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Frauendezernentin Barbara Akdeniz (Grüne, li.) nahm an einem kleinen Geburtstagsfest am Luise Büchner-Denkmal an der Döngesborngasse teil.
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Frauendezernentin Barbara Akdeniz (Grüne, li.) nahm an einem kleinen Geburtstagsfest am Luise Büchner-Denkmal an der Döngesborngasse teil.

Darmstadt

Ein Hoch auf die Frauenrechtlerin Luise Büchner

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Zur Erinnerung an Luise Büchner, die vor 200 Jahren geboren wurde, gibt es in Darmstadt ein kleines Geburtstagsfest am Luise-Büchner-Denkmal und einen Festakt in der Orangerie.

Anlässlich ihres 200. Geburtstags haben die Luise Büchner-Gesellschaft und die Stadt Darmstadt am vorigen Samstag an Luise Büchner erinnert.

Darmstadt: „Luise Büchner war eine Heldin der ersten Frauenbewegung“

Sozial- und Frauendezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) nahm an einem kleinen Geburtstagsfest am Luise Büchner-Denkmal an der Döngesborngasse teil, wo zwei Schauspielerinnen Luise Büchner und die mit ihr befreundete Prinzessin Alice von Hessen und bei Rhein darstellten.

Am Samstagabend gab es dann einen Festakt zu Ehren Büchners in der Orangerie, bei der die frühere FR-Chefredakteurin Luise Büchner in ihrer Festrede als „Heldin der ersten Frauenbewegung“ und „bahnbrechende Visionärin“ würdigte.

LUISE-BÜCHNER-GESELLSCHAFT 

Der Verein Luise-Büchner-Gesellschaft verfolgt das Ziel, das Werk der Schriftstellerin sowie anderer Wegbereiterinnen der Frauenbewegung lebendig zu halten. Dazu organisiert der Darmstädter Verein regelmäßig Lesungen, Vorträge, Stadtführungen, Ausstellungen sowie Studienfahrten.

Zudem verleiht die Gesellschaft regelmäßig den Luise-Büchner-Preis für Publizistik. Damit werden Frauen ausgezeichnet, die in Artikeln oder Büchern die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in der Gegenwart aufdecken und Wege zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft aufzeigen.

Erste Preisträgerin war 2012 die Journalistin und spätere Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, Bascha Mika.

Zuletzt ging die Auszeichnung an Margarete Stokowski. In ihrer Laudatio erinnerte sie daran, was feministische Vorkämpferinnen wie Luise Büchner in früheren Zeiten geleistet haben. „Ich könnte keine Texte schreiben, wie ich sie schreibe, und ich könnte hier auch nicht stehen“, sagte die Preisträgerin, „wenn es nicht die ganze riesige Reihe an Vorkämpferinnen gegeben hätte, die sich für Frauenrechte eingesetzt haben, zu Zeiten, als das noch viel mehr Mut brauchte als heute.“

Margarete Stokowski postete damals auf Twitter ein Foto von sich neben der Büste von Luise Büchner, mit Lederjacke und breitem Lächeln lehnte die Autorin lässig an dem Denkmal. Als Kommentar prangt darunter: „Sisters in Crime“.

Eine Festschrift zum 200. Geburtstag von Luise Büchner hat die Luise Büchner-Gesellschaft am Samstagabend in der Orangerie in Darmstadt vorgestellt. Das von Agnes Schmidt herausgegebene Buch enthält auf 194 Seiten Porträts von Luise Büchners Mitstreiterinnen und Zeitgenossinnen sowie Aufsätze von Preisträgerinnen des Luise-Büchner-Preises für Publizistik. Das Buch kostet zehn Euro. Interessierte können die Festschrift bestellen unter der E-Mailadresse: info@luise-buechner-gesellschaft.de

www.luise-buechner-gesellschaft.de

Zum Weiterlesen:

„Für Frauen gab es nur ein Ziel: Heiraten“: Interview mit Agnes Schmidt, der Vorsitzenden der Luise Büchner-Gesellschaft in Darmstadt, zum 200. Geburtstag von Luise Büchner

Luise Büchner: „Was wir wollen, ist eine Menschheitsfrage“: Vor 200 Jahren – am 12. Juni 1821 – wurde die Frauenrechtlerin Luise Büchner in Darmstadt geboren. Sie machte sich stark für bessere Bildungs- und Berufschancen von Frauen.

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