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Trotz zahlreicher Erdbeben gilt auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg für die Endlagerung als geeignet.

Atomendlager in Hessen

Darmstadt-Dieburg: Atommüll im Erdbebengebiet? Bundestagsabgeordnete schlägt Alarm

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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Der Landkreis Darmstadt-Dieburg gehört zu den aktivsten Erdbebengebieten Hessens. Trotzdem erscheint er im Teilbericht zur Endlagersuche als geeignet.

Darmstadt-Dieburg – Teile von Darmstadt sowie des Landkreises Darmstadt-Dieburg gehören wegen des Kristallingesteins zu den Gebieten, die geeignetet für eine Endlagerstätte für Atommüll sind. Das geht aus dem am Montag präsentierten Teilbericht zur Standortsuche der Bundesgesellschaft für Endlagerung hervor. Danach sind nach bisherigem Untersuchungsstand 90 Gebiete in Deutschland als Atomendlager geeignet.

Bundestagsabgeordnete warnt: Das Erdbebengebiet Darmstadt-Dieburg sei nicht als Atomendlager geeignet

Geeignete Gebiete online

Infos zur Strandortsuche für das Atommüllendlager sowie eine interaktive Karte mit den bisher erarbeiteten 90 geeigneten Gebieten gibt es bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung online unter: https://www.bge.de/de/endlagersuche/zwischenbericht-teilgebiete

CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Mannes schlägt jetzt Alarm und fordert eine Neubewertung. Grund ist die starke seismische Aktivität in diesem Gebiet. Mannes beruft sich auf die Einschätzung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie, das die Region östlich von Darmstadt nicht nur als das mit Abstand aktivste Erdbebengebiet von Hessen einstufe, sondern auch als eines der aktivsten Erdbebengebiete in ganz Deutschland. In einem Brief an die Bundesgesellschaft für Endlagerung verweist Mannes auf die Vielzahl von gemessenen Erdbeben in den vergangenen Jahren im Landkreis, aber auch auf ihre Stärke: 2014 erreichte ein Beben die Stärke von 4,2 auf der Richter-Skala und führte zu zum Teil erheblichen Gebäudeschäden an vielen Häusern in Mühltal.

Darmstadt-Dieburg: Hessens aktivstes Erdbebengebiet erfülle die Kriterien eines Atomendlagers

„Wenn Beben eine Stärke von über 4,1 auf der Richterskala erreichen und Risse im Mauerwerk und in den Decken von Häusern verursachen und Kamine zum Einsturz bringen, dann spricht dies dafür, dass diese Region nicht in die Erdbebenzone 1, sondern in die Erdbebenzone 2 eingestuft werden muss“, so die CDU-Politikerin. Die Kriterien für die Erdbebenzone 2 seien erfüllt.

Karte der Teilgebiete der Endlagerung.

Bundestagsabgeordnete Mannes hat sich deshalb auch an das Helmholtz-Zentrum Potsdam und das Deutsche Geo-Forschungs-Zentrum GFZ gewandt, die für die Eingruppierungen der Orte in die jeweilige Erdbebenzone zuständig sind. Aktuell ist das Gebiet östlich von Darmstadt in Zone 1 geführt. Als Ausschlusskriterium für ein Endlager gilt aber erst Erdbebenzone 2. (Von Claudia Kabel)

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