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Christof Gassner vor einem seiner Plakate, Intef-Leiterin Ute Schauer schaut ihm über die Schulter.
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Christof Gassner vor einem seiner Plakate, Intef-Leiterin Ute Schauer schaut ihm über die Schulter.

Darmstadt

Intef in Darmstadt zeigt große Plakate und kleine Briefmarken im Dialog

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Eine Austellung im Institut für Neue technische Form am Darmstädter Friedensplatz stellt Werke des Grafikdesigners Christof Gassner gegenüber.

Er ist ein Mann der leisen und bedächtigen Töne, aber ein Künstler mit einer enormen typografischen Ausdruckskraft: Das Institut für Neue Technische Form (Intef) widmet dem Grafikdesigner Christof Gassner eine Ausstellung, in der große und kleinformatige Werke – Poster und Postwertzeichen – gegenüberstellt werden.

Intef in Darmstadt zeigt Poster und Postwertzeichen

Besucherinnen und Besucher, die das wabenartige Gebäude neben dem Darmstädter Schloss aufsuchen, sollten sich die Mühe machen, nicht bloß die großen Plakate zu betrachten, sondern sich auch ein wenig zu bücken, um die Assoziationen zu den kleinen gezackten Preziosen zu entdecken.

Das von Gassner entworfene Plakat für die Ausstellung vereint auf rotem Grund das Schweizerkreuz und die deutschen Nationalfarben. Das symbiotische Motiv der Flaggen wirkt zugleich wie eine Briefmarke, weil der 1941 in Zürich geborene Gassner die Ränder zackig gestaltet hat.

Darmstadt: Schau im Intef mit Werken von Christof Gassner

Zum Grafiker ausgebildet wurde Gassner an der Kunstgewerbeschule seiner Geburtsstadt. Seit den 1960er Jahren lebt er in Deutschland. Nach Tätigkeiten in der Industrie und für Verlage eröffnete er in Frankfurt sein Grafikdesign-Atelier. Heute lebt Gassner in der Kaisermühle in Darmstadt-Eberstadt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Typografie, Editorial und Corporate Design, Buch-, Plakat- und Briefmarkengestaltung.

Zwischen 1986 und 2006 war Gassner als Professor für Typografie und Grafik-Design zunächst an der Fachhochschule Darmstadt, später an der Kunsthochschule Kassel und auch als Gastdozent in China tätig.

Intef Darmstadt: Plakate und Briefmarken treten in einen Dialog

In der Ausstellung treten die Plakate, die Gassner seit 1960 entworfen hat, mit den in den vergangenen drei Jahrzehnten entworfenen Briefmarken in einen Dialog. So wird die Briefmarke „50 Jahre Grundgesetz – die Würde des Menschen ist unantastbar“ dem mit verschiedenen farbigen Buchstaben gestalteten Poster „All human rights for all“ der Unesco gegenübergestellt.

Die Schau präsentiert auf diese Weise 40 Diskurse zwischen verschiedenen Inhalten und Formen. Die großen Poster und kleinen Briefmarken erzählen zugleich über historische, gesellschaftliche oder kulturelle Ereignisse.

Gassner war Mitgründer Art Director des Magazins „Öko-Test“

Ergänzt wird die Ausstellung zum einen mit einem Rückblick auf Gassners Arbeiten aus den 1960er Jahre in Zürich und für die Braun AG in Frankfurt. Zum anderen wird Gassners Faible für ökologische Projekte am Beispiel der unverwechselbaren Gestaltung der Zeitschrift „Öko-Test“ deutlich, die er von 1985 bis 1990 als Art Director prägte.

Und bis heute ist Gassners ausdrucksstarke Handschrift für die im Taunus ansässige Firma Canton zu erkennen, für deren visuellen Auftritt er zwischen 1974 und 1995 verantwortlich war.

Die Ausstellung „Zeitläufte – Briefmarken und Plakate von Christof Gassner kann noch bis zum 29. August dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags zwischen 11 und 14 Uhr bei freiem Eintritt im Intef, Friedensplatz 11, besichtigt werden. Am 7., 21. und 28. Juli führt Christof Gassner jeweils von 15.30 Uhr an selbst durch die Ausstellung. Anmeldung unter Telefon 06151 / 480 08 erbeten. Weitere Infos unter www.intef.info

Zur Ausstellung „Zeitläufte - Briefmarken und Plakate von Christof Gassner“ ist ein 96 Seiten umfassender Katalog erschienen, der 20 Euro kostet und im Intef erhältlich ist.

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