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Darmstadt: Größte Bürger-Solaranlage auf Schuldach installiert

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Von: Jens Joachim

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Die bislang größte Bürgersolaranlage Darmstadts wurde auf dem Dach der Georg-Büchner-Schule installiert.
Die bislang größte Bürgersolaranlage Darmstadts wurde auf dem Dach der Georg-Büchner-Schule installiert. © Monika Müller

Auf einem Dach der Georg-Büchner-Schule und zwei Kita-Gebäuden in Darmstadt sind drei Bürgersonnenkraftwerke in Betrieb gegangen.

Es ist das bislang größte „Bürgersonnenkraftwerk“, das in Darmstadt auf städtischen Gebäuden realisiert worden ist: Auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern ist auf einem Dach der Georg-Büchner-Schule an der Nieder-Ramstädter Straße eine Solaranlage installiert und in Betrieb genommen worden. Die Anlage wird künftig jedes Jahr rund 100 Megawattstunden Strom liefern, was einem Jahresverbrauch von etwa 33 Haushalten entspricht. Zwei weitere Bürgersolaranlagen, die jeweils etwa 29 Megawatt Strom liefern, wurden auf den Dächern der Kita Thomasstraße und der Kita Meißnerweg realisiert.

Die Gebäude, auf denen die Anlagen montiert wurden, sind nach Angaben der Stadt auf Initiative des Unternehmens eRay Europa mit Sitz in Darmstadt in Kooperation mit dem Marburger Verein Sonneninitiative ausgewählt und auf ihre jeweilige Eignung und Wirtschaftlichkeit hin überprüft worden.

Laut Oberbürgermeister Jochen Partsch und dem zuständigen Umweltdezernenten Michael Kolmer (beide Grüne) hat der Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Stadt bereits mit Hilfe von Geoinformationsdaten eine Liste zusammengestellt, auf der alle Dächer öffentlicher Gebäude aufgeführt sind, die sich für eine Photovoltaiknutzung eignen.

Für die Installation der Bürgersolaranlagen wurden dann anschließend städtische Schul- und Kindergartengebäude ausgesucht, die relativ neu sind oder gut gedämmte und sanierte Dächer haben, und die damit gute Voraussetzungen für eine Nutzung von Photovoltaikanlagen über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren bieten. Die verstärkte Nutzung von Solarenergie auf allen städtischen Gebäuden ist laut Partsch und Kolmer zugleich Teil des von der Stadt vor zwei Jahren beschlossenen „Sofortprogramms Klimaschutz“, das 25 Vorhaben umfasst.

In einem nächsten Schritt erfolgte die statische Überprüfung und technische Klärung der Strom-Einspeisung mit dem regionalen Verteilnetzbetreiber der Entega, der E-Netz Südhessen, an der sich in den vergangenen Monaten immer mehr Kommunen aus der Region beteiligt haben.

Der Bau der Anlagen auf den beiden Kita-Dächern kostete nach einer Mitteilung der Marburger Sonneninitiative jeweils rund 27 000 Euro.

Die Solaranlage auf dem Flachdach des naturwissenschaftlichen Gebäudetrakts der Georg-Büchner-Schule, der 2010 grundsaniert und mit einer Kiesbedeckung versehen wurde, kostete zirka 128 000 Euro. Weitere denkmalgeschützte Gebäude des Meisterbau-Ensembles der Georg-Büchner-Schule – wie etwa die kleine Turnhalle, die als Nächstes saniert werden soll – sind in Abstimmung mit der Denkmalpflege zur Belegung mit Solarmodulen im Rahmen einer Sanierung vorgesehen.

Mit Hilfe der drei Solaranlagen können jährlich 119 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart werden.

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