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Darmstadt: Evangelischer Campus im Woogsviertel ist fertig

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Von: Jens Joachim

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Aus drei mach eins: das Gemeindezentrum mit dem Glockenturm (l.) und der Verwaltungsbau.
Aus drei mach eins: das Gemeindezentrum mit dem Glockenturm (l.) und der Verwaltungsbau. © Maike Bornschein/EKHN

Auf dem Grundstück der Südostgemeinde, die jetzt Christophorus-Gemeinde heißt, ist ein Neubau für die evangelische Kirchengemeinde und zwei landeskirchliche Zentren entstanden.

Es ist vollbracht: Nach rund zweieinhalb Jahren ist im Darmstädter Woogsviertel das größte Bauprojekt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) fertiggestellt worden.

An der Heinrichstraße sind auf dem Gelände der bisherigen Südostgemeinde, die nun Christophorus-Gemeinde heißt, nach einem Entwurf des Bochumer Büros Soan-Architekten ein Gemeindezentrum und ein S-förmiges Verwaltungsgebäude für zwei landeskirchliche Zentren errichtet worden.

Darmstadt: Größtes Bauprojekt der Evangelischen Kirche in Hessen fertiggestellt

Die beiden überregionalen Zentren, die bisher in der Nähe des Elisabethenstifts (Zentrum Bildung) und in der Wetterauer Kreisstadt Friedberg in der Nähe zur dortigen Burganlage (Zentrum Seelsorge und Beratung) untergebracht waren, haben mit ihren rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits ihre Arbeit aufgenommen.

Entstanden ist nun unter dem Motto „Aus drei mach eins“ ein neuer evangelischer Campus im Woogsviertel oder – wie es Kirchensprecher Volker Rahn am Donnerstag ausdrückte – eine „Wohngemeinschaft“.

Blickfang des ganzen Baukomplexes ist ein 18 Meter hoher und mit Holz verkleideter Glockenturm mit vier Glocken, der an der Ecke der Heinrichstraße und der Theodor-Heuss-Straße steht.

Auffällig: Der Glockenturm der Christophorus-Gemeinde ist 18 Meter hoch und steht an der Ecke der Theodor-Heuss-Straße und der Heinrichstraße.
Auffällig: Der Glockenturm der Christophorus-Gemeinde ist 18 Meter hoch und steht an der Ecke der Theodor-Heuss-Straße und der Heinrichstraße. © Stephan Krebs/EKHN

Darmstadt: Evangelische Kirche investiert rund 12 Millionen Euro in Neubau

Nachdem die Glocken schon mal probeweise geläutet haben, wird eine Glocke am übernächsten Sonntagmorgen, 18. September, läuten, wenn Pfarrerin Renate Kluck von 10 Uhr an den ersten Gottesdienst in dem neuen Gemeindesaal feiern wird. Die zweite Glocke wird dann eine Woche später, am Sonntag, 25. September, zu hören sein, wenn Prodekan Sven Sabaray im Gottesdienst predigt.

Die dritte Glocke erklingt dann zum Erntedankgottesdienst mit Propst Stephan Arras am Sonntag, 2. Oktober. Und am Sonntag, 9. Oktober, wird dann von 10 Uhr an Kirchenpräsident Volker Jung predigen. Dann werden zum ersten Mal alle vier Glocken zu hören sein.

Holzlamelen bis zur Decke filtern das Tageslicht, das durch das große Fenster in das Innere des Kirchensaals scheint.
Holzlamelen bis zur Decke filtern das Tageslicht, das durch das große Fenster in das Innere des Kirchensaals scheint. © Jens Joachim

Trotz Corona-Krise und Engpässen im Baugewerbe blieb laut Kirchenarchitekt Wolfgang Steinborn das rund zwölf Millionen Euro teure Bauprojekt im Kosten- und Zeitrahmen.

Puristische Sichtbetonarchitektur im Woogsviertel in Darmstadt

In dem streng puristisch wirkenden Kirchensaal für bis zu 100 Plätze gibt es bislang weder einen Altar noch ein Lesepult.

Purismus aus Beton und pure Verkündigung: Einen Altar und einen Ambo gibt es in dem Kirchensaal bislang noch nicht.
Purismus aus Beton und pure Verkündigung: Einen Altar und einen Ambo gibt es in dem Kirchensaal bislang noch nicht. © Jens Joachim

Die Gebäude, die in Niedrigenergiebauweise errichtet wurden, sind variabel nutzbar. Das extensiv begrünte Dach ist mit Photovoltaikmodulen ausgestattet.

Die elektrische Spitzenleistung der Photovoltaikanlage beträgt 30 Kilowattpeak. Geheizt wird der Verwaltungsbau überwiegend durch Luftwärmepumpen.

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