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Die Fotografen posieren fürs Gruppenfoto. 

Darmstadt

Darmstadt: Faszinierende Motivsuche zu „Klimahysterie“ beginnt

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Neun Fotografinnen und Fotografen bereiten eine Bilder-Ausstellung zum „Unwort des Jahres“ vor, die vom 19. März an im Kunstforum der TU Darmstadt zu sehen sein wird.

Nach der Bekanntgabe des „Unwort des Jahres“ stellt sich Stephan Daub jedes Jahr einer stressigen Herausforderung: Daub ist einer von neun Darmstädter Fotografinnen und Fotografen, die sich in den nächsten Wochen auf eine faszinierende Spurensuche begeben, um Motive zum diesjährigen Unwort „Klimahysterie“ zu finden.

Bereits zum 16. Mal wird es im Frühjahr eine Unwort-Fotoausstellung geben. Das Kunstforum der Technischen Universität Darmstadt stellt für die Schau die ehemalige Maschinenhalle 4 auf dem Innenstadtcampus an der Magdalenenstraße zur Verfügung.

Die beiden Fotografinnen und sieben Fotografen machen sich nun an die Arbeit, „um das (Un-)Wort in ideenreiche Visualisierungen zu übersetzen“, wie es Julia Reichelt, die Leiterin des Kunstforums der TU Darmstadt formuliert. Man dürfe gespannt sein, was ihnen diesmal in den Sinn und vor die Linse ihrer Kamera komme.

Die Debatte über den Klimaschutz sei „so nah, wie kaum ein anderes Unwort der vergangenen Jahre“, sagt Fotograf Daub. Und auch sein Kollege Albrecht Haag pflichtet ihm bei: „Im Vergleich zu früheren Unwörtern bin ich diesmal direkt und viel persönlicher betroffen.“

Ironie als Stilmittel

Während Daub in den vergangenen Jahren oft mit Porträtaufnahmen das jeweilige Thema visualisiert hat, verfolgt sein Kollege Haag einen eher dokumentarischen oder pseudo-dokumentarischen Ansatz. Bisweilen wählt Haag auch die Ironie als Stilmittel, um die jeweiligen Themen zu visualisieren. 

In den nächsten Wochen wollen Haag und Daub noch mehr über das Thema recherchieren und sich die Frage stellen, ob es überhaupt einen Anlass gibt, beim Thema Klimaschutz hysterisch zu reagieren. In zwei Wochen wird es dann ein erstes Treffen mit den Fotografen Jan Nouki Ehlers, Julia Essl, Jens Mangelsen, Sebastian Reimold, Jens Steingässer, Rahel Welsen und Andreas Zierhut geben, um erste Ideen zu besprechen. „Wir setzen uns zusammen, weil der Blick von außen wichtig ist“, sagt Daub. Dabei gehe es etwa um die Frage, ob eine Idee gut genug sei oder eben nicht. 

Bei früheren Ausstellungen haben die Fotografen erst zu Beginn der gemeinsamen Ausstellung ihre Bilder den Kollegen präsentiert. Dies hat sich inzwischen geändert. Nach den Worten Daubs geht es dabei nicht um die Vermeidung von Doppelungen, weil jeder Fotograf seinen eigenen Blick und Zugang zum Thema habe. Es befruchte jedoch und sporne an, wenn man mit den Kolleginnen und Kollegen inhaltlich spreche, zumal die Erwartungshaltung der Ausstellungsbesucher jedes Jahr sehr groß sei. Letztlich, so Daub, gehe es zum einen um eine „subjektive Interpretation des Wortes“ und zum anderen um die „Mannigfaltigkeiten der Fotografie“.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 19. März erwarten die neun Fotografinnen und Fotografen in der ehemaligen Maschinenhalle ein vielfältiges Publikum. „Vom Punk bis zum Schlipsträger“ habe in der Vergangenheit das Spektrum gereicht, so Daub.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.unwort-bilder.de und www.tu-darmstadt.de/kunstforum.

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