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Darmstadt feiert Sex at the City

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Pro Familia und Centralstation veranstalten ein stadtweites Festival zum Thema Sex.

Ist Darmstadt sexy? Dagmar Zeiss, Geschäftsführerin von Pro Familia, und Meike Heinigk, Geschäftsführerin der Centralstation, finden schon. Anlässlich ihrer Jubiläen – 50 Jahre Pro Familia und 20 Jahre Centralstation – haben sich beide Darmstädter Institutionen zusammengetan und gemeinsam das Festival „Sex@TheCity“ entwickelt.

Neun Monate lang sollen Liebe, Vielfalt und Weltoffenheit Darmstadts gefeiert werden. Denn Sex bewege Gesellschaft, Politik und Kunst seit jeher, so die Veranstalter. Es wird eine Mischung aus Theater, Konzerten, Kunstaktionen, Vorträgen, pädagogischen Angeboten, Partys, Workshops und Comedy werden. Insgesamt stehen 34 Veranstaltungen an verschiedenen Örtlichkeiten auf dem Programm. Schirmherr ist Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne), der auch bei einer „sexziger Rotlichtdisko“ mitwirken wird, wie Meike Heinigk bei der Präsentation des Programms am Mittwoch verriet.

Das Thema Sexualität soll vom 20. März bis 19. Dezember aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Wissenschaftlich geht es etwa Volker Beck von der Hochschule Darmstadt mit seinem Vortrag „Frankensteins geile Schwester“ an. Dabei geht es um virtuellem Sex und Sex mit Robotern. Die inklusive Dimension greift die Theaterperformance „Flirt“ in Laut- und Gebärdensprache für Jugendliche ab 14 Jahren auf. Einen humoristischen Blick auf die Dinge wirft Ralf König in seiner Comic-Lesung „Herbst in der Hose“. Im Programmkino Rex werden Aufklärungsfilme der vergangenen 40 Jahre gezeigt, der Streifen „Sex and the City“ sowie die Komödie „Die Wunderübung“; kündigte Projektleiterin Corinna Perleberg von Pro Familia an. Anschließend gibt es ein Gespräch mit Sexualmedizinerin Katharina Rohmert.

„Für uns ist das Festival die Chance, Themen wie sexuelle Selbstbestimmung und Freiheit zu setzen und die Unumkehrbarkeit dieses Prozesses zu zeigen“, sagte Dagmar Zeiss. In Zeiten, wo Ärztinnen wegen Abtreibungen angegangen würden und Aufklärung infrage gestellt werde, sei es wichtig, Toleranz zu verteidigen. Es sei das erste Mal, dass Pro Familia in dieser Form mit einer anderen Institution ein Festival organisiere.

Es sei nicht so einfach gewesen, Unterstützer zu finden. „Manchen schreckte schon der Titel ab“, sagt Heinigk. Immerhin: Unterstützt wird das Event nun vom Hessischen Sozialministerium, der Stadt Darmstadt, der Entega Stiftung und den Kulturfreunden Darmstadt. Zahlreiche Einrichtungen wie Staatstheater, Schulen, Buchhandlungen, Technische Universität und Hochschule sowie Akteure der freien Theaterszene und der Internationale Waldkunstpfad sind Kooperationspartner.

Festival „Sex@TheCity“ in Darmstadt

Das Vorspiel beginnt mit der Festivaleröffnung am Mittwoch, 20. März, ab 19 Uhr in der Centralstation. Restkarten gibt es an der Abendkasse. cka

Programm und Tickets gibt es unter  www.sex-at-the.city.

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