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Darmstadt: Eine Residenz für Kunst und Wissenschaft

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Von: Jens Joachim

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Das Atelierhaus am Ludwig-Engel-Weg befindet sich direkt hinter dem Löwentor, dem monumentalen Eingangsportal zum Park Rosenhöhe.
Das Atelierhaus am Ludwig-Engel-Weg befindet sich direkt hinter dem Löwentor, dem monumentalen Eingangsportal zum Park Rosenhöhe. © Michael Schick

Der Verein „Kultur einer Digitalstadt“ schreibt drei sechswöchige Stipendien für Künstlerinnen und Künstler aus. An dem interdisziplinären Kooperationsprojekt beteiligen sich auch die Europäische Weltraumorganisation ESA, das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und das Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz.

Es ist eine Premiere und soll inspirierend wirken: Der Verein „Kultur einer Digitalstadt“ hat in Kooperation mit drei in Darmstadt ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen eine Ausschreibung für drei Stipendien gestartet. An dem Projekt „Artist-in-Science-Residence“ (AiSR) beteiligen sich zum einen die Europäische Weltraumorganisation ESA und das angegliederte Europäische Raumflugkontrollzentrum ESOC und zum anderen das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung sowie das Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz.

Geplant ist, dass im Sommer drei Künstlerinnen oder Künstler für jeweils sechs Wochen in das Atelierhaus Ludwig-Engel-Weg 1 (LEW1) im Park Rosenhöhe einziehen werden, das von dem vor drei Jahren gegründeten Verein „Kultur einer Digitalstadt“ für Aktivitäten und gemeinnützige Projekte genutzt wird. Das LEW1, das sich gleich hinter dem Löwentor befindet – dem vom Architekten Albin Müller und dem Bildhauer Bernhard Hoetger geschaffenen monumentalen Eingangsportal zum Park Rosenhöhe –, ist zugleich Teil der Neuen Künstlerkolonie Darmstadt, die Mitte der 1950er errichtet wurde.

Darmstadt: Verein „Kultur einer Digitalstadt“ schreibt drei Stipendien aus

Die Ausschreibung richtet sich nach Angaben von Lukas Einsele und Albrecht Haag, die Mitglieder des Vorstands des Kulturvereins sind, an Künstler:innen aller Disziplinen. Der Atelieraufenthalt auf der Rosenhöhe wird zudem an die Zusammenarbeit mit jeweils einem der drei Forschungsinstitute geknüpft.

Gefördert wird das interdisziplinäre Kooperationsprojekt mit 75 000 Euro vom Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main, mit 18 000 Euro von der Stadt und der Digitalstadt Darmstadt sowie mit finanzieller Unterstützung der Merck’schen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft.

Kooperationsprojekt bringt in Darmstadt Kunst und Wissenschaft zusammen

Den Stipendiat:innen steht im LEW1 ein eigenes Studio sowie – je nach Möglichkeit des kooperierenden Darmstädter Instituts – ein Arbeitsplatz in den Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Für die Aufenthaltsdauer von sechs Wochen werden ein Honorar von 3000 Euro sowie Produktions- und Reisekosten gezahlt. Die während der Residenzzeiten entstehenden Projekte sollen nach den Worten von Einsele und Haag über Präsentationen, Ausstellungen, Workshops und Publikationen einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Künstler:innen können sich ab sofort bis zum 31. März bewerben.

Ein wichtiges Anliegen des Projekts der AiSR sei es, „über eine Begegnung der umfassenden wissenschaftlichen und technischen Potenziale innerhalb der Stadt mit der ebenso umfassenden und relevanten Kultur- und Kunsttradition Synergien zu ermöglichen und diese sichtbar zu machen“, so Einsele und Haag.

Darmstadts OB und Kulturdezernent Jochen Partsch (Grüne) teilte mit, Artist-in-Science-Residence sei „ein spannendes Projekt, das Kunst und Wissenschaft in eine direkte Beziehung zueinander setzt, um gegenseitige Inspiration zu ermöglichen“.

https://kultur-digitalstadt.de

Lesen Sie weiter: Kunst und Corona - Als Teil des „Artist in Residence“ - Programms zog die Künstlerin Regina Frank im Sommer 2020 in die Räume des Atelierhauses LEW1 ein.

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