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Darmstadt: Fünffacher Vater wegen Kindesmissbrauchs angeklagt

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Von: Jens Joachim

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Der 62-jährige Angeklagte (2. v. r.) muss sich vor der 10. Strafkammer des Landgerichts Darmstadt verantworten.
Der 62-jährige Angeklagte (2. v. r.) muss sich vor der 10. Strafkammer des Landgerichts Darmstadt verantworten. © Jens Joachim

Vor dem Landgericht Darmstadt hat ein Prozess gegen einen 62-jährigen Mann aus Darmstadt begonnen, dem vorgeworfen wird, mehrfach minderjährige Kinder missbraucht zu haben.

Einem 62-jährigen Mann aus Darmstadt wird seit Montag vor der 10. Strafkammer des Darmstädter Landgerichts der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt wirft dem fünffachen Familienvater vor, drei mit ihm verwandte Kinder – 1988, 1992 und 1994 geboren, zwei Mädchen und ein Junge – zwischen November 1998 und Dezember 2005 mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Der Mann soll als Cousin des Großvaters der Kinder genau gewusst haben, wie alt die Kinder sind.

Die Taten haben sich laut Oberstaatsanwalt Wolfgang Sattler in der Wohnung des Angeklagten in einem Hochhaus in Darmstadt-Kranichstein, im dortigen Treppenhaus und einem Keller sowie in einer benachbarten Wohnung der Familie der Kinder ereignet.

Dabei soll es laut dem Vertreter der Anklagebehörde sowohl zum Oral- als auch zum Analverkehr gekommen sein. Nach Angaben des Oberstaatsanwalts berichteten die mutmaßlich missbrauchten Kinder von Schmerzen, Ängsten und von Drohungen seitens des Angeklagten.

Der Familienvater wollte zum Prozessauftakt keine Angabe zur Sache machen. Dem Vorsitzenden Richter Jens Aßling beantwortete der Mann allerdings Fragen zu seinen persönlichen Verhältnissen.

Er sei in Pakistan geboren, habe dort die Mittlere Reife erlangt, aber keinen Beruf erlernt. Derzeit arbeite er bei einer Firma in Darmstadt-Eberstadt im Logistikbereich. Seit 1988 sei er verheiratet und lebe seit 30 Jahren in Deutschland. Seine vier Töchter und sein einziger Sohn seien zwischen 15 und 32 Jahre alt. Drei Kinder lebten noch zu Hause und studierten, sagte der Angeklagte.

Die mutmaßlich geschädigten Kinder, die inzwischen erwachsen sind, leben mittlerweile in Großbritannien und sollen Anfang kommender Woche als Zeugen aussagen. Für den Prozess wurden drei weitere Verhandlungstage bis Ende September terminiert.

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