün, aber auch Dachflächen, die noch begrünt werden könnten.
+
In Darmstadt-Kranichstein gibt es neben den Hochhäusern viel Grün, aber auch Dachflächen, die noch begrünt werden könnten.

Entsiegelung

Darmstadt: Neues Kataster als innovative Hilfe für Immobilienbesitzer

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Mit einem neuen Kataster können in Darmstadt online Potenziale auf dem eigenen Grundstück oder Gebäude für die Begrünung von Dächern und Entsiegelung von Flächen sowie Einsparmöglichkeiten bei Abwassergebühren ermittelt werden.

Mit einem neuen digitalen Hilfsmittel will die Stadt Bürgerinnen und Bürger sowie Fachplanerinnen und -planer dabei unterstützen, in Darmstadt mehr Dächer zu begrünen und Flächen zu entsiegeln. Stadtrat und Umweltdezernent Michael Kolmer (Grüne) sowie Patrick Voos, der Leiter des städtischen Amtes für Klimaschutz und Klimaanpassung, haben am Freitag ein digitales Gründach- und Entsiegelungskataster vorgestellt. Ein solches „innovatives Angebot“, so Kolmer, gebe es bisher nur in Marburg und in Hanau.

Das Kataster sieht Kolmer als einen Teil der städtischen Klimaanpassungsstrategie, die derzeit in der Stadtverwaltung erarbeitet wird. Es wurde im vorigen Jahr von der Klärle-Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt mbH entwickelt. Gründerin und Gesellschafterin des Unternehmens, das seinen Sitz in Weikersheim im Nordosten von Baden-Württemberg hat, ist die Umweltwissenschaftlerin Martina Klärle, die noch bis Ende Januar Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer an der Frankfurt University of Applied Sciences und Direktorin des Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik sowie Direktorin des Center for Applied European Studies ist.

Darmstadt: Kataster erfasst alle Gebäude und Grundstücke

Klärle berichtete bei der Präsentation des Katasters, dass für dieses auch hochaufgelöste Befliegungsdaten aus den Jahren 2019 und 2021, städtische Daten zum aktuellen Versiegelungsgrad aller Darmstädter Flurstücke sowie Daten des Deutschen Wetterdienstes verarbeitet worden seien. Auf einer Fläche von 122 Quadratkilometern gebe es in Darmstadt 28 000 Gebäude und 46 000 Grundstücke, so Klärle, die in dem Kataster einzeln aufgerufen werden können.

Mit Hilfe der Onlineanwendung können zum Beispiel Grundstücks- oder Hausbesitzerinnen und -besitzer per Mausklick erkennen, wo Potenziale zur Entsiegelung und Dachbegrünung auf dem eigenen Grundstück oder Gebäude vorhanden sind. Für einzelne Flächen lassen sich auch einzusparende Abwassergebühren sowie weitere Indikatoren wie die zurückgehaltene Niederschlagsmenge oder das Potenzial, Feinstaub zu binden, anzeigen.

Darmstadt: Tipps für die Begrünung von Hausdächern

Jeweils an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Pflanzlisten sollen Bürger:innen oder auch Landschaftsplanerinnen und -planern Anregungen und Tipps für die Begrünung der Dachflächen geben. Für die Entsiegelung von Hofflächen, geschotterten Vorgärten oder Parkplätzen auf dem eigenen Grundstück werden in dem Kataster zugleich wasserdurchlässige Befestigungsalternativen empfohlen.

Stadtrat Kolmer kündigte zudem an, dass die Stadt noch in diesem Jahr ein Förderprogramm zur Dachbegrünung und Flächenentsiegelung auflegen werde.

Abrufbar ist das neue Gründach- und Entsiegelungskataster über die Internetseite der Stadt www.darmstadt.de. Fragen beantwortet das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung unter 0 61 51 / 13 49 04 oder per E-Mail an klimaschutz@darmstadt.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare