1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Darmstadt: Entega mit etwas geringerem Gewinn

Erstellt:

Von: Jens Joachim

Kommentare

Zur Unterstützung der Elektromobilität will die Entega – ähnlich wie in unmittelbarer Nähe zum Stammsitz des Unternehmens an der Kasinostraße in Darmstadt – in Südhessen weitere Strom-Schnellladestationen bauen.
Zur Unterstützung der Elektromobilität will die Entega – ähnlich wie in unmittelbarer Nähe zum Stammsitz des Unternehmens an der Kasinostraße in Darmstadt – in Südhessen weitere Strom-Schnellladestationen bauen. © Jens Joachim

Das kommunale Versorgungsunternehmen legt die Geschäftszahlen für das Jahr 2021 vor und will in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro in verschiedene Projekte investieren.

Das Darmstädter Versorgungsunternehmen Entega hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem leicht geringeren Gewinn als im Vorjahr abgeschlossen. Wie die Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Unternehmens im Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrum mitteilte, betrug der Gewinn vor Steuern und Zinsen 80,4 Millionen. Das waren 400 000 Euro weniger als 2020. Geplant hatte der Vorstand ursprünglich nur mit einem Gewinn in Höhe von knapp 74 Millionen Euro. Insofern wurden die Erwartungen übertroffen.

Auf Empfehlung des Vorstands beschloss die Hauptversammlung, vom Jahresüberschuss 19,7 Millionen Euro (23 Cent pro Stückaktie, 2020 waren es noch 25 Cent gewesen) an die kommunalen Anteilseigner auszuschütten.

Die Entega-Vorstandsvorsitzende Wolff, die ihre Rede vor der Hauptversammlung unter den Oberbegriff „Freiheit“ stellte, bezeichnete mit Blick auf die Situation in der Ukraine den russischen Präsidenten Wladimir Putin als „Kriegstreiber“, der Gas und die Energieversorgung als „Waffe“ einsetze.

Der Energieversorger und Telekommunikationsdienstleister setzte 2021 mehr als zwei Milliarden Euro um, 2020 waren es 1,8 Milliarden Euro gewesen. 9,9 Milliarden Kilowattstunden Strom und 7 Milliarden Kilowattstunden Erdgas setzte das Unternehmen ab, darüber hinaus 331,8 Millionen Kilowattstunden Wärme und 13,8 Millionen Kubikmeter Wasser.

Entega investiert kräftig

Die Entega erzeugt mittlerweile fast eine Terawattstunde Strom selbst – unter anderem mit 252,9 Megawatt installierter Windkraftleistung – und spart damit rund 620 000 Tonnen Kohlendioxid jährlich ein. 2021 haben sich Wolff zufolge 41 500 Kundinnen und Kunden neu für den Öko-Energieversorger entschieden. Dies unterstreiche, „dass unser konsequenter Kurs für die Energiewende und nachhaltiges Wirtschaften bei den Menschen ankommt“, so Wolff.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit 2114 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 109 Auszubildende. In den kommenden Jahren will das Unternehmen vor allem im Bereich der Glasfaserversorgung wachsen. In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt eine Milliarde Euro etwa in neue Windkraft- und Photovoltaik-Großanlagen, den Ausbau des Schnellladesäulennetzes und verschiedene Glasfaser-Projekte in Südhessen investiert werden. Weiterer Bericht F20

Auch interessant

Kommentare