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Darmstadt gibt Geld für Zisternenbau

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Von: Annette Schlegl

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Die Gärten sollten in Zukunft in Darmstadt mit Brauchwassergegossen werden.
Die Gärten sollten in Zukunft in Darmstadt mit Brauchwassergegossen werden. © Oliver Weiner

Darmstadt schafft einen Anreiz für die Brauchwassernutzung: Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung ein Förderprogramm beschlossen.

Die Anschaffung, der Einbau und der technische Anschluss von Zisternen wird in Darmstadt gefördert. Das haben die Stadtverordneten am Donnerstag in ihrer Sitzung beschlossen. SPD- und AfD-Fraktion enthielten sich bei der Abstimmung über ein städtisches Förderprogramm, das jährlich 100 000 Euro an Zuschüssen vorsieht, der Rest des Hauses votierte dafür.

Pro Kopf würden in Darmstadt täglich 155 Liter Wasser verbraucht, erklärte Susanne Rihm (Grüne) in der Parlamentssitzung. „30 Prozent davon landen in der Toilettenspülung.“ Darmstadt sei „arm an Wasser“ und gleichzeitig eine der wärmsten Städte in Hessen. Deshalb sei es wichtig und richtig, Regen- und Grauwasser aufzufangen. Das Förderprogramm Zisternen soll ab heute gelten. Es unterscheidet, ob das Brauchwasser ausschließlich zur Gartenbewässerung genutzt wird, oder ob es zusätzlich die Toilettenspülung speist und möglicherweise sogar der Waschmaschine zufließt.

Stadt gibt bis zu 700 Euro

Wer eine Zisterne bis 3000 Liter Volumen einbaut, erhält 200 Euro Zuschuss bei ausschließlicher Gartenbewässerung; 400 Euro werden bei zusätzlicher Nutzung in WC oder Waschmaschine gewährt. Von 3000 bis 4000 Litern Zisternenvolumen gibt es 300 beziehungsweise 500 Euro, von 4000 bis 5000 Litern Zisternenvolumen 400 beziehungsweise 600 Euro. Für Zisternen mit mehr als 5000 Litern Fassungsvermögen liegt die Förderhöhe bei 500 beziehungsweise 700 Euro. Nicht nur Privatpersonen können die Zuschüsse beantragen, sondern auch Wohnungseigentümergemeinschaften, kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige, Handwerks- und Gewerbebetriebe mit einem Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro und bis 249 Angestellte sowie Vereine, Stiftungen, Organisationen und Körperschaften.

Die Wiederverwendung von gebrauchtem und rückgewonnenem Wasser werde von der Industrie gefordert, sagte Anna Lena Herrling (Volt). „Aber auch Privathaushalte können ihren Beitrag leisten.“

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