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Die Buxbaum-Anlage in Darmstadt wurde ausgezeichnet.

Darmstadt

Denkmalschutzpreis für Bauverein

  • Claudia Kabel
    vonClaudia Kabel
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Vorbildlich saniert: Für die Sanierung Buxbaum-Anlage im Rhön- und Spessartring bekommt der Darmstädter Bauverein einen ersten Denkmalschutzpreis. Trotz Veränderungen durch Mieter.

Die roten und gelben Mietshäuser an Spessart- und Rhönring sind nach ihrer Sanierung ein Blickfang geworden. Jetzt ist die Bauverein AG dafür mit dem hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Öffentliche Preisträger“ wurde die städtische Tochter für die Modernisierung der Anlage mit dem ersten Preis gewürdigt, wie das Unternehmen mitteilte.

Verliehen wurde die Auszeichnung von Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) in Wiesbaden. Armin Niedenthal, Vorstand der Bauverein AG, bezeichnete das Projekt als „Mammutaufgabe“. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der besonderen Qualität einer städtebaulich bedeutsamen Gesamtanlage. Überzeugt habe auch die starke Verwurzelung der Bewohner mit ihrem Wohnumfeld.

Die Anlage mit 50 Gebäuden stammt aus den 1920er Jahren und war von Stadtbaumeister August Buxbaum entworfen und erbaut worden. Jetzt wurden unter anderem Dächer neu gedämmt und Treppenhäuser überarbeitet. Die Renovierungsarbeiten sollen in diesem Jahr beendet werden.

Während der Arbeiten hatte es Streit um die laut Denkmalschutz notwendige Öffnung der Loggien gegeben. Viele Mieter hatten diese auf eigene Kosten verglast, um zusätzlichen Wohnraum zu erhalten. Als sich die Initiative „Rhönringfighter“ gegründet hatte, versuchte der Bauverein in Einzelgesprächen, die Mieter zu überzeugen, die Loggien zu öffnen. „Wenn ein Mieter auf den Erhalt bestand, wurde dies akzeptiert“ , teilt das Unternehmen mit. Erst bei einem Mieterwechsel sollen nun die Loggien geöffnet werden, um langfristig das historische Gesamtbild zu erhalten.

Der hessische Denkmalschutzpreis ist mit 20 000 Euro dotiert und wird in verschiedenen Kategorien vergeben.

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