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Bauarbeiter montieren im Innenhof des Kollegiengebäudes am Luisenplatz das Baugerüst.

Darmstadt

Land saniert Hauptsitz des Regierungspräsidiums

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Die Bauarbeiten am historischen Kollegiengebäude beginnen.

Am Darmstädter Luisenplatz ist damit begonnen worden, eine Baustelle am Hauptsitz des Regierungspräsidiums einzurichten. Seit Montag wird ein Baugerüst am historischen Kollegiengebäude, dem repräsentativen Sitz von Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid (Grüne), aufgebaut. Von nächster Woche an werden das Dach und die Fassaden des historischen Gebäudes in der Darmstädter Innenstadt umfassend saniert. Vorgesehen ist, das Tragwerk des nördlichen Daches des Gebäudekomplexes und die gesamte Dachabdeckung zu überarbeiten. Geplant ist auch, den Putz und den Anstrich des Gebäudes zu erneuern und Schäden an den vorhandenen Sandsteinen zu reparieren. Zuständig für die Arbeiten ist die in Darmstadt ansässige Niederlassung Süd des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen. Mit der Planung der Sanierungsarbeiten wurde das Darmstädter Architekturbüro Rittmannsperger vom Landesbetrieb beauftragt.

Nach Angaben Niederlassungsleiterin Sabina Freienstein investiert das Land rund sieben Millionen Euro in die Aufwertung des unter Denkmalschutz stehenden historischen Gebäudes. Nach den Worten von Freienstein wird das Bauvorhaben in mehreren Abschnitten und in enger Abstimmung mit dem Regierungspräsidium organisiert. Die Sanierung sei erforderlich, weil sowohl bei der Dacheindeckung als auch an der Fassade zum Teil sichtbare Schäden vorhanden seien, erläuterte Freienstein bei der Vorstellung des Projekts. Darüber hinaus sei vorgesehen, aus energetischen Gründen die oberste Geschossdecke zu dämmen.

Bei der nun geplanten Außensanierung des Kollegiengebäudes handelt es sich bereits um den dritten und vorerst letzten Bauabschnitt. Schon 2014 waren für 600 000 Euro die Fenster des Südflügels ausgetauscht worden. In einem zweiten Bauabschnitt wurden dann in den vergangenen beiden Jahren für 1,2 Millionen Euro die Fenster des Nord-, Ost- und Westflügels ersetzt.

Die letzte umfangreiche Sanierung des Gebäudes war in den 1980er Jahren erfolgt.

Von nächster Woche an werden bis zum Ende der Arbeiten im Oktober nächsten Jahres der Gehweg und eine von drei Fahrspuren der Bleichstraße an der Nordseite des Kollegiengebäudes gesperrt, weil dort für die Bauarbeiten ein Kran aufgestellt werden muss.

Mit den Sanierungsarbeiten wird am Westflügel, der sich an der Wilhelminenstraße befindet, begonnen. Die anderen Gebäudetrakte folgen dann im Uhrzeigersinn. Die Südseite des Gebäudes am Luisenplatz soll erst von März bis Oktober kommenden Jahres eingerüstet werden.

Weil die zwischen 1777 und 1889 entstandenen Gebäudeteile im Zweiten Weltkrieg ausbrannten, ist nicht genau bekannt, welchen Anstrich die Gebäude einst hatten. Die Süd-, Ost- und Westfassade sollen einen Außenputz in gebrochenem Weiß erhalten. Der sogenannte Mollerbau im Norden wird grau verputzt. Die Klappläden im Süden erhalten einen hellen Anstrich.

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