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Darmstadt: Erste Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen

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Von: Jens Joachim

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Willkommen in Darmstadt: Die ersten zehn Geflüchteten aus der Ukraine im Foyer des Kongresszentrums Darmstadtium.
Willkommen in Darmstadt: Die ersten zehn Geflüchteten aus der Ukraine im Foyer des Kongresszentrums Darmstadtium. © Claudia Ehry/PDUM

Bus des Darmstädter Partnerschaftsvereins bringt sechs Erwachsene und vier Kinder in Sicherheit. Stadt bittet darum, keine weiteren Sachspenden ins Kongresszentrum zu bringen.

Mit deutlich weniger geflüchteten Menschen aus der Ukraine als ursprünglich geplant, ist am Donnerstagmittag ein vom Darmstädter Verein „Partnerschaft Deutschland Ukraine/Moldova“ (PDUM) gecharterter Bus wieder nach Darmstadt zurückgekehrt. In dem Bus, der in der Nacht zum Dienstag vollgepackt mit Hilfsgütern in Richtung der slowakisch-ukrainischen Grenze gefahren war, saßen zehn Menschen – ein Mann und fünf Frauen mit vier Kindern im Alter zwischen sieben und 15 Jahren. Der erste Hilfstransport war an den drei Tagen rund 2600 Kilometer unterwegs.

Die zehn vor dem vom russischen Präsidenten Vladimir Putin befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine geflüchteten Menschen sollen nach Angaben von Vereinssprecherin Claudia Ehry in Privatunterkünften untergebracht werden. Bedarf an weiteren Busfahrten gebe es derzeit nicht. Ursprünglich sei geplant gewesen, 45 Flüchtlinge mit nach Darmstadt zurückzunehmen. Allerdings hätten die meisten Menschen, die mit ihren Koffern über die Grenze in die Slowakei geflüchtet seien, in der Slowakei in der Nähe ihrer Heimat bleiben wollen, habe ihr Mann Peter berichtet, der den Hilfstransport und die Fahrt organisiert hatte.

Darmstadt: Ankunft von zehn Geflüchteten aus der Ukraine im Kongresszentrum

Die zehn Geflüchteten, wurden im Kongresszentrum Darmstadtium von Darmstadts Bürgermeisterin Barbara Akdeniz (Grüne) und Claudia Ehry willkommen geheißen. Das Team von Darmstadtium-Geschäftsführer Lars Wöhler hatte zudem für die Ankömmlinge eine Mahlzeit organisiert.

Über die dreitägige Tour sagte Peter Ehry, er sei „froh, dass die Fahrt so gut zu Ende gegangen ist“. Die Stadt Darmstadt hatte die Hilfsaktion unterstützt und in Gesprächen mit dem stellvertretenden Oberbürgermeister der slowakischen Grenzstadt Košice erreicht, dass die für die Darmstädter Partnerstadt Ushgorod bestimmten Hilfsgüter in Košice sicher eingelagert werden konnten. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt nach Ushgorod gebracht werden.

Die Stadt Darmstadt bittet Hilfsbereite jedoch nun dringend darum, keine weiteren Sachspenden in das Darmstadtium zu bringen. „Deutlich zielführender und sinnvoller“ seien Geldspenden, äußerte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne). Die Stadt habe dafür ein Spendenkonto unter der IBAN DE93 5085 0150 0000 5440 00 eingerichtet.

Am vergangenen Samstag hatten auf dem Friedensplatz in Darmstadt mehrere hundert Menschen gegen Putins Krieg Flagge gezeigt und für Frieden in der Ukraine demonstriert. Unterdessen bitten die Stadt Darmstadt sowie die Kreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau die Bevölkerung, Quartiere für Ukraine-Flüchtlinge zu melden.

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