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Rote Markierung am Baumstamm weiter gedacht: Die chinesische Künstlerin Zhang Kaiqin am Oberfeld im Jahr 2019.
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Rote Markierung am Baumstamm weiter gedacht: Die chinesische Künstlerin Zhang Kaiqin am Oberfeld im Jahr 2019.

Darmstadt

Darmstadt: Großer Andrang auf Kunst im Wald

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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Wegen der Coronapandemie zieht es mehr Menschen auf den Internationalen Waldkunstpfad im Darmstädter Forstrevier. Das neue Jahresprogramm des Vereins bietet viele Kunstevents in der Natur.

Die meisten Kunst- und Kulturinstitutionen haben wegen der Coronapandemie vergangenes Jahr weniger Besucherinnen und Besucher verzeichnet. Nicht so beim Internationalen Waldkunstzentrum (IWZ) in Darmstadt. Hier stiegen laut Kuratorin Ute Ritschel die Gästezahlen sogar um schätzungsweise 20 000 auf 150 000 im Jahr. „Die Leute kamen zu jeder Jahreszeit und fragten sogar noch im Dezember nach einem Lageplan“, sagt Ritschel am Dienstag bei der Präsentation des neuen Jahresprogramms in Darmstadt. So etwas habe sie noch nicht erlebt, sagt Ritschel.

Auch in diesem Jahr präsentiert das Team vom Verein für Internationale Waldkunst ein buntes Programm mit Angeboten rund um den Darmstädter Wald. Höhepunkt wird das Global Nomadic Art Project, kurz GNAP, sein. Es findet zum dritten Mal statt. Dabei werden in einem zweiwöchigen Workshop zwei Dutzend Kunstschaffende aus Deutschland und der ganzen Welt an verschiedene Orte in der Region – etwa die Grube Messel, das Felsenmeer, das Oberfeld oder das Schloss Lichtenberg – geführt, wo sie sich umschauen können und von Expert:innen des Geonaturparks Infos zu Geologie und Geschichte des Orts erhalten. Inspiriert vom Erlebnis mit allen Sinnen schaffen sie dort dann innerhalb weniger Stunden Kunstwerke. Diese Objekte „sind flüchtig“, sagt Jutta Weber, Geschäftsführerin des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, der Partner des Waldkunstzentrums ist. „Manchmal bleiben sie Stunden, Tage oder Wochen bestehen“, so Weber. Sie werden aber fotografiert und in einer Ausstellung ab 11. September im Waldkunstzentrum gezeigt beziehungsweise in einem Katalog veröffentlicht.

Anschauen

Der Verein für Internationale Waldkunst veranstaltet alle zwei Jahre den Internationalen Waldkunstpfad über 3,3 Kilometer durch das Darmstädter Forstrevier von Böllenfalltor bis Ludwigshöhe. Die Kunstwerke sind frei zugänglich.

Das Internationale Waldkunst Zentrum befindet sich in der Ludwigshöhstraße 137 in Darmstadt . Termine und Infos unter www.waldkunst.com

Erstmals soll es dieses Jahr ein Kindercamp geben, bei dem die Kleinen in die Methode von GNAP eingeführt werden sollen. „Es ist ein Experiment“, sagt Ritschel. Kinder könnten so lernen, den Wald anders zu sehen. Ein weiteres Großprojekt ist der Bau einer Boje. Sie soll das von Kindern als Kletterobjekt heiß geliebte U-Boot des Künstlers Roger Rigorth ergänzen. Er will die Sitzgelegenheit als Bank-Art-Projekt gestalten. Bislang gibt es 18 solche Kunstwerke zum Sitzen und Ausruhen in der Region. Kooperationspartner dabei sind der Geo-Naturpark und Hessenforst. Spenden werden dafür noch benötigt.

Wie jedes Jahr gibt es darüber hinaus auch 2021 ein breites Rahmenprogramm mit Führungen, Flohmarkt, kulturell-kulinarischen Waldkunst-Picknicks, Kunsttreffpunkt – diesmal mit der Ausdruckskünstlerin Ruth Geiersberger – und den Kinderbauwagen mit kostenlosen Workshops von Waldkunstpädagog:innen, Künstler:innen sowie Geopark-Ranger:innen.

Nach Ostern beginnt die Saison mit der ersten von vier Führungen über den Waldkunstpfad am 18. April von 15 bis 17 Uhr.

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