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Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der Entega AG.
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Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der Entega AG.

Darmstadt

Darmstadt: Großflächiger Glasfaserausbau startet

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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In Darmstadt sollen zahlreiche Gewerbegebiete, Schulen und Bauverein-Wohnungen einen schnelleren Internetanschluss bekommen. Umgesetzt wird das Projekt vom Energieversorger Entega.

Darmstadt soll großflächig mit Glasfaserkabel – und damit für superschnelles Internet in Gigabit-Geschwindigkeit – ausgebaut werden. Das haben der Energieversorger Entega, der Bauverein und die Stadt Darmstadt am Dienstagabend auf einer Bürgerinformationsveranstaltung verkündet.

Glasfaserausbau in der Region

Der Darmstädter Energieversorger Entega hatte Ende des vergangenen Jahres den Zuschlag zum Glaserfaserausbau im Landkreis Darmstadt-Dieburg erhalten. Im ersten Quartal 2021 startete der Ausbau, bis Ende 2022 soll er abgeschlossen sein. Im Zuge des Ausbaus werden zusätzlich zu den Gebieten mit schlechter oder gar keiner Internetbandbreite auch weitere Adressen entlang der Tiefbautrassen mit der modernen Glasfaserinfrastruktur versorgt. Entega hatte darüber hinaus kürzlich auch im Landkreis Offenbach eine Ausschreibung zum Glasfaserausbau gewonnen.

Die Region Frankfurt-Rhein-Main soll flächendeckend mit Glasfaserkabel bis zu den Haushalten und Unternehmen ausgestattet werden. So sollen alle Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie alle Gewerbebetriebe bis zum Jahr 2025 einen gigabitfähigen Internetzugang bekommen. Das gleiche gilt für 50 Prozent aller Privathaus-halte, bis zum Jahr 2030 sollen schon 90 Prozent quasi mit Lichtgeschwindigkeit surfen können. Dazu haben sich 2019 unter der Federführung des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain die Landkreise Bergstraße (teilweise), Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus, Offenbach, Rheingau-Taunus und Wetterau sowie die Städte Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden zusammengeschlossen.

Glasfaser ist eine aus Glas bestehende lange dünne Faser. Sie wird unter anderem als Lichtwellenleiter zur Datenübertragung eingesetzt. Gegenüber elektrischer Übertragung, etwa in Kupferkabel, können mehr Informationen in weniger Zeit übertragen werden. Aktuell können rund 1000 Megabits pro Sekunde erreicht werden. Das übertragene Signal ist unempfindlich gegenüber elektrischen und magnetischen Störfeldern und in höherem Maße abhörsicher.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen 16 Gewerbemischgebiete und elf Schulen an das Glasfasernetz der Entega angeschlossen werden. Rund 13 000 Darmstädter Wohnungen des Bauverein sollen darüber hinaus bis Mitte 2024 mit der schnellen Zukunftstechnologie versorgt werden, sagte Entega-Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff. Im Zuge der Streckenführung werde Entega allen Gebäuden auf dem Weg zu den Bauverein-Liegenschaften ebenfalls einen Glasfaseranschluss ermöglichen. Im Anschluss erfolge die Erschließung von weiteren Haushalten. „Glasfaser ist Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit“, so Wolff. Kupferkabel sei mit seinen maximal 250 Megabits pro Sekunde nicht mehr zukunftsfähig. Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus (parteilos), die online zugeschaltet war, betonte, dass die Landesregierung den Glasfaserausbau mit aller Kraft vorantreibe und diese Aufgabe ein Schwerpunkt der Digitalstrategie des Landes sei. „Das Ziel ist, Darmstadt flächendeckend mit Glasfaser auszubauen“, sagte Sinemus.

Laut Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) verfügt Darmstadt derzeit über eine 97-prozentige Breitbandversorgung mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde.

Bis 2030 sollen 90 Prozent der Haushalte mit Lichtgeschwindigkeit surfen können, heißt es in einer Absichtserklärung der Stadt und der umliegenden Landkreise. cka

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