1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Darmstadt-Eberstadt: Virtuelles Nachbarschaftszentrum eröffnet

Erstellt:

Von: Claudia Kabel

Kommentare

In Darmstadt-Eberstadt hat das erste Zentrum für Familien, Senior:innen und interessierte Menschen eröffnet. Noch ist es rein virtuell.
In Darmstadt-Eberstadt hat das erste Zentrum für Familien, Senior:innen und interessierte Menschen eröffnet. Noch ist es rein virtuell. © Rolf Oeser

Die Trägergemeinschaft „Gemeinsam stark in Eberstadt“ hat eine Webseite mit vielen Events und Angeboten für Kinder und Erwachsene geschaltet. Es gibt Beratung, Sportangebote, Treffs und Vorträge.

Eberstadt ist ein Stadtteil mit vielen Herausforderungen, sagt Bezirksverwalter Ludwig Achenbach (CDU): Im nördlichen Teil die Hochlagen der Fritz-Dächert-Siedlung, im südlichen Teil mehr Siedlungsbau und soziale Brennpunkte. Diese potenzielle Kluft zu überwinden, ist auch eines der Ziele des jetzt eröffneten „virtuellen Nachbarschaftszentrums“ der Trägergemeinschaft „Gemeinsam stark in Eberstadt“.

Mit Hilfe der Dotter-Stiftung und einer Förderung des Landes Hessen von 18 000 Euro wurde der Zusammenschluss mehrerer Initiativen, Kirchengemeinden, Verbände und der Stadt Darmstadt durch eine gemeinsame Webseite nun schon einmal virtuell zelebriert. Bereits seit 2018 arbeitet eine Steuerungsgruppe an gemeinsamen Ideen. Eine zentrale Begegnungsstätte gibt es noch nicht. „Wir hoffen, dass wir in absehbarer Zeit auch ein begehbares Haus als Zentrum haben werden“, sagt Elfriede Schnitzspan. Die Gründerin der Mobilen Praxis, einer gemeinnützigen Gesellschaft, ist die Koordinatorin der Trägergemeinschaft. Der Stiftungs-Vorstandsvorsitzende Karl G. Dotter sprach davon, dass es „vielleicht zwei bis drei Jahre dauere“.

Im Dotter-Café, einem seit sechs Jahren bestehenden offenen Treff für Kinder und ihre Eltern, wurde diese Woche die Webseite des Zentrum für Familien, Senior:innen und Interessierte vorgestellt. Hier sind Angebote der Träger, also der AG Kinder und Jugend, der Bezirksverwaltung Eberstadt, dem Büro für Sozialplanung der Stadt, der Caritas Gemeinwesenarbeit Darmstadt-Eberstadt, der Dotter-Stiftung, der Eberschaftshilfe, der Evangelischen Kirchengemeinde Eberstadt-Süd, der katholischen Kindertagesstätte St. Georg und der Mobilen Praxis gebündelt.

Highlights

Vortrag des finnischen Psychiaters Ben Furmann am 5. Mai, 20 Uhr: „Ich schaff’s – Kinder und Jugendliche unterstützen“. Teilnahme kostenlos. Anmeldung: event@mobilepraxis.net

Offener Treff: Zum Beispiel für Geflüchtete aus der Ukraine jeden Donnerstag, 9.30 bis 11.30 Uhr im Dotter-Café im Eschelkopfweg 8 in Darmstadt-Eberstadt.

Infos: www.gemeinsam-eberstadt.de

Die Website befindet sich derzeit noch im Aufbau, listet aber bereits mehr als 70 Veranstaltungen auf. Darunter sind auch Angebote im Kinderhaus Paradies, Spieletreffs, Offene Treffs für geflüchtete Familien aus der Ukraine und Anmeldemöglichkeiten für Schwimmkurse.

Die Angebote selbst finden dezentral bei den jeweiligen Trägern statt. „Eberstadt auf einen Blick mit einem Klick“, sagt Schnitzspan. Die Einzigartigkeit des Angebots machten aber nicht die Angebote, sondern das Netzwerk der Träger. Diese wollten versuchen, ihre Kräfte zu bündeln und auch neue Angebote gemeinsam zu entwickeln.

Es gehe nicht darum, in Konkurrenz zu treten, betont Achenbach.

Die Angebote sind nicht nur für Menschen aus Eberstadt gedacht. Bereits jetzt kämen Leute auch aus Bickenbach und Gernsheim, sagt Peter Grünig vom Caritasverband. Eberstadt strahle in die Region aus.

Auch interessant

Kommentare