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Eingang zum Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt.
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Die neue Forschungseinrichtung entsteht am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt.

Darmstadt

Darmstadt: Forschungszentrum für Supercomputer der Zukunft

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Das Land Hessen fördert den geplanten Aufbau einer Einrichtung am Darmstädter Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) mit drei Millionen Euro.

Mit Quantencomputern sollen künftig Probleme gelöst werden, an denen derzeit selbst die leistungsstärksten Computer scheitern. Zum Beispiel wollen Forscherinnen und Forscher mit den Supercomputern der Zukunft Wechselwirkungen zwischen Molekülen oder ihre möglichen Zustände simulieren. Dies könnte etwa zu Durchbrüchen in der Entwicklung von Medikamenten führen. Und auch im Bereich der sogenannten künstlichen Intelligenz oder der Verarbeitung von riesigen Datenmengen könnten Quantencomputer in Zukunft eingesetzt werden.

In Darmstadt soll nun am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) ein Zentrum entstehen, in dem vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen wollen, wie solche Quantencomputer in der Wissenschaft und der Industrie am besten verwendet werden können.

Zentrum für Angewandtes Quantencomputing entsteht in Darmstadt

Für den Aufbau dieses neuen Zentrums für Angewandtes Quantencomputing stellt das Land Hessen in den kommenden vier Jahren rund 3,1 Millionen Euro zur Verfügung. Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) und Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) haben kürzlich im IGD eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

In Darmstadt gebe es bereits ein „starkes Netzwerk“, das sich den Zukunftsthemen künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit widme, sagten die beiden Ministerinnen. So wird etwa das Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz, das das Ziel verfolgt, Grundlagenforschung mit konkretem Praxisbezug zu leisten, und an dem mehrere hessische Hochschulen beteiligt sind, von zwei Professoren der Technischen Universität Darmstadt vertreten.

In Darmstadt besteht ein vielfältiges Forschungsnetzwerk

IGD-Institutsleiter Dieter Fellner sagte, das Wissen der Forschung und das Können der Industrie würden in dem neuen Zentrum zusammengebracht.

Sinemus bezeichnete das Vorhaben als „Grundlage, um die Wettbewerbsfähigkeit Hessens auch in Zukunft zu sichern“. Bereits jetzt gebe es landesweit zahlreiche Forschungsaktivitäten im Bereich der Quantentechnologien, etwa im medizinischen Bereich. Mit der Quantentechnologie könne etwa die Zusammensetzung von Wirkstoffen berechnet werden. Mit dieser „Schlüsseltechnologie“ könnten auf diese Weise Forschungsergebnisse schneller als bislang vorliegen und Medikamente zudem effizienter als bisher entwickelt werden.

Dorn äußerte, das neue Forschungszentrum könne zu einer „Anlaufstelle für Forschende aus aller Welt“ avancieren. Zudem gebe es vielfältige Kooperationsmöglichkeiten mit anderen hessischen Hochschulen, dem hochschulübergreifenden KI-Zentrum sowie mit dem ebenfalls in Darmstadt ansässigen Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) und dem Nationalen Forschungszentrum für angewandte Cyber-Sicherheit Athene.

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