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Darmstadt: Familienzentrum will Eltern und Kinder im Umgang mit Medien unterstützen

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Von: Claudia Kabel

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Schon die Kleinsten spielen gerne mit Handy und Co.
Schon die Kleinsten spielen gerne mit Handy und Co. © epd

Das Familienzentrum Darmstadt wird Pilotstandort für das Landesprojekt „Familienleben und Digitalisierung“. Neue Formate und Angebote sollen ausprobiert werden.

Schon Babys im Kinderwagen erleben, wie ihre Mütter und Väter beim Schieben des Wagens aufs Handy schauen, Kleinste surfen auf Youtube oder spielen auf dem Handy der Eltern. Sicher ist die Familie der erste Ort, an dem Kinder Medien kennenlernen. Doch ob der dort erlernte Umgang immer so sinnvoll ist, ist die Frage. Jetzt sollen Familienzentren mehr Kompetenz in der Medienbildung erhalten, um diese über ihre Fachkräfte oder Angebote an die Familien weiterzugeben.

Dafür hat das Land Hessen das Förderprogramm „Familienleben & Digitalisierung“ aufgelegt, in dessen Rahmen das Sozialministerium 14 Familienbildungseinrichtungen mit insgesamt 425 000 Euro fördert. Darmstadt ist als einer dieser Pilotstandorte ausgewählt worden, wie Bürgermeisterin Barbara Akdeniz (Grüne) jetzt mitteilte. Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts sei, die Medienkompetenz von Familien zu stärken.

Das Projekt findet in Kooperation von Arbeitsgemeinschaft hessischer Familienbildung(AHF) und Landesmedienanstalt Hessen (LPR Hessen) statt. Es soll Fachkräften vermitteln, wie junge Familien zeitgemäß angesprochen und durch medienpädagogische Angebote in Sachen Medienkompetenz gestärkt werden können.

„Medienbildung ist uns schon lange ein großes Anliegen, denn der kompetente Umgang mit Medien ist für alle Altersgruppen sehr wichtig“, erklärt Bürgermeisterin Akdeniz. Das Familienzentrum sei ein guter Ort, um neue Ansätze und Angebote auszuprobieren.

Das Landesprogramm bietet direkte Angebote für Eltern und Familien, die in Kooperation mit der Landesmedienanstalt und ihren vier Medienprojektzentren „Offener Kanal“ an den Standorten Kassel, Gießen, Rhein-Main und Fulda sowie dem Verein Blickwechsel durchgeführt werden. Die Kurse und Veranstaltungen sollen kostenlos für Einrichtungen in Hessen sein, die Bildungsangebote für Familien machten – dazu zählen Familienbildungsstätten, Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser sowie Mütterzentren.

An den Pilotstandorten soll es Workshops geben, in denen die Entwicklung von medienpädagogischen Konzepten, Bildungsformaten und einer passenden Internetpräsenz angestoßen und begleitet werden.

Durch die Beteiligung Darmstadts könne man sehr früh Familien erreichen und fördernde Angebote machen, so Akdeniz. Dies sei eine sinnvolle Ergänzung zu den Angeboten des Hauses der digitalen Medienbildung.

Im Zuge der Corona-Pandemie hatte das Familienzentrum 2020 erstmals Online-Veranstaltungen organisiert. Zwar seien die digitalen Formate für bestimmte Angebote und einige Familien passend. Die persönliche Begegnung werde aber weiterhin der zentrale Orientierungspunkt der Angebote des Familienzentrums in der Frankfurter Straße sein, hieß es von der Stadt.

Das Landesprojekt soll sich auch auf die geplante Neugestaltung des Internetauftritts des Familienzentrums auswirken. So sollen sich Nutzer:innen etwa leichter online für Veranstaltungen anmelden können.

www.familienzentrum-darmstadt.de

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