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Selbsttests können leicht zu Hause gemacht werden.
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Selbsttests können leicht zu Hause gemacht werden.

Darmstadt

Darmstadt: Corona-Selbsttest unter digitaler Aufsicht

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Ein Darmstädter Unternehmen bietet einen Online-Service an, um Corona-Selbstests zu validieren. Das Wohnzimmer wird so zum Testzentrum.

Mal schnell einen Corona-Test machen, um ins Restaurant oder zum Frisör gehen zu können, ist nicht immer möglich, denn Termine in Testzentren sind nur zu bestimmten Zeiten möglich. Das Darmstädter Telekommunikationsunternehmen Nynex Satellite bietet nun eine Onlinevalidierung für Laientests an, die man zu Hause machen kann.

Unter der Internetadresse meincoronatest24.de kann man rund um die Uhr ein digitales Zertifikat für den Selbsttest erhalten. Der Service kostet einen Euro, ein Testset muss man sich zuvor besorgt haben. Dieses kann ebenfalls über den Covid-19-Shop des Unternehmens bezogen werden. Laut Firmenchef Andreas Buxbaum lassen täglich bereits 500 bis 1000 Menschen deutschlandweit ihre Selbsttests so validieren. Die Prozedur ist einfach: Testwillige melden sich an und filmen, wie sie den Abstrich nehmen. Zuvor schicken sie ein Foto der Testkassette sowie ihres Personalausweises zur Identifizierung an das Unternehmen. Nach 15-minütiger Wartezeit lesen sie den Test ab und versenden auch davon ein Foto. Geschultes Personal prüfe dann, ob der Test ordnungsgemäß durchgeführt worden sei, sagt Buxbaum der Frankfurter Rundschau.

Man könne dies etwa daran erkennen, ob das Stäbchen tief und lange genug in den vorderen Nasenraum eingeführt worden sei, auch ob es das zum Test zugehörige Stäbchen sei, lasse sich erkennen. Mogeleien, etwa mit veralteten Bildern, seien nicht möglich, da das System Dubletten und Zeitstempel erkennen würde, so Buxbaum. Das Unternehmen betreibe mehrere Testzentren in Frankfurt und Dietzenbach. Daher verfüge man über genügend Personal, um auch die Laientests zu validieren.

Den Nachweis des Testergebnisses erhält man als PDF mit QR-Code per E-Mail. Dieses wird derzeit auch anerkannt. Allerdings bewegt man sich damit noch in einer gesetzlichen Grauzone. Das hessische Sozialministerium teilte auf Anfrage mit, es liege dazu noch keine Stellungnahme des zuständigen Bundesressorts vor. „Aus hiesiger Sicht ist eine digitale Aufsicht der ordnungsgemäßen Durchführung nicht ausgeschlossen worden.“

„Extrem kritisch“ sieht das Darmstädter Gesundheitsamt die Vorgehensweise. Man sei aber gegenwärtig verpflichtet, die auf diesem Weg produzierten Nachweise anzuerkennen, etwa für den Zutritt zu Pflegeheimen. „Eine verbindliche Rechtsgrundlage, die es ermöglichte, diese Zertifikate abzulehnen, fehlt derzeit“, so die städtische Pressestelle. Man hoffe aber, dass dies bei der anstehenden Novellierung der Testverordnung entsprechend angepasst werde.

Buxbaum ist indes der Ansicht, das Angebot sei richtungsweisend, da die Laientests kostengünstiger seien als die Schnelltests in den Testzentren. Zudem hätten sie die gleiche Qualität.

Da Nynex Satellite auch Großlieferant für Schutzausrüstung für Bundeswehr, Apotheken und Drogerien sei, habe man entsprechende Sicherheitsvorkehrungen etwa was den Datenschutz betreffe. Die Validierung der Tests solle zudem demnächst auch in die Corona-App des Bundes implementiert werden. Man arbeite hierfür mit der ebenfalls in Darmstadt ansässigen Telekom-Tochter T-Systems zusammen und sei derzeit mit dem RKI im Gespräch, sagt Buxbaum.

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